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Mehr Alltagskompetenzen vermitteln

93 Prozent der befragten Schulleitungen wollen mehr Alltagskompetenzen vermitteln. So das Ergebnis einer Studie des FiBS Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie. Der Wille zur Veränderung ist da: „Ich hoffe, durch die Studie mehr Mut zu bekommen, andere neue Wege zu gehen und mich durchzusetzen“, sagt ein Schulleiter im Vorwort der Studie. Kurz: Schule soll aufs Leben vorbereiten! Was heißt das? Und welche unterstützenden Angebote gibt es? Hier kommen Antworten.

Die gute Nachricht vorweg: Wir haben das, was ihr sucht, liebe Schulen! Fertige Konzepte zum Runterladen und Loslegen, kostenlos und ohne Fußangeln. Praxisprojekte fördern Alltagskompetenzen besser, als Unterricht das jemals könnte. Auf www.das-macht-schule.net findest du alles, um Alltagskompetenzen mit spannenden Praxisprojekten zu vermitteln. – Aber nun erst mal zur Studie:

Kernaussage: Die Schule der Zukunft muss anders gedacht werden – da sind sich die Schulleitungen einig. Tabus gibt es dabei keine: Sogar der althergebrachte Fächerkanon ist für 82 Prozent nicht mehr zeitgemäß und soll grundlegend überarbeitet werden. Es gibt eine klare Tendenz zu einer stärkeren inhaltlichen und fächerübergreifenden Verflechtung von Unterrichtsinhalten. Jede zweite Schulleitung (51 Prozent) nennt projektorientiertes Arbeiten als Zielmodell, Wenn Schule in Zukunft mehr sein soll als eine reine Bildungsstätte, bedeutet das aus Sicht der Schulleitungen umfassende Veränderungen und auch mehr Autonomie und Gestaltungsfreiheit.

Jede zweite Schulleitung ist optimistisch

72 Prozent der Schulleitungen sind mit dem letzten Jahr unzufrieden, 52 Prozent blicken der Zukunft ihrer Schule optimistisch entgegen. Aber die Zukunft in die Hand zu nehmen, braucht Mut. Es reicht nicht, auf Lösungen von außen zu warten. Gute Schulen zeigen, wie sie auch im vorhandenen System Freiräume nutzen, nach Lücken suchen und sich verbessern. Dass das nötig ist, darüber scheinen sich alle einig. Dabei sind die Themen „Digitale Bildung und Mündigkeit“ (92 Prozent), „Gesundheit und Ernährung“ (90 Prozent), „Demokratielernen“ (88 Prozent) und Chancengleichheit (97 Prozent) im Fokus der Schulleitungen.

Wir haben immensen Nachholbedarf

So wie sich unser Leben ändert, muss sich auch Schule ändern. Alte Bildungsideale sind überholt, die Wissensvermittlung zu einseitig. Schule bereitet einfach nicht angemessen auf das Leben vor. Wichtige Skills wie kritisches Denken, Kreativität, Kommunikation und Kollaboration kommen zu kurz (vergleiche: OECD Lernkompass). Diese 4 K’s sind aber die Grundlage für den Erhalt demokratischer Werte und für nachhaltiges Handeln. Um sie zu vermitteln, braucht es Projekte. Die Kultusministerkonferenz (KMK) fordert schon lange mehr Teilhabe, Mitgestaltung, Kompetenz-Vermittlung und praktisches Demo­kra­tie­lernen an Schulen. Ebenso wie Arbeitgeber. Lernrückstände gab es während der Pandemie nicht nur bei der Wissensvermittlung. Die Vermittlung von sozialen und Handlungskompetenzen ist für zwei Jahre praktisch komplett ausgefallen. Es gibt großen Nachholbedarf.

„Jeder fünfte 15-jährige in Deutschland ist mit dem Lösen alltäglicher Probleme über­fordert.“

Die politischen Rahmenbedingungen sind geebnet

Die Forderung der KMK sind längst in die Schulgesetze der Länder übernommen worden. Lehr­pläne wurden so formuliert, dass Praxisprojekte möglich sind. Allerdings hapert es an der Umsetzung. Erfahrungslernen und Praxisprojekte sind oft Neuland. Wir brauchen Lehrkräfte, die Mut haben Neues zu wagen und Schulleitungen, die ihre Lehrkräfte ermutigen, Neues auszuprobieren. Die Förderung von Teilhabe in Praxisprojekten bringt einen ganz neuen Spirit in die Schule. Das macht Schule „leichter“. Für alle Beteiligten. Auch für die Lehrkräfte. Gegenseitige Unterstützungsstrukturen entstehen. Das hilft allen.

