fbpx

15 Klassenspiele mit Abstand

Seit Wochen arbeiten Schüler und Schülerinnen, Lehrer und Lehrerinnen, ja die gesamte Schule von zuhause aus. Da ist es nicht leicht das Gemeinschaftsgefühl aufrechtzuerhalten – denn so oft man sich auch per Video sieht, ein Stück weit getrennt ist man dann doch. Und gerade deswegen ist es wichtig mit den Schulöffnungen noch mal mehr auf das Thema Beziehungsarbeit in der Schule zu schauen und sich damit zu beschäftigen. Gemeinsam! Wie gut ist unsere Klassengemeinschaft bereits? Wie können wir sie verbessern? Was wünschen wir uns als Schülerinnen und Schüler, als Lehrerinnen und Lehrer?

Sich diese Fragen als Klasse überhaupt zu stellen, ist ein wichtiger Schritt hin zu Schule als einem Ort, an dem sich alle wohlfühlen.

Und genau deshalb haben wir hier ein paar Ideen und Anregungen für dich, wie Beziehungsarbeit nach dem Lockdown aussehen kann – mit kleinen Spielen (für die erste bis sechste Klasse) oder einem großen Klassenprojekt (schaue dafür gerne hier)!

Ein gemeinsames Visionboard gestalten:

Lange hat man sich nicht gesehen, auf vieles hat man gewartet. Worauf freuen wir uns, was haben wir an der Schule vermisst, was wünschen wir uns für die nächste Zeit? Mit der Gestaltung eines gemeinsamen Visionboards, werden eure Wünsche und Ideen greifbar.

  • Jedes Kind bringt Bilder, Zeichnungen, Geschriebenes etc. mit, dass seine Gedanken zu den obigen Fragen verbildlicht
  • Gegenseitiges Vorstellen des Mitgebrachten in der Klasse und anschließendes Aufkleben auf ein Plakat
  • Das Plakat wird aufgehängt und die Klasse sieht täglich, was sie verbindet und auf was sie sich freuen etc.
  • Mündliche Reflektion des Plakats in der Klasse, was ist als Ergebnis herausgekommen? Was nimmt man aus dem Prozess mit? Gibt es bestimmte Dinge, die deutlich geworden sind?

Komplimente verteilen:

Komplimente bekommt jeder gerne! Sie lösen ein positives Gefühl aus und sind deswegen ideal, um sich gegenseitig in Erinnerung zu rufen, wie gern man sich hat.

  • Jeder bastelt sich aus Pappe eine kleine Schatzkiste.
  • Zunächst beschreibt man vier Zettel mit Eigenschaften, die man an sich selbst schätzt (Beispiel: ich schätze an mir, dass ich…/Ich bin stolz auf mich, weil…)
  • Danach schreiben sich die Schüler und Schülerinnen in Vierergruppen gegenseitig Zettel mit Eigenschaften, die sie am Anderen schätzen (Ich finde an Nico toll, dass…)
  • So hat jeder am Ende vier Zettel von Mitschülern und Mitschülerinnen in seiner Schatzkiste
  • Die Schatzkiste kann mit nach Hause genommen und herausgeholt werden, wenn das Kind eine Portion Selbstbewusstsein oder Motivation braucht.

Das Wort Klassengemeinschaft ist ein abstrakter Begriff, aber was verbirgt sich dahinter, woran denken Schülerinnen und Schüler, wenn sie das Wort hören?

 

Um das herauszufinden gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten:

Denkmal zum Thema Klassengemeinschaft:

Jeder baut/bastelt/malt ein Denkmal (Zeichnung/Skulptur/kleine Installation) zum Thema Klassengemeinschaft, wie sieht diese für ihn konkret aus? Dazu kann jedes Kind eine kleine Beschreibung des Kunstwerks schreiben: was ist zu sehen, was habe ich mir dabei gedacht?

Vorstellungsrunde am Ende mit Museumsrundgang durch die Klasse. Anschließende Reflektion der Denkmäler in der Klasse. Wie wird die Klassengemeinschaft wahrgenommen, wo sehen die Schüler und Schülerinnen Verbesserungsbedarf?

Klassenpuzzle:

Jeder gestaltet ein Puzzleteil, was sind Deine Stärken oder wie sieht eine gute Klassengemeinschaft aus? Am Ende wird das Puzzle zusammengesteckt und aufgehängt. Es verbildlicht den Zusammenhalt der Klasse – jeder ist ein wichtiger Teil der Gemeinschaft, der diese vervollständigt.

Klassengemeinschafts-Café:

Gemeinsame Gesprächsrunde online mit etwas Leckerem zu Essen: Stimmungsbild, was läuft in unserer Klasse gerade gut/nicht so gut, wo fühlt man sich wohl/unwohl? Was kann zu einer Lösung beitragen?

Doch durch den Wechselunterricht ist es meist nicht die ganze Klasse, die gemeinsam im Klassenraum sitzt. Um mit allen in Kontakt zu bleiben, ist der Stille Briefkasten eine gute Möglichkeit.

  • Gestaltet eine eigene Klassenpost mit einem Briefkasten mit unterschiedlichen Fächern (Absender, Empfänger…). Stifte und Papier bereitlegen. Morgens kann der Briefkasten geleert werden und die Nachrichten von den Mitschülern und Mitschülerinnen vorgelesen werden.

