Praxisprojekte beflügeln Schulentwicklung

 

Schulentwicklung heißt Veränderung. Womit wir bereits beim Problem wären: Das wollen viele nicht. Warum eigentlich? Widerstand ist ein normales Phänomen in Veränderungs-Prozessen. Der Mensch baut gern auf Bewährtes. Wird das infrage gestellt, kommt Angst hoch. Das Gegenmittel ist Vertrauen in Sinn und Bedeutung, soziale Unterstützung und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Das reduziert Angst und aktiviert Ressourcen. So kann Schulentwicklung gelingen. – Also, was tun?

 

Schulentwicklung braucht einen Anlass. Meist ist das eine Irritation. Es läuft nicht so, wie man will. Aber allein die Frage „ob die Richtung noch stimmt“, heißt noch nicht, die Komfortzone zu verlassen. Ob es nun bürokratisch oder lebendig wird, liegt an dem „Gatekeeper“, den jede Schulentwicklung braucht. Also jemanden, der Vertrauen genießt, die Angst der anderen vor Veränderung ernst nimmt und möglichst viele begeistert mitzurudern – und zwar in die gleiche Richtung. So, dass Veränderungsinseln entstehen. Damit das greift, muss Schulentwicklung im Schulalltag einfließen. Spürbar, für alle: Lehrerkollegium, Schülerschaft und Eltern. Denn Schulentwicklung ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Und das erfordert Teilhabe zu ermöglichen.

 

Zustimmung einholen und Fragen stellen

 

Demokratisches Handeln von klein auf zu lernen, wertschätzende Beziehungen und ein aktivierende Unterrichtsgestaltung sind zum Beispiel etwas, was die meisten fördern wollen. Gerade am Anfang braucht es Punkte, denen alle von Herzen zustimmen können. Daraus entsteht Sinn und Bedeutung. Und daran können Sie andocken, indem Sie die Qualität Ihrer Schule anhand von Leitfragen überprüfen, wie beispielsweise diesen:

 

  • Was tut unsere Schule, um selbst eine Gesellschaft im Kleinen zu sein, an der demokratisches Handeln von klein auf gelernt wird?
  • Welche Regeln gibt sie sich und wie verfährt sie dabei?
  • Wie sind Schülerinnen und Schüler dabei einbezogen?
  • Welche Rolle spielen die Schülervertretungen?
  • Wie arbeiten Schule und Eltern zusammen?
  • Wie sind die Eltern in das Schulleben einbezogen?
  • Wie geht die Schule mit unterschiedlichen kulturellen Traditionen und Wertvorstellungen um?
  • Was tut sie für eine geschlechterbewusste und interkulturelle Pädagogik?

 

Das legt den Grundstein für echte Teilhabe und lebendige Identifikation. Die stabile Basis dafür ist Wertschätzung und damit ein Menschenbild, das

 

  • den Beteiligten nicht nur etwas zumutet, sondern auch zutraut,
  • davon ausgeht, dass jeder lernbereit, lernfähig und für seinen Lernerfolg selbst verantwortlich ist,
  • bei allen das Potenzial voraussetzt, daran mitarbeiten zu können, eine Lernumgebung zu schaffen, die allen ermöglicht ihr Potenzial zu entfalten.

 

Wir haben hier nur einige Punkte rausgegriffen, die aber bereits ermöglichen einen solchen Schulentwicklungsprozess zu starten oder zu beflügeln. Wer Interesse hat tiefer zu graben: Wir haben hervorragende Empfehlungen beispielsweise in einer Broschüre zur Schulentwicklungsbegleitung der Region Aachen gefunden, aus der auch oben genannte Empfehlungen kommen.

 

Die Bedeutung der Schulleitung

 

„Ein motivierender Führungsstil der Schulleitung prägt das Schulklima“, heißt es in der OECD-Studie „Erfolgsfaktor Resilienz“ aus dem Januar 2018. D.h. Lehrer von einer gemeinsamen Mission zu überzeugen und sie auf strategische Ziele und Ergebnisse auszurichten. Die Studie betont, wie wichtig unterstützende Schüler-Lehrer-Verhältnisse, gute Beziehungen zwischen den Schülern und eine motivierende Schulleitung für eine gute Schule sind.

 

In ihrem Artikel „Der Schlüssel zum Erfolg“ untersucht die Professorin für Schulpädagogik, Katrin Höhmann, die Preisträger des deutschen Schulpreises und sagt: Eine „gute Schule“ braucht eine Schulleitung, die Realismus und Visionen zusammenbringt und belastbare Teamstrukturen, so dass die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt werden kann. Dabei ist wichtig, dass alle an Bord sind und in die gleiche Richtung rudern. – Okay, wie kommt man dazu?

