Ausgezeichnete Praxisprojekte & Schulen

Sich aktuellen Herausforderung stellen, Verantwortung übernehmen – wie wäre es, wenn das zu einer kulturellen Leitidee von Schulen würde? Um das zu fördern zeichnen wir jedes Jahr deutschlandweit Praxisprojekte und Schulen aus, die Schülern Teilhabe an der Schulentwicklung ermöglichen. Vorbildliche Projekte sollen Schule machen. Vorbildliche Schulen auch. Schulen, die eine sichtbare Entwicklung zu mehr Partizipation, Erfahrungslernen und Training der 4K’s (Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken) zeigen. Die Auswahl fällt nicht leicht. Viele Schulen setzen großartige Ideen um. Diese Schulen können mit ihren Projekten als besonderes Vorbild gelten – für ihre Region und darüber hinaus, für Deutschland.

 

Wir danken der Dr. Jürgen Rembold Stiftung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements, die die Umsetzung dieser Auszeichnung mit Ihrer finanziellen Unterstützung ermöglicht hat.

Unsere interne Jury überzeugen die pragmatischen Ansätze genauso, wie die eigenständige Umsetzung. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie Schüler durch Erfahrungslernen ihre Sozial- und Handlungskompetenzen trainieren. Lehrkräfte haben Freiräume genutzt und Schulleitungen haben Freiräume gelassen, um Schülern zu ermöglichen, Verantwortung zu übernehmen. Auf diese Weise konnten Schüler Erfahrungen machen, die ihnen wertvolle Kompetenzen vermitteln, die sie für das Leben im 21. Jahrhundert brauchen.

 

Es ist uns wichtig, dass diese Projekte sichtbar werden und Schule machen können – auch um deutlich zu machen, wie wichtig Schulen für die Entwicklung unserer Gesellschaft sind – als werteprägende Einrichtung – und um die Rolle von Schulen in der Gesellschaft zu stärken. Im Folgenden stellen wir die ausgezeichneten Projekte in Kurzporträts vor.

 

Wir unterstützen die Schulen dabei, selbst einen wertschätzenden Rahmen für die Übergabe zu gestalten, Gäste und die Presse einzuladen, stellen den Kontakt zu den Laudatoren her – ganz im Sinne der Grundidee von Das macht Schule – also Eigeninitiative zu fördern und „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu geben.

2018 | 12 Projekte und 1 Schule ausgezeichnet

Dr. Max Josef Metzger Schule

Beeindruckt hat uns, wie Frau Schuhladen durch Ihr Engagement die Schüler animiert hat, sich den Unterrichtsinhalten eigenverantwortlich und kreativ zu nähern. Beispielsweise haben Schüler das Thema „gehirngerechtes Lernen“ in einem Video visualisiert. Das Ziel ist, Wissen in anschaulicher Art und Weise an die Mitschüler weiterzugeben und dabei selbst wichtige Kompetenzen zu erlangen. Die Klasse hat großes Organisationstalent, Konzentration und Motivation gezeigt. Durch das Projekt haben sich die partizipativen Fähigkeiten der einzelnen Schüler und im Endeffekt auch die Klassengemeinschaft stark verbessert. Am Ende gab es eine Selbsteinschätzung und eine Projektzeugnis-Bewertung. Das zugrundeliegende Konzept „Lernen durch Lehren“ wurde jüngeren Jahrgängen, anderen Lehrkräften und sogar politischen Entscheidungsträgern vorgestellt. Frau Schuhladen hat gezeigt, dass Vertrauen und Verantwortung bei Schülern tolle Leistungen und große Kreativität bewirken können. Die Auszeichnung wurde im Juli durch Martin Sailer, Landrat von Augsburg, übergeben. – Mehr zum  Praxisprojekt

Mittelschule Zirndorf

Beeindruckt hat uns, dass Herr Baumgartner allen Schülern ermöglicht hat, einen wohltätigen Beitrag für die Aktion „Freude für alle“, die bedürftige Familien unterstützt, zu leisten. Dazu haben Sie einen tollen Integrations-Lauf am Zirndorfer Freibad auf die Beine gestellt. Die Schülerinnen und Schüler motiviert, Sponsoren zu gewinnen. Er hat es geschafft, die ganze Schule für das gemeinsame Ziel zusammenzuschweißen. Am Ende sind die 500 Schüler fast 1500 Runden gelaufen und haben stolze 3.200 Euro gesammelt. Der Förderverein hat mit Obst und Mineralwasser für das leibliche Wohl gesorgt. Der Integrations-Lauf war ein großes Fest, hat die Schulfamilie weiter zusammengebracht und mit Läuferinnen und Läufern aus 40 Nationen demonstrativ ein Zeichen für buntes Miteinander gesetzt. Die Auszeichnung wurde im Juli durch Thomas Zwingel, Bürgermeister von Zirndorf, übergeben. – Mehr zum Praxisprojekt