Doch manchmal reicht auch schon ein kurzes Spiel, um die Motivation oben zu halten und gemeinsam Spaß zu haben. Vielleicht ist hier eine Idee für Dich dabei:

Stille Reaktion: Alle Kinder sitzen an ihrem Platz. Ohne miteinander zu sprechen müssen die Anweisungen der Lehrerin, des Lehrers ausgeführt werden: ,,Es stehen 5 Kinder.“, ,,Alle Kinder sitzen bis auf 2.“ Schafft es die Klasse die Anweisungen korrekt auszuführen, bekommen sie einen Klassenpunkt. Stehen zu viele oder zu wenige Kinder auf, so verliert die Klasse wieder einen Punkt. Sobald die Klasse acht Punkte hat, hat sie das Ziel erreicht (sobald die Klasse zu gut wird, kann das Ganze auf 10, 11… Punkte ausgebaut werden.

Pantomimische Post: Alle Kinder haben die Augen zu. Ein Kind überlegt sich ein Wort oder eine Handlung und stellt diese pantomimisch dar. Es sucht sich ein Kind aus und fordert es auf, die Augen zu öffnen. Dann zeigt es die ausgedachte Bewegung und schließt die Augen. Das andere Kind sucht sich wieder ein Kind aus und gibt die Bewegung weiter, die es sich gemerkt hat. Das letzte Kind muss erraten, welches Wort gemeint ist.

Wer bin ich: Zwei Kinder stehen vorne und der Rest der Klasse überlegt sich geheim, wessen Identität aus der Klasse die Beiden annehmen sollen (eine Identität pro Kind). Die Kinder dürfen nun nur Fragen stellen, die mit ja oder nein zu beantworten sind. Lautet die Antwort ja, dürfen sie noch eine Frage stellen, lautet die Antwort nein, ist das andere Kind dran. Die Kinder dürfen so lange Fragen stellen, bis sie erraten haben, wer sie sind.

Eine Geschichte schreiben: Ein Kind aus der Klasse beginnt eine Geschichte zu erzählen. Nach zwei bis drei Sätzen ist das nächste Kind an der Reihe die Geschichte weiterzuerzählen. Die Lehrkraft schreibt das Gesagte mit. Es entsteht eine lustige Geschichte, die am Ende vorgelesen werden kann.

Traumreise: Mit einer Traumreise kann die gesamte Klasse kurz in eine andere Welt eintauchen. Die Lehrkraft, aber auch eine Schülerin oder ein Schüler denkt sich eine schöne Geschichte aus und erzählt sie vor der Klasse. Alle haben die Augen zu, um wirklich träumen zu können. Es kann ein tolles Erlebnis beschrieben werden, was man sich für die Klasse wünscht, ein schöner Ort, ein besonderes Gefühl, eine kleine Geschichte oder eine Erinnerung.

Es gibt auch viele schöne Traumreisen im Internet, schau doch mal hier!

Und falls du dich fragst wozu Traumreisen generell gut sind, schaue hier.

,,Gedanken lesen“: Alle Kinder stehen auf. Ohne miteinander zu sprechen zählen die Schüler und Schülerinnen von 1-20 (bei 30 Kindern bis 30). Ein Kind entscheidet sich also ,,eins“ zu sagen, ein weiteres dazu ,,zwei“ zu sagen, so zählt die Klasse Stück für Stück, bis jeder eine Zahl gesagt hat. Wer schon eine Zahl genannt hat, muss sich setzen und ist für die Runde fertig. Sagen mehrere Personen die gleiche Zahl, muss von vorne angefangen werden. Das Ganze kann auch mit drei „Jokern“ gespielt werden, sodass die Klasse auch bei Fehlern weiterspielen kann.

Labyrinth: Baut gemeinsam einen Parcours auf dem Schulhof. Einem Kind werden die Augen verbunden. Durch gezielte Anweisungen navigiert die Klasse das Kind durch den Parcours. Auch gut in Kleingruppen umsetzbar!

Menschen-Memory: Zwei Kinder sind Sucher und verlassen den Raum. Der Rest findet sich in Pärchen zusammen und überlegt sich jeweils zu zweit eine Bewegung. Dann verteilen sich die Kinder durchmischt im Raum. Die Sucher kommen herein und müssen gemeinsam alle Pärchen finden. Wählt ein Sucher ein Kind aus, muss dieses seine vorher überlegte Bewegung ausführen. Hat der Sucher ein Pärchen gefunden, darf er weiterraten, falls nicht sind der Mitspieler oder die Mitspielerin an der Reihe.

Museumwärter: Alle Kinder stehen oder sitzen in einer bestimmten Pose (die sie sich vorher einzeln überlegen) in der Klasse. Ein Kind ist Museumswärter. Es prägt sich den Raum und die Posen genau ein und verlässt dann den Raum. Ein Kind ändert seine Pose leicht/zwei Kinder tauschen den Platz/ein Kind hat plötzlich einen Gegenstand in der Hand. Der Museumwärter betritt den Raum und muss den Schwindler entlarven.

Einige der Spielideen und viele weitere findest du unter: https://ideenreise-blog.de/2020/05/spiele-ohne-koerperkontakt-spielekartei.html

Gratis E-Book

Weitere Projektideen für zuhause oder mit entsprechendem Abstand gibt es in unserem kostenlosen E-Book „Corona – Praxisprojekte gehen trotzdem“.

 

Jetzt runterladen und inspirieren lassen!

Übrigens...

…all diese Ideen setzen natürlich voraus, dass Zugriff auf ein internetfähiges Gerät – am besten größer als ein Smartphone – besteht. Das ist leider nicht überall der Fall. Wenn eure Schule kostenlos gebrauchte Hardware von Unternehmen als Spende erhalten möchte, bitte hier entlang: www.das-macht-schule.net/hardware-auswahl

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Frische Ideen

Sign up und du bekommst 1x im Monat wertvolle Anregungen & Infos für Praxisprojekte an deiner Schule.

* Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere, dass meine Daten im Newsletterdienst Cleverreach gespeichert werden.