Die Schulleitung hat eine Schlüsselrolle

Oft glauben Lehrkräfte, sie hätten zu wenig Handlungsfreiräume und sie müssten erst die Schulleitung fragen. Und die wäre sowieso nicht einverstanden. Also fängt man gar nicht erst an. Aber mal ehrlich: Ist das nicht etwas bequem? Schule ist ein hierarchisches System. Schulleitungen sollten vorleben, dass man Mut haben darf, sollten Neues auszuprobieren und das Mantra „wir machen uns auf den Weg zu einer besseren Schule“ immer wieder vorsingen. 

Das Ziel: Macherqualitäten bei Schülern fördern

Wenn wir in einer Welt leben wollen, in der „fürs Leben lernen“ keine Floskel mehr ist, müssen wir Kindern und Jugendlichen ermöglichen, Eigeninitiative und Verantwortung zu übernehmen und Gemeinsinn zu üben.

Das kommt dann auch der Forderung von 51 Prozent der befragten Schulleitungen entgegen, mehr projektorientiert zu arbeiten. Allerdings: Die Zeit drängt. Denn der Faktor Zeit spielt in der Lebensphase „Schule“ eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu einer jungen Persönlichkeit.

„Wir müssen den Kindern und Jugendlichen jetzt Möglichkeiten geben, sich einzubringen und zu beteiligen.“

Praxisprojekte heißt: Kleine Anstöße große Wirkung. Werte festigen sich, Talente kristallisieren sich, wichtige Weichen werden gestellt. Schülerinnen und Schüler lernen Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen, entwickeln einen starken moralischen Kompass für die kritische Reflexion und Zusammenarbeit mit anderen und entwickeln Achtung für Werte und den Planeten. – Ist es nicht das, was Pädagogen letztendlich erreichen wollen? Ihre Schülerinnen und Schüler fit fürs Leben zu machen? Wenn wir das wirklich als unsere Kernaufgabe sehen, dann sollten wir jetzt nicht zögern, ins Tun zu kommen!

Angebote, die Alltagskompetenzen fördern

Praxisprojekte helfen Schülern beim Erkunden, Erleben, Erschaffen. Und sie beflügeln die Schulentwicklung, was wiederum der Schulleitung und den Lehrkräften hilft, Zeit zu sparen. Mehr dazu auf www.das-macht-schule.net/mehr-erfahren und in den Blogbeiträgen auf der Seite mit „Rezepten“ zum Nachmachen.

Für mehr „Digitale Bildung und Mündigkeit“ brauchst du Hardware. Auf der Seite www.das-macht-schule.net/gratis-it/auswahl findest du gute gebrauchte Hardware, die Unternehmen für Schulen spenden. Wenn du vom Digitalpack profitieren möchtest, findest du auf www.das-macht-schule.net/digitalpakt Konzepte zum „spicken“ und jede Menge Tipps für die Gestaltung digitaler Bildung.

Zum Thema „Gesundheit und Ernährung“ passen die Projektvorlagen „Sponsorenlauf“ und „Ess-AG“, die du auf www.das-macht-schule.net/hol-dir-unterstuetzung findest, sowie in der Ideen-Box www.das-macht-schule.net/ideen-box.

Handfeste Demokratie-Erfahrungen gibt es, wenn Schüler sich darüber abstimmen, wie zum Beispiel ihr Klassenraum gestaltet werden soll oder andere Teile des Lernumfeldes. Genauso, wenn Schüler bei der Organisation eines Sponsorenlaufes oder anderer Projekte in echter Partizipation beteiligt sind. Und Partizipation ist die Grundlage aller Projekte, die du auf www.das-macht-schule.net/hol-dir-unterstuetzung oder in der Ideen-Box www.das-macht-schule.net/ideen-box findest.

Was in der Studie fehlt, ist ein Topthema, nicht nur bei der Jugend: Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit – bzw. Umweltbildung. Hier findest du tolle Projekte wie zum Beispiel den  Nachhaltigkeitsladen (www.das-macht-schule.net/nachhaltigkeitsladen), die Schüler-Reparaturwerkstatt und noch mehr in der Ideen-Box www.das-macht-schule.net/ideen-box – vom Urban Gardening über die Umweltscouts und die plastikfreie Schule.

Zu einem echten Renner hat sich das „E-Waste Race“ (www.das-macht-schule.net/e-waste-race) entwickelt, das inzwischen in vielen Städten Deutschlands erfolgreich angelaufen ist. In dem Projekt zur Umweltbildung treten jeweils zehn Schulen an und sammeln vier Wochen lang Elektroschrott im Wettbewerb. Die Besten bekommen einen Schulausflug.

Bei Fragen steht das Das macht Schule-Team gern zur Verfügung: 040 609 409 99 oder über den Chat auf der Website.

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