 

Schulentwicklung im Schulalltag einfließen lassen

 

Wie wäre es, wenn Lehrer und Schüler nicht nur auf die Klassenarbeiten und Prüfungen starren, wie das Kaninchen auf die Schlange? Wenn stattdessen in Projekten mehr Praxisbezug zu den gelernten Inhalten hergestellt wird. Wenn wir also Kindern und Jugendlichen ernsthaft Aufgaben stellen, in denen sie sich verantwortlich engagieren und einbringen können. Diese verantwortliche Einbindung ist echte Partizipation. Und mehr noch: Je nach Ausrichtung der Projekte ermöglicht sie auch ein Zusammenwachsen im Kollegium untereinander und schafft Brücken in die Elternschaft. Vorbildliche Schulen scheuen oft nicht auch Hausmeister und Schulsekretärin einzubeziehen. In der genannten OECD Studie berichtet der Schulleiter der Rütli-Schule über die positiven Erfahrungen damit: „Hausmeister erleben die Jugendlichen anders als Lehrer, und diese Perspektive einzubeziehen, hat viel fürs Klima der Schule getan.“

 

Und wenn Lehrer verstärkt kooperativ und fächerübergreifend arbeiten, dann vermitteln sie auf natürliche Weise Teamarbeit und Empathie, also gesellschaftlich relevante Fertigkeiten und Kompetenzen. Schüleraktivierende Unterrichtsgestaltung und -entwicklung bezieht die Perspektive auf Praxisprojekte ein und macht „Lernlust“, weil Praxisbezüge geschaffen werden, die für die Teilnehmer „Sinn“ machen.

 

Praxisprojekte strategisch nutzen

 

Stellen Sie sich einmal vor, welches Potenzial darin schlummert, wenn sie Praxisprojekte strategisch einsetzen. Also Praxisprojekte als „Tool“ zu sehen, ähnlich wie einen Schraubendreher, mit dem man sowohl Schrauben kann, als auch Farbe umrühren oder ihn als Hebel einsetzen. So kann ein Spendenlauf dem Team-Building im Kollegium dienen, oder aber die Schulgemeinschaft allgemein stärken, eine tiefere Identifikation der Elternschaft zum Ziel haben oder durch den Spendenerlös andere Maßnahmen an der Schule zu ermöglichen, mit denen die Ziele der Schulentwicklung unterstützt werden. Zum Beispiel den Umbau des Schulhofes in einen Bewegung-Schulhof zu finanzieren.

 

Das heißt, neben dem Kollegium müssen auch die Schülerinnen und Schüler mitgenommen werden. Damit diese sich mit ihrer Schule identifizieren und „kräftig mitrudern“, ist Partizipation in Praxisprojekten ein großartiges Werkzeug.

 

Die Gotthard-Kühl Grund- und Gemeinschaftsschule in Lübeck hat beispielsweise von Anfang an die Schülervertretung und andere interessierte Jugendliche bei der Planung der „Woche der Toleranz und Menschlichkeit“ mit einbezogen. An der Sekundarschule „Thomas Müntzer“ in Ausleben kam der Vorschlag für das Renovierungsprojekt „Unser Raum, unsere Ideen, unsere Gestaltung!“ von der achten Klasse selbst und das Ostsee-Gymnasium Timmendorfer Strand beweist mit dem Projekt „Schüler bauen mit 180 gespendeten PCs ein Schulnetzwerk“, dass Jugendlichen einiges zugetraut werden kann.

 

Um eine fruchtbare Atmosphäre an der Schule zu schaffen und Entwicklung „von unten“ zu ermöglichen, ist jedes Praxisprojekt mit echter Partizipation ein Schritt in die richtige Richtung. Unsere Projektvorlagen helfen dabei, diese Projekte einfach und erfolgreich umzusetzten. Mit über 10 Jahren Erfahrung aus der Begleitung hunderter erfolgreich durchgeführter Praxisprojekte helfen wir Lehrkräften bei der Umsetzung.

 

  • Wir geben Impulse für die Projektarbeit und die weitere Entwicklung an der Schule.
  • Unsere Materialien helfen das Thema zu finden, ins Handeln zu kommen und alle ins Boot zu holen.
  • Unsere erprobten Projektanleitungen und Vorlagen erleichtern die Arbeit für ein Praxisprojekt.
  • Jedes Projekt bekommt eine eigene Projektseite und eine coole Projektstory zum Ausdrucken für Zuhause.
  • Jeder Schüler kann ein Projektzeugnis bekommen.
  • Zusätzlich gibt’s Unterrichtsmaterial, Faltanleitungen für einen Malerhut, Start-/Zielbanner-Verleih und mehr.
  • Und das alles kostenlos – unter PC-Spenden sogar PCs, Monitore,Drucker etc..

 

Wer Mühe hat oder Zeit sparen will, kann uns einfach als  externe Schulentwicklungsbegleitung nutzen. Zur Sicherheit sei es noch einmal gesagt: kostenlos. Nur ansprechen müssen Sie uns selbst. Still leiden oder So-tun-als-ob sindfür uns keine akzeptablen Lösungen 🙂

 

Also, los geht’s!

 

PS

Der kürzeste Weg zu uns ist ein Anruf unter 040 609 409 99, eine Mail an kontakt@das-macht-schule.net, der Chat auf unserer Website oder face-to-face per Skype. Wir freuen uns auf Sie!

 


 

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