Ernst-Mach-Gymnasium

Beeindruckt hat uns, wie Herr Busl und Herr Döring mit den den Schülern ermöglichen Unterstützung für die Schwesternschule Ilembula in Tansania geleistet haben und somit auch zur Entwicklung der ganzen Region beitragen. Dazu haben die Schüler gebrauchte PCs und Bildschirme abgeholt, gereinigt, neue Software installiert, in Kisten verpackt und die Geräte auf eine lange Schiffsreise nach Tansania geschickt. Sobald die Fracht dort angekommen ist, werden sie vor Ort beim Aufbau mithelfen. Dabei haben die sieben Schülerinnen und Schüler des Wahlkurses „SchuPa“ neue IT-Kompetenzen erworben und gemerkt wie gut es sich anfühlt, etwas in Tansania zu bewirken. Und natürlich kam auch der Spaß nicht zu kurz, zum Beispiel dank einer „Pizza-Session“. Das Ernst-Mach-Gymnasium lebt vor, wie gesellschaftliches Engagement funktioniert. Die Auszeichnung wurde im Juli durch Gabriele Müller, Bürgermeisterin von Haar, übergeben. – Mehr zum Praxisprojekt

Montessori-Campus Dietzenbach

Beeindruckt hat uns, wie Sie gemeinsam mit Ihren Schülerinnen kreative Ideen entwickelt haben, um Umwelt und Klima zu schützen. Sie haben beispielsweise eine Streuobstwiese betreut und Kartoffeln gepflanzt. Die Schülerinnen haben selbstständig ein Kleidertausch-Event organisiert, mit allem was dazu gehört. So eine Veranstaltung eigenständig zu planen, umzusetzen und am Ende den Erfolg zu sehen, ist eine wertvolle Erfahrung, die wichtige Kompetenzen fördert. Die Schülerinnen haben gelernt, was sie selbst zum Klimaschutz beitragen können. Das macht Lust auf mehr! Die Auszeichnung wurde im September durch Bürgermeister Jürgen Rogg übergeben. – Mehr zum Praxisprojekt

Weitere Auszeichnungen für 2018 folgen…

2017 | 19 Projekte ausgezeichnet

Raichberg-Realschule Ebersbach

Beeindruckt hat uns, wie Jennifer Nebel ihre Schüler unterstützt hat, sich zivilgesellschaftlich zu engagieren. Schüler aus der Klasse 5b waren so bestürzt von der Hochwasser-Katastrophe in der Gemeinde Braunsbach, dass sie unbedingt helfen wollten. Sie haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Schülern diesen Wunsch zu erfüllen. Sie mobilisierten mit den Schülern und einer weiteren Klasse einen Sponsorenlauf. Die Schüler suchten Sponsoren, entwarfen Plakate und Flyer. Die Kollegen haben die Infobriefe an ihre Klassen weitergegeben. Alle Schüler nahmen an dem Sponsorenlauf teil. Am Tag des Laufes haben die Schüler sich eigenverantwortlich in Gruppen eingeteilt, Stationen aufgebaut und betreut. Sie waren begeistert von der Schülerschaft, wie sie miteinander kommuniziert, sich gegenseitig motiviert haben und 8.500 Euro erlaufen haben. Der krönende Abschluss war das Schulfest am Abend. Ihre Schule lebt vor, wie Engagement funktioniert – dafür zeichnen wir Sie aus. Das Praxisprojekt der Raichberg-Realschule ist ein Vorbild für ganz Deutschland. Ausgezeichnet von Sepp Vogler, Bürgermeister, im Juli.- Mehr zum Praxisprojekt

Gymnasium Bruckmühl

Beeindruckt hat uns, wie viel Verantwortung Britta Hartmann ihren Schülern zugetraut hat. Sie haben mit Ihren Schülern ein Willkommens-Projekt ins Leben gerufen, um geflüchtete Kinder und Jugendliche zu integrieren. 200 Menschen lebten ein halbes Jahr in der Schulturnhalle. Das hat die Schüler bewegt – sie wollten helfen, andere Kulturen kennenlernen, etwas Gutes tun. Die Schüler haben selbstständig Kontakt mit der hiesigen Asylhilfe und der Diakonie aufgenommen. Sie haben Teilpatenschaften für zwei Familien übernommen und gehen mit den Kindern Eis essen, einkaufen, kochen gemeinsam, bringen ihnen Fahrradfahren bei, alles, was ihnen hilft, sich im neuen Land leichter zu bewegen und zu integrieren. Eine weitere Schülergruppe trifft sich mit rund 20 unbegleiteten Jugendlichen regelmäßig, sie spielen zusammen Fußball, schauen Filme an, helfen sich bei den Hausaufgaben und mittlerweile sind daraus Freundschaften entstanden. Ihre Schule lebt vor, wie Integration funktioniert – Sie haben Ihre Schüler dabei unterstützt, hatten Rückendeckung von Schulleitung und Kollegium, dafür zeichnen wir Sie aus. Das Praxisprojekt des Gymnasiums Bruckmühl ist ein Vorbild für ganz Deutschland. Ausgezeichnet von Richard Richter, Bürgermeister, im Juli.- Mehr zum  Praxisprojekt

