Herbstferienprojekt „Schachfeld“

Steckbrief

Freies Projekt

39365 Ummendorf (Sachsen-Anhalt)

Burg Ummendorf

Projektleiter: Christian Grabow

Klassenstufe: 1-4

Teilnehmer: 23

Läuft bis: 11.10.2017

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Unser Schulhof ist zwar schon sehr abwechslungsreich, aber einige Ecken sind noch ziemlich tot, obwohl man dort so einiges Tolles machen könnte. Wenn man sich in der Pause genug ausgetobt hat, macht es auch manchmal Spaß, etwas anderes zu spielen – Dame oder Schach zum Beispiel. Brettspiele sind aber auf dem Schulhof ziemlich unpraktisch, wenn alle um einen drumherum toben. Also machen wir aus der Not eine Tugend und legen in einer ruhigen Ecke ein großes Schachfeld aus Betonverlegeplatten an und fertigen Spielsteine aus Holz an. Drei Tage sind angesetzt und wir sind gespannt – Spaten, Spitzhacke und Pinsel in die Hand und los geht´s!

 

Ein Schulhof ist Dreh- und Angelpunkt der Freizeitgestaltung in einer Schule. Abwechslungsreich und fantasieanregend sollte er sein, damit man die Pausen dort genießen und sich vom Unterricht erholen kann. Die Grundschule „Burg Ummendorf“ bietet zwar schon eine Menge Angebote zum Spielen und Toben auf ihrem Hof an, doch einige Ecken sind noch etwas trist und langweilig. Außerdem gab es für „Denk-Spiele“ bislang kaum Angebote, obwohl viele Schülerinnen und Schüler sich so etwas wünschten. Viele tolle Ideen wurden eingebracht, um dies zu ändern, sowohl von den Schülerinnen und Schülern, als auch von den Lehrkräften.

 

In den Herbstferien wurde durch die Schulsozialarbeit in Trägerschaft des „Paritätischen Wohlfahrverbandes“ eine der Ideen umgesetzt und auch materiell vorbereitet und geplant.
Ein Schachfeld aus Beton-Verlegeplatten sollte angelegt werden und dazu passend natürlich auch Spielsteine für verschiedene Spiele, wie etwa Dame und selbstverständlich Schach. Das Angebot stieß auf reges Interesse und schließlich nahmen 20 Kinder teil, unterstützt von vier Erwachsenen aus der Elternschaft und dem Kollegium. Die Kinder waren voller Eifer dabei und ließen sich auch vom harten Boden und fiesen Wurzeln nicht entmutigen. Abwechslungsreiche Aufgaben wie z.B. das Schleifen und Bemalen der Spielsteine und einzelner Spielfelder, das Ausschachten und Auffüllen des Fundaments für das Spielfeld und die Umrandung oder auch das Herankarren von benötigtem Material ließen kaum Langeweile aufkommen.

 

Alle packten fleißig mit an und so konnte das Projekt in vier Tagen zum Abschluss gebracht werden. Die Kinder waren und sind sichtlich stolz auf ihr Werk und konnten es kaum abwarten, dass die Farbe auf den Spielsteinen endlich trocken ist, damit sie die Spiele ausprobieren durften. Um Material zu sparen, wurden die Spielsteine übrigens so geschaffen, dass man mit ihnen sowohl Dame als auch Schach spielen kann. Logischerweise sind die Spielsteine für Dame schwarz und weiß, aber auf einer Seite ist zusätzlich ein jeweiliges Symbol für eine Schachfigur aufgemalt, so dass man die Spielsteine nur entsprechend umdrehen muss, je nachdem was man gerade spielen möchte. Viel Lob kam nicht nur von den Lehrkräften, sondern auch von den anderen Schülerinnen und Schülern am ersten Tag nach den Ferien. Die häufigste Frage war übrigens, ob das Spielfeld nun für immer da bleiben wird, was zur Freude aller stets bejaht werden konnte. Die nächsten Projekte sind schon in Planung und viele der Kinder freuen sich schon jetzt darauf, in den Ferien wieder aktiv an der Gestaltung ihrer Schule teilnehmen zu können.
(Christian Grabow)

 

  

 

Das macht Schules Kommentar: Toll, dass die Schüler*innen selber über ihren Schulhof bestimmen durften und mit solchem Feuereifer bei der Sache waren. Frohes Spielen und Grübeln bei viel frischer Luft, wünschen wir aus dem fernen Hamburg.