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Als Lehrer die Freude zurückgewinnen

Als Lehrer die Freude zurückgewinnen

Corona zwingt uns Erfahrungen zu machen, die wir gar nicht machen wollten. Wie können wir das nutzen? Nimm dir eine schöne Tasse Kaffee und gestatte deinem Geist die Fernbedienung deines Lebens in die Hand zu nehmen und auf einen anderen Kanal umzuschalten. – Eine kleine Gedankenreise mit dem Ziel: Mehr Freude!

Wieder ein Küchentisch voller Arbeitsblätter und die Schulen sind dicht. Lehrer, Unterricht, Schulfreunde: Das alles ist nicht mehr so, wie es einmal war. Home-Learning ist eine enorme Herausforderung – für alle. Denn Lehrer sind auch wichtige Bezugspersonen – gerade jetzt. Aber die haben selber Stress. Was vorher schon im Unterricht schwierig war, verschärft sich jetzt. Unterricht, Elterngespräche, Homeschooling, das alles müssen Lehrer jetzt unter einen Hut bringen. Da nützt es wenig, sich als Alltagsheld zu sehen. Vielen geht es einfach schlecht. Sie haben die Nase voll. Die Freude ist weg. Und wir fragen uns zu Recht: Wie viel Freude war eigentlich vor Corona da? Lass uns mal etwas tiefer graben, warum wir uns so fühlen, wie wir uns fühlen, und wie wir das ändern können.

Woher kommt es eigentlich, wie es uns geht?

Wie wir uns fühlen? Bin ich Opfer von dem, was um mich herum passiert oder Akteur? Wie kann es sein, dass sich eine Person über eine Sache freuen kann, während sich eine andere darüber ärgert? Wo findet die Welt eigentlich statt? Wo findet das statt, wie ich mich fühle? Da draußen, vor meinen Augen oder da drinnen, zwischen meinen Ohren? Lass uns das mal genauer untersuchen:

Ist das Virus schuld?

Natürlich schauen wir nach den Schuldigen für unser Jammertal: COVID-19, die Kultusminister, die Versäumnisse in der Bildungspolitik, die fehlende Digitalisierung und Ausstattung der Schulen, der Lehrermangel, vielleicht auch das Kollegium, die Eltern, die Schüler … aber wenn wir auch nur einen Augenblick darüber nachdenken erkennen wir: Das bringt uns nicht weiter. Bestenfalls erzeugt es das Gefühl, das ein Lamm haben muss, wenn es seinem Schlachter gegenübersteht: Ohnmacht. Ich will dir zeigen, wie du dieses alles lähmende Gefühl der Ohnmacht besiegen kannst. Denn was dich wirklich fertig macht ist nicht eins der Dinge, die wir als mögliche Ursachen identifizieren, sondern das Gefühl, dass die Situation in uns hinterlässt.

Sich ärgern macht die Sache nur noch ärger

Nicht einmal sich zu ärgern, bringt uns weiter. Im Gegenteil. Wenn dein Geist im Zustand des sich Ärgerns gefangen ist, ist alles dafür blockiert kreative Lösungen zu finden. Ein Teufelskreis. Lass uns den durchbrechen. Ich führe mir immer vor Augen: Wenn es etwas gibt, was mich ärgerlich macht, dass ich aber nicht ändern kann, warum sich dann ärgern? Und wenn es etwas gibt, was mich ärgert, aber ich könnte etwas ändern, warum sich dann ärgern?

Die Mutter der Probleme - sich untreu werden

Solange du als Lehrer versuchst, Lehrplänen gerecht zu werden und Notendurchschnitte aufgrund dieser Lehrpläne zu erzielen, die einem Vergleich standhalten, solange wirst du in deinen Problemen gefangen bleiben, die du als Lehrer hast. Erst wenn du dich vom Dompteur zum Coach entwickelst und versuchst dem natürlichen Streben deiner Schüler die Welt und wie sie funktioniert, zu begreifen und zu meistern, erst dann wirst du Erfüllung in deinem Beruf finden und die Probleme, die du heute hast, werden nicht mehr dein Leben regieren. How can you do this shift?

