Flüchtlinge willkommen

Steckbrief

Integration in der Schule

14109 Berlin (Berlin)

Schule: Dreilinden-Gymnasium

Projektleiter: Susanne Großmann

Klassenstufe: alle

Anzahl Teilnehmer: 25

Läuft bis: 06.05.2016

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Die Schule wurde 2016 im Rahmen der deutschlandweiten Aktion „Schüler helfen Flüchtlingen“ für ihr Projekt als Vorbild ausgezeichnet. – Der erste Workshop war jetzt am Dreilinden-Gymnasium in Berlin. Mit 6 Trainern und Moderatoren und übersetzt in 4 Sprachen. Es wurden wunderbare Lösungen erarbeitet, die jetzt von Schülern gemeinsam mit Lehrern und Eltern umgesetzt werden. Wichtig war dabei auch, dass die Schulleitung beide Tage die ganze Zeit mit im Team war und das alles so gut unterstützt.Prima Schule. Hat Spaß gemacht. Das bestätigen auch die Flüchtlinge, die motiviert mitgearbeitet und wertvollen Input geliefert haben.

 

Die Projektleiterin Susanne Großmann berichtet: „Wir wollen den Unterricht und die Schule öffnen für Projekte aller Art und eigentlich hat das auch jede gute Schule inzwischen im Schulprogramm stehen, dass sie sich öffnen möchte und externe Leute reinlässt: Wissenschaftsprojekte, Tanzprojekte, Theaterprojekte, alles. Um eben dieses andere abwechslungsreiche Lernen, wie wir es heute (innerhalb des Workshops – Anm. Red.) auch haben überhaupt zu ermöglichen. „Wir erleben das selten, dass sich unsere Schüler 2 Stunden am Stück so konzentrieren – muss ja was dran sein an dieser Projektarbeit und an diesem anderen Lernen.Und alle würden davon profitieren, wenn wir unsere Türen weiter öffnen. Beteiligt sind Regelschüler, SLK-Schülern (Sprachlernklassen – Anm. Red.), Lehrer aus Nicht-SLK-Klassen. Warum soll nicht der Bio-Lehrer oder der Musiklehrer mitmachen bei den Projekten? Und die externen Trainer natürlich, die wir brauchen, weil wir zu eingespurt sind dann doch in unseren Sichtweisen“.

 

Kurzinterview mit Susanne Großmann: Wieviel Aufwand war das jetzt hier 30 Leute an einem Wochenende in die Schule zu bringen, um ein Flüchtlingsthema anzugehen? Wie hast du das geschafft?“Die Strukturen habe ich vorher schon geschaffen mit der Paten-AG und der Vernetzung und der Hauptteil hier ist von der Initiative Neues Lernen. Ohne euch wäre ich total aufgeschmissen.“ Was hast du hier erlebt in den zwei Tagen jetzt? – Genau das, was ich mir gewünscht habe. Also wenn du dir das anguckst, die stehen aus allen Parteien in aller Ruhe da, arbeiten an Projekten, die wir weiter entwickeln können und das ist das, was ich mir gewünscht habe – auch diese Entlastung. Gibt es irgendwas, was dich überrascht hat? „Mich hat überrascht, wie sehr sich unsere Flüchtlingskinder einbringen. Ich dachte da ist noch mehr Zurückhaltung und mehr Scheu. Und mich hat es überrascht, wie aufgeschlossen alle auf eure doch schulferne Methoden reagieren.“ Wenn du für eine andere Schule einen Tipp hättest, was würdest du einer Schule raten, die in ähnlicher Situation ist, wie du sie hier vor 3 Monaten vorgefunden hast? „Seid von Anfang an transparent, holt euch Unterstützung, wo es nur geht, im Kollegium, mit den Schülern. Macht nicht den Fehler euch abzukapseln.“