Freiherr-vom-Stein Gymnasium Weferlingen

Beeindruckt hat uns, wie Yanik Alex gemeinsam mit weiteren Mitschülern die Idee und die gesamte Organisation des Sponsorenlaufs durchgeführt hat. Neben der Schule wohnen geflüchtete Kinder und Jugendliche. Die Schüler wollten ihnen etwas Gutes tun, damit sie sich willkommen fühlen. Um den Sponsorenlauf zu starten, bildete der Schülerrat ein Organisationsteam, tauschte sich wöchentlich aus, nahm die jüngeren Schüler mit ins Boot. Sie haben die leitende Rolle übernommen, haben sich Hilfe bei der Schulleitung und den Lehrkräften geholt. Seelische Unterstützung beim Lauf erhielten die Schülerinnen und Schüler zusätzlich vom Elternrat – stolze 1.700 Euro wurden erlaufen. Zum Abschluss gab es ein Fest, es wurde eine Tombola für die geflüchteten Kinder veranstaltet und sie wurden mit neuen Fuß-, Volley- und Spielbällen ausgestattet. Ihre Schule lebt vor, wie Integration funktioniert – dafür zeichnen wir Sie aus. Das Praxisprojekt des Freiherr-vom-Stein-Gymnasium ist ein Vorbild für ganz Deutschland. Ausgezeichnet von Hans-Werner Kraul, Bürgermeister, im August. –
Mehr zum   Praxisprojekt

Evangelische Grundschule Radebeul

Beeindruckt hat uns, dass Nadine Wollrad durch ihr ehrenamtliches Engagement allen Schülern ermöglicht hat, bei der Gründung einer Oberschule mitzuwirken. Um das Großprojekt umzusetzen, haben Sie einen Sponsorenlauf auf die Beine gestellt. Die Schülerinnen und Schüler motiviert, Sponsoren zu gewinnen. Sie haben es geschafft, die Menschen aus der Stadt mit ins Boot zu holen. Ganz Radebeul hat gemeinsam mit der Schule 50.000 Euro erlaufen und 20.000 Euro kamen aus weiteren Spenden dazu. Sie waren überwältigt von dem Zusammenhalt der Radebeuler, die hinter der Schule stehen, den Eltern, die für das leibliche Wohl während des Laufs gesorgt haben. Keiner hätte mit so einem Erfolg gerechnet, auch nicht die Schulleitung und die Lehrkräfte. Sie haben einfach losgelegt und gehen heute mit dem nächsten Sponsorenlauf in die zweite Runde. Die Evangelische Grundschule Radebeul lebt vor, wie gesellschaftliches Engagement funktioniert. Dafür zeichnen wir Ihr Praxisprojekt aus – als ein Vorbild für ganz Deutschland. Ausgezeichnet von dem Bürgermeister Bert Wendsche, im September.– Mehr zum  Praxisprojekt

Grundschule am Sonnenberg

Beeindruckt hat uns, dass Florian Reich durch sein ehrenamtliches Engagement allen Schülern ermöglicht hat, Medienkompetenzen zu erwerben. Sie geben den Schülern die Chance, sich kritisch mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Erfahrungen zu machen, die ihnen bereits in der Grundschulzeit die Kompetenzen vermitteln, die sie für die weiterführende Schule benötigen. Durch die neuen Computer haben alle Schülerinnen und Schüler wieder einen Zugang zu den Lernprogrammen. Die Freude war groß. Das wurde von den Kinderredakteuren der Grundschule in einem Artikel gewürdigt: „Mithilfe unserer Computer können wir eigenständig recherchieren und lernen sogar während der Frühstückspause in der Lernwerkstatt.“ Sie haben sich gemeinsam mit der Schulleitung abgestimmt und gehandelt. Die Grundschule am Sonnenberg lebt vor, wie Kompetenzen vermittelt werden. Dafür zeichnen wir Ihr Praxisprojekt aus – als ein Vorbild für ganz Deutschland. Übergabe der Auszeichnung durch Herrn Abstein, im September. – Mehr zum Praxisprojekt

Franz-Liszt-Mittelschule

Beeindruckt hat uns, wie viel Verantwortung Lehrer Florian Bolte den Schülern zugetraut hat und die Medienkompetenzen an der Schule fördert. Sie haben die Dringlichkeit nach einem Informatikraum für alle Schüler ernst genommen und losgelegt. Sie geben den Schülern die Chance sich kritisch mit der Digitalisierung auseinanderzusetze. Die Schüler verwalten die Geräte selber, installieren Programme, führen kleine Reparaturen durch. Das miteinander Arbeiten hat die Kommunikation zwischen den Schülern gestärkt – der Stärke hilft dem Schwächeren. Ein Tisch fehlte und zwei alte wurden kurzer Hand zu einem großen von den Schülern umgebaut und gestaltet. Überrascht hat Sie,  wie viel Detailwissen viele Schüler bereits haben und die neuesten Computerbauteile kennen. Das große Abschlussfest steht noch bevor. Sie sagen, dass Sie solche Praxisprojekte gerne umsetzen, weil Sie ein Kollegium und eine starke Schulleitung haben, die dahinter steht. Ihre Schule lebt vor, wie Kompetenzen vermittelt werden und eine Teilhabe möglich ist. Dafür zeichnen wir Sie aus. Das Praxisprojekt der Franz-Liszt-Mittelschule ist ein Vorbild für ganz Deutschland. Auszeichnung durch Robert Pötzsch, 1. Bürgermeister von Waldkraiburg, im September.– Mehr zum  Praxisprojekt