Warum bist du Lehrer* geworden?

Überlege, warum du Lehrer geworden bist und was du jetzt tatsächlich machst. Bist du dir treu geblieben? Was geschieht, wenn du zu dir und deiner ursprünglichen Intention zurück kehrst? Ich sage dir, es wird dich so stärken, dass du Wege findest, wie es andere (und Margret Rasfeld ist da nicht die Einzige) schon gefunden haben und du wirst nicht mehr wie ein Stein sein, sondern wie Wasser, dass alles umfließt und seinen bestimmungsgemäßen Weg findet.

Komm zurück in deine Kraft

Was können andere wie zum Beispiel Das macht Schule dabei tun, habe ich mich gefragt? Dich ermutigen ist das Einzige, was mir einfällt. Was fällt dir noch ein? Was brauchst du von uns? Was können wir noch für dich tun? Schreib das gern, zum Beispiel unten im Kommentar. Mein Tipp ist, folge den Lehrplänen aber verliere nicht dein obersten Ziel (Schüler aufs Leben vorzubereiten) aus den Augen. Bleib dir treu. Alles andere wird sich finden. Finde die Lücken, sei wie Wasser, sei nicht träge, so kommst du wieder in deine Kraft. Erst recht jetzt, mit Distanz-Unterricht.

Bleib bei deinem "Big Picture"

Wenn dir wie auch deinen Schülern Nähe fehlt, dann fokussiere auf Nähe. Verwende nicht einmal das Wort „Distanz-Unterricht“. Wenn du Nähe möchtest, gib Nähe. Freue dich darüber, besonders wenn du abends einschläfst. Das aktiviert über Nacht Kräfte in dir, dass dir das Gleiche morgen noch leichter fällt. Verknüpfe das mit deinem „Big Picture“, Schüler aufs Leben vorzubereiten.

Dieser Mind Shift wird dir helfen aus dem Jammertal aufzutauchen und wieder in deine Kraft zu kommen. Hast du Fragen dazu? Dann stelle sie hier, ich will gern versuchen sie zu beantworten.

Wie du den "Mind Shift" verankern kannst

Eine schöne Möglichkeit den Mind Shift dafür, wie du deinen Tag morgen erleben wirst, heute in dir zu verankern, habe ich hier gefunden. Eine großartige 20-Minütige geistige Einkehr, um seinen Geist für ein besseren Morgen zu programmieren. Eine geistige Übung, die du täglich wiederholen kannst. Sozusagen Futter, um den Teufelskreis auf magische Weise in einen Engelskreis zu überführen. Diese geistige Konzentrationsübung nennt man Meditation und ich habe hier eine schöne 20-Minuten-Einführung, in der du das einmal konkret ausprobieren kannst.

Was uns von dem Lamm, das vor seinem Schlachter steht, unterscheidet, ist: Wir haben die Wahl, wie es weitergeht. Nimm also die Fernbedienung deines Lebens in die Hand und Zapp auf den richtigen Kanal. – Da, wo Lämmer entscheiden, wie es weitergeht.

Klingt zu gut, um wahr zu sein. Stimmt. Aber wer ist es denn, der die Wahrheit erschafft? Diese Krise ist auch eine Chance – für Schule und für uns persönlich. Packen wir sie!

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PS: Falls du neugierig auf alle 3 Videos zum Thema Meditation sein solltest, findest du diese hier beim Asian Classics Institute ACI DACH, die dieses Video freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben.

* Wegen der besseren Lesbarkeit bin ich beim etablierten Begriff „Lehrer“ geblieben. Aber alles gilt natürlich für Lehrerinnen genauso.
Bernd Gebert

Bernd Gebert

Gründer & Vorstand

Hat 2006 Das macht Schule gegründet und wurde von der internat. Organisation Ashoka als einer der führenden Social Entrepreneurs ausgezeichnet.

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