Tipps und Tricks für Bewerbung und Lebenslauf

Für die meisten Schüler bedeutet das letzte Schuljahr nicht nur Vorfreude auf die Zukunft, sondern auch Stress und viele Fragezeichen – vor allem, wenn’s ans Bewerben geht. Worauf sollte man bei der Erstellung seines Lebenslaufes achten? Welche Inhalte gehören in ein gelungenes Anschreiben? Und worauf sollte man achten, damit die Bewerbung zu einem vollen Erfolg wird? – Hier kommen Antworten und Praxis-Tipps für deine Schülerinnen und Schüler:

Ob Schulpraktikum, Ausbildung oder Berufseinstieg – sobald es darum geht, sich bei einer Firma zu bewerben, wissen die meisten Schülerinnen und Schüler verständlicherweise nicht, worauf es wirklich ankommt. Wenn der erste Schuss nicht sitzt, hat man bei dem Unternehmen meist verspielt. Das macht die Sache nicht einfacher. Wie also überzeugt man die Personalverantwortlichen von seinen Fähigkeiten? Wir möchten euch hier einfach mal zeigen, worauf ihr achten müsst und was beim Bewerbungsprozess noch wichtig ist. In diesem Zusammenhang können auch Gespräche mit Praktikern aus Unternehmen sehr hilfreich sein. Vielleicht gibt es ja sogar Unternehmens-Paten in eurer Schule? Dann bezieht diese auf jeden Fall ein. Sie können mit euch zum Beispiel Vorstellungsgespräche üben, Einblicke in verschiedene Berufsfelder geben und dabei helfen, nach einem Ausbildungs- oder Praktikumsplatz zu suchen. Wenn es solche Unternehmens-Paten noch nicht in eurer Schule gibt, dann bietet die gemeinnützige Initiative Das macht Schule Unterstützung, wie Schulen zu so einer Unternehmens-Patenschaft kommen können.

Lasst euch nicht verunsichern

Bevor wir euch alles Wissenswerte zu den Themen Bewerbung und Lebenslauf aufzeigen, gehen wir vorab zum einen noch kurz auf den allgemeinen Ablauf des Bewerbungsverfahrens ein. Wenn ihr euch auf eine offene Stelle bewerbt, solltet ihr nicht nur gute und vollständige Bewerbungsunterlagen abliefern, sondern euch auch im Klaren darüber sein, dass es zum Teil recht lange dauern kann, bis ihr eine Rückmeldung von dem Unternehmen erhaltet. Auch wenn es vielleicht schwierig sein mag, solltet ihr euch also nicht „verrückt machen“, wenn ihr nach zwei oder drei Wochen noch keine Antwort habt. Zum anderen sei gesagt, dass so ein Lebenslauf als Berufseinsteiger aufgrund der fehlenden praktischen Erfahrung auf den ersten Blick nicht so wirklich viel hermacht – aber lasst euch auch davon nicht verunsichern. Denn schließlich gibt es Möglichkeiten, um die Vita (der Lebenslauf) trotzdem ansprechend und informativ zu gestalten.

So überzeugst du auch kritische Personaler

Sieh das Ganze einfach als eine Art Checkliste, die du Punkt für Punkt abhaken kannst, wenn du deine Bewerbungsunterlagen vorbereitest.

Orientiere dich immer zuerst an der Stellenausschreibung
Bevor du damit beginnst, deine Bewerbung zu schreiben, solltest du die Stellenausschreibung aufmerksam durchlesen und genau darauf achten, welche Dinge dort gefordert werden. Nur so kannst du deine Bewerbung exakt an diese Anforderungen anpassen. Wenn im Ausschreibungstext viele Fremdworte oder komplizierte Umschreibungen zu finden sind, kann vielleicht ein Praxis-Pate helfen.

Wende dich an den richtigen Ansprechpartner
Damit deine Bewerbung nicht auf halbem Wege verloren geht, ist wichtig, die Unterlagen auch an die richtige Adresse und die dafür verantwortliche Person zu schicken. Diese Informationen findest du in der Stellenbeschreibung. Sollte dort der Name des Ansprechpartners fehlen, ruf einfach kurz in der Firma an und frage nach, wer zuständig ist.

Achte auf die Vollständigkeit deiner Bewerbungsunterlagen
Bevor du deine Bewerbung rausschickst, solltest du dir auf jeden Fall noch einmal die Zeit nehmen und alle Dokumente in Ruhe auf deren Vollständigkeit hin überprüfen. Achte dabei darauf, dass alle in der Stellenausschreibung geforderten Dokumente (Lebenslauf, Zeugnisse etc.) dabei sind.

Nur eine individuelle Bewerbung ist eine gute Bewerbung 
Wenn du dich auf mehrere Stellen gleichzeitig bewirbst – was zu empfehlen ist – solltest du jede Bewerbung individuell schreiben. So verhinderst du nicht nur, dass du die Dokumente für Firma A aus Versehen auch an Firma B schickst, sondern zeigst gleichzeitig auch, dass du dich ausführlich mit der Stellenbeschreibung auseinander gesetzt und sie aufmerksam gelesen hast.

Der perfekte Lebenslauf
Damit dein Lebenslauf auch so richtig gut wird, gibt es einige wichtige Dinge, auf die du achten solltest. Zum einen muss die Vita wie aus einem Guss aussehen, sprich: Verwende nur eine gut lesbare Schriftart, achte auf die Formatierung und gestalte die verschiedenen Abstände und Textblöcke einheitlich. Zum anderen sollte deine Vita vollständig sein und keine Lücken aufweisen. Dafür sind neben deinen persönlichen Daten, deiner Schulbildung und deinen besonderen Kenntnissen auch deine Hobbies, die sonstigen Interessen und die bereits gemachten praktischen Erfahrungen (Praktika, Nebenjobs usw.) notwendig. Tipp: Die meisten Personaler sehen es gerne, wenn sich die Hobbies und Interessen mit den Jobanforderungen decken. Wenn du dich also beispielsweise als KFZ-Mechatroniker bewirbst, kann es nicht schaden, wenn du auch in deiner Freizeit gerne an deinem Roller schraubst.

Rechtschreibung, Grammatik und Satzbau
Sobald du alle Bewerbungsunterlagen fertig hast, bitte einen Freund, deinen Lehrer, deine Eltern oder ein anderes Familienmitglied darum, diese noch einmal in Ruhe Korrektur zu lesen. Denn auch wenn es vielleicht hart klingen mag, bedeuten Grammatik- oder Rechtschreibfehler in neun von zehn Fällen das vorzeitige Aus. Hier muss also alles so perfekt wie möglich sein.

Hol dir professionelle Unterstützung
Abschließend noch ein kleiner Tipp für alle, die nicht wissen, wie sie sich im Vorstellungsgespräch verhalten sollen: Die Arbeitsagentur bietet ein überaus praktisches Bewerbungstraining für Schülerinnen und Schüler an, an dem jeder teilnehmen kann. Hier erfährst du nicht nur alles Wichtige über den allgemeinen Bewerbungsablauf, sondern kannst außerdem auch von den simulierten Vorstellungsgesprächen profitieren. Auch hier ist es natürlich gut, wenn ihr einen Unternehmens-Paten habt, der euch beim Üben solcher Gespräche hilft. Wenn eure Schule noch keine solche Unternehmens-Partnerschaft hat und Praxis-Paten sucht, dann findet ihr hier eine komplette Anleitung und Vorlagen, um Unternehmen für so eine Patenschaft zu gewinnen.

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