Gymnasium im Gustav Heinemann Schulzentrum

Beeindruckt hat uns, wie Schülerin Lena Großmann sich gemeinsam mit weiteren Mitschülern für einen guten Zweck eingesetzt hat. Sie haben mit der Schulleitung und der Schulpflege einen Sponsorenlauf anlässlich des 25-jährigen Schuljubiläums ins Leben gerufen, um Geld für die Deutsche Knochenmarkspender-Datei (DKMS) zu spenden. Gemeinsam haben Sie Sponsoren gewonnen. Eltern motiviert, die mit Kuchen- und Obstspenden für das leibliche Wohl gesorgt haben, einen Infostand mit Materialien über DKMS organisiert. Für gute Musik sorgte die Tontechnik-AG, welche die Läuferinnen und Läufer zu noch mehr Runden animierte. Alle Schülerinnen und Schüler waren an dem großen Tag dabei und haben alles gegeben – unglaubliche 17.489 Euro haben die Schüler erlaufen. Ihre Schule lebt vor, wie soziales Engagement funktioniert – dafür zeichnen wir Sie aus. Das Praxisprojekt des Gustav Heinemann Schulzentrum ist ein Vorbild für ganz Deutschland. Auszeichnung durch Herrn Dr. Heidinger, Bürgermeister, im September.– Mehr zum  Praxisprojekt

Gemeinschaftsschule Oberes Wiesental

Beeindruckt hat uns, wie Lehrerin Marèn Födisch-Kuhn die Schüler unterstützt hat, sich zu engagieren. Sie haben mit Ihren Schülern einen Willkommens-Lauf realisiert, um geflüchtete Kinder und Jugendliche zu integrieren. Die Ethikklasse hat den Stein ins Rollen gebracht – sie wollten einen Beitrag für das Miteinander leisten. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten Plakate, suchten Sponsoren und stellten Helferlisten für den großen Tag zusammen. Bei strahlendem Sonnenschein gaben sie alles und haben 4.500 Euro erlaufen. Eltern und Großeltern sorgten für das leibliche Wohl und unterstützen die Läufer und Läuferinnen tatkräftig. Alle waren begeistert und feierten auf dem Schulfest über alle Kulturen hinweg. Von dem Geld konnten fehlende Wörterbücher in verschiedenen Sprachen und Spielbälle angeschafft werden. Ihre Schule lebt vor, wie Integration funktioniert – dafür zeichnen wir Sie aus. Das Praxisprojekt der Gemeinschaftsschule Oberes Wiesental ist ein Vorbild für ganz Deutschland. Auszeichnung überbracht durch den Bürgermeister von Schönau, Peter Schelshorn, im September. – Mehr zum  Praxisprojekt

Justus-von-Liebig Schule

Beeindruckt hat uns, wie Lehrerin Cornelia Kunze die Schüler unterstützt hat, sich zu engagieren. Sie haben den Schülern die Chance gegeben, sich für das Gemeinwohl einzusetzen und mit ihnen einen Sponsorenlauf an Ihrer Schule realisiert. Ein Organisationsteam suchte Sponsoren und verschickte 130 Briefe an Unternehmen und Institutionen. Die Schülerinnen und Schüler sind für das Frauenhaus und das Rupert-Mayer-Haus gelaufen. Besonders aufgefallen war, wie die Schüler des Organisationsteams zusammengewachsen sind und sich erfolgreich für die Teilnahme der Klassen starkgemacht haben, die anfangs eher zurückhaltend waren. Diese  Klassen zählten zu den besten Läufern. Insgesamt kamen an dem Tag großartige 3.000 Euro zusammen. Alle waren unglaublich stolz. Ihre Schule lebt vor, wie Engagement funktioniert – dafür zeichnen wir Sie aus. Das Praxisprojekt der Justus-von-Liebig-Schule ist ein Vorbild für ganz Deutschland. Die Auszeichnung wurde übergeben von Edgar Wolff, Landrat, im September. – Mehr zum Praxisprojekt  Praxisprojekt

Brüder-Grimm-Schule Hamburg

Beeindruckt hat uns, wie Lehrerin Maren Arz das große Bedürfnis der Schüler, geflüchtete Kinder und Jugendliche zu integrieren, unterstützt hat. Es war den Schülerinnen und Schülern wichtig zu verstehen, was es bedeutet, Not zu leiden. Im Unterricht haben sie recherchiert, aus welchen Ländern sie geflüchtet sind und warum. Die Schüler starteten die Spendenaufrufe aus Eigeninitiative. Sie sammelten Sachspenden, veranstalteten einen Kleiderflohmarkt und spendeten das Geld an das Deutsche Rote Kreuz. Die Schüler haben zwei Mädchen aus Afghanistan für einen Tag in die Schule eingeladen und wollten sie sofort in ihrer Klasse aufnehmen. Eine wesentliche Erkenntnis war, dass die Flüchtlingskinder die gleichen Wünsche haben, wie die Schüler selbst. Sie sagen, diese Spendenaktion ist ein Zeichen für eine zukünftige tolerante und engagierte Gesellschaft. Ihre Schule lebt vor, wie Integration funktioniert – dafür zeichnen wir Sie aus. Das Praxisprojekt der Brüder-Grimm-Schule ist ein Vorbild für ganz Deutschland. Die Auszeichnung wurde von Hinnerk Baumgarten, im September, überreicht. – Mehr zum   Praxisprojekt

