Diese Projekte bilden Herz und Charakter

Projekt bilden Herz und Charakter

„Schulen sollen nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden“, so heißt es in Artikel 131, Absatz 1 der Bayerischen Verfassung. Auch Lehrkräfte und Eltern scheinen diesem Bildungsziel eine hohe Bedeutung beizumessen, wie kürzlich in einer Studie des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) festgestellt wurde. Doch wie können Werte-Erziehung, Kompetenz-Training und Demokratie-Bildung praktisch umgesetzt und vermittelt werden? Hier drei beeindruckende Projektbeispiele.

Werte sind als Grundbestand der Schulentwicklung unverzichtbar. Hier 3 beeindruckende Beispiele aus Schulen in Bayern mit Projekten, die sich in jedem Bundesland umsetzen lassen.

Lernen durch Lehren – nicht nur für die Klausuren

Die Schülerinnen und Schüler an der Dr. Max-Josef-Metzger Realschule in Meitingen sind begeistert von dem Konzept „Lernen durch Lehren“, welches ihre Lehrerin Frau Schuhladen im Juni 2017 eingeführt hat. Im Rahmen des Projektes „Wir bringen dir das Lernen bei!“ haben sich die Schüler in Projektgruppen relevante Inhalte eigenständig erarbeitet und sich anschließend gegenseitig beigebracht. Neben Selbstständigkeit und Problemlösungskompetenz bei der Aufbereitung der Inhalte fördert das adressatengerechte Weitergeben von Wissen insbesondere die Kommunikationsfähigkeit und Empathie. Ein positiver Nebeneffekt: seit diesem Projekt hat sich die Klassengemeinschaft enorm verbessert. Entwickelt wurde das Konzept von Jean-Pol Martin und hat die „Weltverbesserungskompetenz als Lernziel“. Sogar Michael Piazolo, bayerischer Kultusminister, war angetan von diesem werteorientierten Ansatz als die Schülergruppe ihm während eines Besuchs im Kultusministerium davon erzählte.

Laufen, damit alle sich freuen können

An der Mittelschule Zirndorf ging es schweißtreibend zu: Anstatt im Unterricht zu sitzen, gaben die Schülerinnen und Schüler beim Sponsorenlauf am 2. Oktober 2017 alles, um möglichst oft um das örtliche Freibad zu laufen. Mit jeder Runde kam mehr Geld für die Aktion „Freude für alle“ zusammen, die ärmeren Menschen Hilfe anbietet. Außerdem hat die Schule mit diesem Lauf ein Zeichen gegen Gewalt und Rassismus gesetzt – und ist als Schulgemeinschaft zusammengewachsen. Die Erkenntnis, dass Solidarität mit anderen am Ende auch einem selbst viel Gutes bringt, ist eine wertvolle Erfahrung für alle gewesen.

Nachhaltigkeitsaktion statt Konsumrausch

Zwei Neuntklässlerinnen des Ernst Mach Gymnasiums in Haar hatten die Idee, etwas gegen den Plastikmüll in ihrer Stadt zu unternehmen und starteten daraufhin das Projekt „Giving Tuesday“. Ziel war, dem Konsumrausch am „Black Friday“ und „Cyber Monday“ etwas entgegenzusetzen und die Leute zum Nachdenken anzuregen. Gemeinsam mit ihren Mitschülern und mit Unterstützung der Gemeinde haben sie im Einkaufzentrum Stofftaschen verteilt, Plakate mit Infos zum Thema Plastikmüll aufgehängt und sich mit den Menschen über Nachhaltigkeit unterhalten. Der Wert von Umwelt und Natur wird bei diesem Projekt genauso gestärkt wie das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler, die fremde Menschen auf der Straße auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen.

Jedes Praxisprojekt, bei dem Schülerinnen und Schüler teilhaben und Verantwortung übernehmen dürfen, fördert automatisch bestimmte Kompetenzen und Werte. Was brauchen Lehrkräfte dazu? Vertrauen ist unerlässlich. Sie müssen es den Schülern zutrauen – und sich selbst natürlich auch. Neben diesen drei Projekten zeigen noch viele andere Beispiele: Es lohnt sich! So macht Schule Spaß und gibt Sinn.

Flyer

Nicht jeder kennt Das macht Schule. Du kannst diesen Flyer (PDF) nutzen und dein Kollegium informieren, wie wir euch unterstützen können (einfach  runterladen und weiterleiten). Außerdem gibt es für jedes Projektformat ein Info-PDF zum Runterladen fürs Kollegium. 

 

Bei Fragen, ruf einfach an: 040 609 409 99.

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