Stadtteilschule Bahrenfeld

Beeindruckt hat uns, wie Schulbegleiterin Samantha Owusu während Ihres Freiwilligen Sozialen Jahres die Schülerinnen und Schüler ermutigt hat, sich zu engagieren. Die Schülerinnen und Schüler haben sich für die Flaschenpfand-Spende entschieden, um das Pfandgeld für soziale und nachhaltige Projekte zu spenden. Die Schüler überlegten sich die Spendenziele, organisierten Workshops und gestalteten Plakate für ihr Vorhaben. Drei Pfandboxen stehen mittlerweile auf dem Schulgelände, in die Lehrer und Schüler ihre Leergutflaschen entsorgen können. Die Schüler spendeten den Erlös unter anderem an das Kinderrechteforum (KRF), an die Umweltschutzorganisation „Robin Hood“, an das „Friedensdorf International“ und sie unterstützen ein Studienförderprojekt für jesidische Mädchen im Nordirak. Ihre Schule lebt vor, wie Engagement funktioniert – dafür zeichnen wir Sie aus. Das Praxisprojekt der Stadtteilschule Bahrenfeld ist ein Vorbild für ganz Deutschland. Auszeichnung wurde übergeben von Liane Melzer, Mitarbeiterin des Bezirksamtes, in Vertretung für Olaf Scholz, im Oktober.  – Mehr zum Praxisprojekt

Gotthard-Kühl-Grund-und Gemeinschaftsschule

Beeindruckt hat uns, wie Lehrerin Simone Becker Ihre Schülerinnen und Schüler unterstützt hat, sich zu engagieren. An den Nachmittagen gibt es viele Kurse und den Schülern fehlte ein Rückzugsort, um die Zeit zu überbrücken. Davon waren besonders die Sprachlernklassen betroffen. Eine Schülergruppe entwickelte ein Konzept, besorgte Farben, sammelte Spenden und veranstaltete ein Möbel-Casting. Es war eine tolle Teamarbeit, mit guter Laune wurden die Wände gestrichen, Möbel gerückt und Bilder aufgehängt. Es gab sogar eine Einweihungsfeier für die „Chill-Lounge“ und die Schüler freuten sich, dass sie Seite an Seite mit- und füreinander an dem Raum gearbeitet haben. Es ist ein Ort der Begegnungen geworden, in dem sich auch Lehrkräfte gerne aufhalten und auch schon ein Buchautor eine Lesung gehalten hat. Ihre Schule lebt vor, wie Integration funktioniert – dafür zeichnen wir Sie aus. Das Praxisprojekt der Gotthard-Kühl-Grund-und-Gemeinschaftsschule ist ein Vorbild für ganz Deutschland. Auszeichnung übergeben von Kathrin Weiher, Senatorin, im Oktober. Mehr zum  Praxisprojekt

Stadtteilschule Kirchwerder

Beeindruckt hat uns, wie Lehrer Ole Opitz die Schüler unterstützt hat, sich zu engagieren. Schülerinnen und Schüler entwickelten im Rahmen des Projekts Jugend unterstützt Mitmenschen persönlich (JuMp) ein projektorientiertes Unterrichtsfach. Durch die herausragende Arbeit der Projektgruppe ist das Konzept von JuMp entstanden. Es stärkt das soziale Handeln der Schüler und integriert soziales Engagement in den Schulalltag. Die Schulleitung war von dem Ergebnis so begeistert, dass sie es sofort als neues Profilfach aufgenommen hat. In dem Kurs planen Schüler soziale Projekte und setzen diese um, wie die Unterstützung der Bergedorfer Tafel, einen Film- und Pizzanachmittag für geflüchtete Jugendliche, Basteln auf einer Kinderkrebsstation. Ihre Schule lebt vor, wie Engagement funktioniert – dafür zeichnen wir Sie aus. Das Praxisprojekt der Stadtteilschule Kirchwerder ist ein Vorbild für ganz Deutschland. Auszeichnung durch Arne Dornquast, Mitarbeiter des Bergedorfer Bezirksamt, im Oktober. – Mehr zum   Praxisprojekt 

Freie Waldorfschule Überlingen

Beeindruckt hat uns, wie Lehrerin Juliane Harms die Eigeninitiative Ihrer Schülerinnen und Schüler gefördert hat. Das Thema Plastikmüll hat die Schüler so sehr beschäftigt,  dass sie eine Plastik-AG gegründet haben. Die Schüler organisierten einen Raum, schalteten eine Anzeige im Schulblatt, dass sie Stoffe brauchen, um Stofftaschen zu nähen. Sie besorgten sich zwei alte Nähmaschinen und nähten los. Auf dem Markt verteilten sie die Taschen gegen eine Spende. Die Schüler wollten auch wissen, was die Leute zum Thema Plastik zu sagen haben. Mit einem Aufnahmegerät im Gepäck fuhren die Schüler nach Überlingen und befragten Passanten. Es kamen interessante Gespräche dabei heraus und die Hälfte der Interviewten kann sich ein Leben ohne Plastik vorstellen. Das ermutigte die Schüler für die nächsten Aktionen. Ihre Schule lebt vor, wie nachhaltiges Engagement funktioniert – dafür zeichnen wir Sie aus. Das Praxisprojekt der Freien Waldorfschule Überlingen ist ein Vorbild für ganz Deutschland. Auszeichnung durch Herrn Braa, Schulleiter, im Oktober. – Mehr zum  Praxisprojekt

Geschwister-Scholl-Schule Seelze

Beeindruckt hat uns, dass Lehrer Ben Amor durch sein Engagement allen Schülern die Chance gibt, Medienkompetenzen zu erwerben. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei, sich bewusst mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Gerade während der Berufsorientierung brauchen alle Schüler einen Zugang zu einem PC. Durch die neuen Computer haben jetzt alle Klassen einen PC-Arbeitsplatz und der Sprachlernunterricht konnte verbessert werden. Motiviert durch die PC-Spende hat der Schulträger Mittel zur Verfügung gestellt und es wurden drei Beamer für die Schule angeschafft. Gemeinsam mit der Schulleitung haben Sie sich abgestimmt und gehandelt. Ihre Schule lebt vor, wie Kompetenzen vermittelt werden – dafür zeichnen wir Sie aus. Das Praxisprojekt der Geschwister-Scholl-Schule ist ein Vorbild für ganz Deutschland. Auszeichnung durch Peter Schelshorn, Bürgermeister von Seelze, im  November.– Mehr zum Praxisprojekt

Integrierte Gesamtschule Morbach

Beeindruckt hat uns, wie viel Verantwortung Frau Priestersbach Ihren Schülern zugetraut hat. Sie haben die Schüler der Schülerfirma „United Culture Bridge“ unterstützt, ein Willkommens-Cafe einzurichten, um geflüchtete Kinder und Jugendliche zu integrieren. Ein Treffpunkt zum Erzählen, Kochen, sich zu Hause fühlen. „United Culture Bridge“ steht für ein kulturelles Miteinander und für mehr Menschlichkeit. Die Schüler entwerfen Produkte, um es allen leichter zu machen, miteinander umzugehen. Ein Willkommensbuch haben sie realisiert und ein Video produziert, das sie für die Integration ausländischer Mitschüler einsetzen. Dafür hat die Schülerfirma den 2. Platz des Bundes-Schülerfirmen-Contest 2016 gewonnen. Die Schüler haben sich zum Ziel gesetzt, ein vielseitiges Angebot für eine gelingende Integration auf Augenhöhe zu schaffen. Der Gewinn der Schülerfirma geht komplett in die Ausstattung des Cafès der Kulturen. Ihre Schule lebt vor, wie Integration funktioniert – dafür zeichnen wir Sie aus. Das Praxisprojekt der Integrierten Gesamtschule Morbach ist ein Vorbild für ganz Deutschland. Auszeichnung wurde intern übergeben.– Mehr zum   Praxisprojekt

Privates Gymnasium Weierhof am Donnersberg

Beeindruckt hat uns, wie viel Verantwortung Lehrer Achim Schumacher den Schülern zugetraut hat und die Medienkompetenzen an der Schule gefördert hat. Sie haben sich für Ihre Schülerinnen und Schüler eingesetzt und mit der Hardware-Spende neue und moderne Computer organisiert. Sie sagen, es sei ein technischer Quantensprung ins digitale Zeitalter für Ihre Schule. Die Schüler der Lernwerkstatt „Jugend forscht“ können mit den neuen Geräten naturwissenschaftliche Sachverhalte selbständig erforschen und entdecken. Dabei werden sie von Oberstufen-Schüler unterstützt. Die älteren Schüler können durch die Betreuung von jüngeren Schülern ihre Kompetenzen erweitern, indem sie das Konzept des „Lernens durch Lehren“ anwenden. Die Schüler haben so die Möglichkeit erhalten, sich professionell für den Wettbewerb „Jugend forscht ­– Schüler experimentieren“ vorzubereiten. Ihre Schule lebt vor, wie Kompetenzen vermittelt werden und eine Teilhabe möglich ist. Dafür zeichnen wir Sie aus. Das Praxisprojekt des Gymnasiums Weierhof am Donnersberg ist ein Vorbild für ganz Deutschland. – Mehr zum  Praxisprojekt

Stadtteilschule Rissen

Beeindruckt hat uns, wie ernst Lehrerin Nicole Kloppenburg den Wunsch Ihrer Schüler genommen hat, den Container-Klassenraum  zu renovieren. Gerade während der Bauphase für das neue Schulgebäude brauchen die Schüler einen Rückzugsort, an dem sie in Ruhe zusammen lernen und arbeiten können. Den Schülerinnen und Schülern war es ein großes Anliegen, selbst Verantwortung für die Raumgestaltung zu übernehmen. Gemeinsam haben sie den Klassenraum zu einem gemütlichen und lebendigen Ort der Begegnungen gestaltet. Tatkräftig unterstützt wurden die Schüler von Ihnen und engagierten Eltern. An zwei Wochenenden während der Sommerferien haben die Schüler Wände gestrichen, die Deckenplatten mit Tapetenvlies überzogen und mit einem digitalen Zeichenprogramm die Einrichtung geplant. Durch die gemeinschaftlichen Arbeiten ist bei den Schülern ein Wir-Erlebnis und Teamgefühl entstanden. Ihre Schule lebt vor, wie nachhaltiges Engagement funktioniert – dafür zeichnen wir Sie aus. Das Praxisprojekt der Stadtteilschule Rissen ist ein Vorbild für ganz Deutschland. – Mehr zum  Praxisprojekt

Max-Klinger-Schule

Beeindruckt hat uns, wie Felix Englisch mit Mitschülerinnen und Mitschülern an der  Schule für mehr Nachhaltigkeit sorgt. Sie haben Themenschwerpunkte erarbeitet, die Schulleitung, Lehrer und Eltern mit einbezogen. Ein Schulgarten mit Hochbeeten ist entstanden. Fachlichen Rat holten Sie sich bei der Leipziger Urban-Gardening-Gemeinschaft Annalinde. Mittlerweile bewirtschaftet eine Klasse den Schulgarten. Das Thema Müllbekämpfung war ein weiteres Anliegen. Mit der Schulleitung entwickelten Sie die Idee, dass Klassen mit Unterrichtsausfall zur Müllentsorgung des Stadtteils beitragen können. Um noch mehr Schüler für das Thema zu sensibilisieren, gingen Sie mit verschiedenen Klassen in den Freistunden durch die Schulumgebung und sammelten weggeworfenen Abfall ein. Ihre Schule lebt vor, wie nachhaltiges Engagement funktioniert – dafür zeichnen wir Sie aus. Das Praxisprojekt der Max-Klinger-Schule ist ein Vorbild für ganz Deutschland.

 

Übergabe der Auszeichnung war intern.– Mehr zum Praxisprojekt

2016 | 6 Projekte ausgezeichnet

Gymnasium Lehrte

Uns imponiert das Signal, das die Schule mit ihrem Spendenlauf und Schulfest setzen wollte und wie sich die Schulgemeinschaft geschlossen hinter den Gedanken der humanitären Hilfe gestellt hat. Schülerinnen und Schüler haben mit unermüdlichem Einsatz ein Großprojekt mit 1.100 Beteiligten auf die Beine gestellt. Mit der Leitidee „wir wollen kein politisches Statement, sondern humanitäre Hilfe leisten“, haben sie eine großangelegte Spendenaktion gestartet. Es wurde gelaufen, gebastelt, geraten oder gerudert, um Spenden-Punkte zu sammeln. Ein großer fünfstelliger Betrag konnte „eingefahren“ werden. Der kam Hilfsorganisationen im Umkreis, aber auch im Ausland zugute, um auch dort zur Verbesserung der Lage beizutragen. Aber was viel wichtiger ist: Die Events haben bereichernde Begegnungen unterschiedlicher Kulturen ermöglicht. Am Aktionstag selbst gab es Informationen zum Thema Flucht, Interviews mit Flüchtlingen und Essen aus fremden Ländern. So kann Integration gelingen! – Auszeichnung durch Klaus Sidortschuk, Bürgermeister von Lehrte, im August. – Mehr zum Projekt  hier.

Stadtteilschule Stellingen

Uns imponiert, wie 1.000 Schüler der Stadtteilschule Stellingen 130 geflüchteten Mädchen und Jungen einen unvergesslichen Willkommenstag bereitet haben. Mit 30 unterschiedlichen Aktivitäten, wie gemeinsam kochen, essen, Federtaschen nähen, Flaggen malen oder Fußball spielen. Die Idee hatte der Schülerrat. Und die Schule hat ihn „gelassen“. Das braucht eine Schulkultur voll Vertrauen und Wertschätzung. Der Vertrauenslehrer und seine Kollegen haben den Schülern mit viel pädagogischer Umsicht geholfen alle ins Boot zu holen, den Aktionstag auf die Beine zu stellen und Partner einzubeziehen. Zum Beispiel für das interkulturelle Training jeder Klasse. Schulleiter Bernd Mader sagt zu recht: „Die Schüler haben verstanden, wie sie sich in einer Demokratie einmischen können.“ Das Hamburger Abendblatt schreibt „Das hat Hamburg noch nicht gesehen“. Die größte deutsche Bildungszeitschrift, Erziehung & Wissenschaft hat berichtet und sogar der NDR. Ein Ritterschlag. Das Projekt der Stadtteilschule hatte sich das Ziel gesetzt Vorbild zu sein – nicht nur in Hamburg, auch für Deutschland. Das hat es geschafft! – Auszeichnung zum Jahreswechsel durch Stefanie von Berg, bildungspolitische Sprecherin der Grünen in Hamburg, im Rahmen der „Stellinger Gramys“. – Mehr zum Projekt hier.

Werkstatt-Berufskolleg Unna

Uns imponiert, wie vielfältig die Schule das „gute Miteinander“ fördert. So werden mit multikulturellen Anlässen Zeichen für Vielfalt und gegen Fremdenhass gesetzt. Die Schule nutzt die Kraft gemeinsamen konstruktiven Schaffens als Mittel zur Integration und die Akteure vergessen dabei nicht das gemeinsam Feiern und Freuen. So kann Integration gelingen! Ob Pausenhalle, Sponsorenlauf, Arbeit an einer Broschüre, Kochen, Musizieren – alles ist von Vielfalt und Gemeinsamkeit geprägt. Mit einem Willkommens-Workshop im Herbst will die Schule ihr Konzept noch vorantreiben. Wir sind gespannt. Das Motto der Schule ist, dass im Berufskolleg Unna alle willkommen sind: Junge Menschen, mit originellen Lebensbiographien, mit und ohne Abschluss, Menschen, in ihrer zweiten Lebensphase, die in einen neuen Beruf wollen, mit und ohne Behinderungen, aus Förderschulen und zur Neuorientierung, auch Menschen mit Lernschwierigkeiten und internationale Schüler. Sie lebt ihre Philosophie! – Auszeichnung durch Werner Kolter, Bürgermeister der Stadt Unna, im Juli. – Mehr zu den Projekten hier und hier.

Dreilinden-Gymnasium

Uns imponiert, wie die Schule unermüdlich dabei ist, eine Willkommenskultur jenseits aller Nationalität und Weltanschauung zu leben! Die Unterstützung der Flüchtlinge aus der Schulgemeinschaft ist überwältigend und berührend. Schüler organisieren Willkommensfrühstücke, sammeln Sachspenden, übernehmen Patenschaften im Schulalltag, organisieren Ausfl üge und Fußballturniere. Das alles geht weit über den Unterricht hinaus, fördert das Zusammenwachsen und Deutschlernen. So kann Integration gelingen! Mit dem You Tube-Channel „Get to know me“ begleiten Schüler die Willkommensschüler filmisch und machen gemeinsam Unterrichts- und Freizeitprojekte. Das schafft Begegnung, fördert Sprache und kulturellen Austausch. Die Schule lebt vor, wie Offenheit und Engagement funktioniert. Sie war von Anfang an transparent, hat sich Unterstützung geholt, im Kollegium, bei den Schülern und hat Teilhabe ermöglicht! – Auszeichnung durch Dr. Ina Czyborra, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, im Juli. – Mehr zu den Projekten  hier, hier und hier.

Gemeinschaftsschule Bredstedt

Uns imponiert, wie die Schüler das Projekt entwickelt haben, Sprachunterricht für Frauen und Kinder anzubieten. Nicht Zehntklässler, sondern die 7b! Und ihr Konzept ist so überzeugend, dass inzwischen Schüler aus anderen Klassen helfen. Damit bekommt das Wort „Gemeinschaftsschule“ eine ganz andere Bedeutung. So etwas kann nur in einer Schulkultur voll Vertrauen und Wertschätzung gedeihen und sich weiterentwickeln: Denn über den Sprachunterricht hinaus wird jetzt auch Kinderbetreuung angeboten und es ist eine wunderbare Willkommensbroschüre entstanden. Sie gibt wichtige Orientierungspunkte für das Leben der Flüchtlinge, natürlich in mehreren Sprachen, und heißt sie willkommen. So kann Integration gelingen. Im nächsten Schuljahr übernimmt eine andere Klasse die Betreuung. Die Schüler geben ihr Wissen und ihre Zeit. Das Projekt ist von Menschlichkeit und Einsatzbereitschaft geprägt. Mit ihrem Engagement waren die Schüler bereits im Fernsehen. Schon das ist ein Ritterschlag! – Auszeichnung durch Knut Jessen, Bürgermeister von Bredstedt im Juli. – Mehr zum Projekt hier.

Freie Schule Glonntal

Uns imponiert, wie die Schule zum Entwicklungsraum der ganzen Persönlichkeit geworden ist und das mit einer Begegnungskultur jenseits von Nationalität und Weltanschauung verbindet! Die Schule schafft eindrucksvolle Erlebnisse, wie dieses Jahr mit den Regenbogenspielen im Circus Krone „Welt der Kinder, Kinder der Welt“. Das zelebriert Menschlichkeit und bezieht alle ein, die Schüler, Eltern und Lehrer. Mit den Projekten fördert die Schule Offenheit, Toleranz, Teilhabe und Verantwortungsübernahme. Das hilft Kindern die Welt zu verstehen und später die Herausforderungen, die das Leben mit sich bringt, besser zu meistern. Damit setzen sie ein klares Zeichen, um das gesellschaftliche Bewusstsein zu verändern. „Der Umgang mit Fremden und Neuem ist möglich.“ Dafür hat die Schule eine Auszeichnung verdient! – Auszeichnung durch Magdalena Föstl, stv. Landrätin, im Juli im Circus Krone. – Mehr zum Projekt hier.