Vanessa und ihr Projekt „Plastik-Fasten“

Vanessa ist erst zehn, aber schon eine ganz große Umweltschützerin. Sie will die Welt von Plastik befreien. In ihrem Dorf hat sie damit schon mal angefangen. Gemeinsam mit anderen Kindern und ein paar Erwachsenen sammelte sie die gelben Säcke und türmte sie vor dem Gemeindehaus auf. Zusätzlich verteilte sie ihre kleine Info-Broschüre zum Plastikvermeiden und wiederholte die Aktion nach vier Wochen. Das Resultat: deutlich weniger Plastikmüll und eine positive Resonanz der meisten Dorfbewohner. Dafür wurde sie mit dem „Grünen Junior-Engel“ für beispielhaftes Engagement beim Vermeiden von Plastikmüll vom bayerischen Umweltminister ausgezeichnet und kam ins Fernsehen. – Nun will Vanessa alle Kinder mit ihrer Vision anstecken.

„Little Superwoman“ nennen wir sie bei Das macht Schule. Wir helfen gern, dass Vanessas Projekt Schule machen kann: Die Welt von unnötigem Plastikmüll zu befreien. Und tatsächlich sammelt sich nirgendwo sonst in Europa so viel Plastikmüll, wie in Deutschland: 220 Kilo pro Einwohner und Jahr! Unsere Ozeane versinken im Plastikmüll. Es ist sogar in unseren Haaren, als Mikroplastik aus unserem Shampoo. Vor allem sind es die Tiere, die Vanessa leid tun. „Delfine und Schildkröten fressen das Plastik, weil sie es für Futter halten.“ Tatsächlich sterben jedes Jahr etwa 100 000 Meeressäuger und eine Million Vögel qualvoll an den Folgen von Kunststoff.

„Ich habe alle  aufgefordert, so wenig Plastikprodukte zu kaufen wie nur möglich“

Müll vermeiden statt recyceln ist die effektivste Strategie der Abfallwirtschaft. Also zum Beispiel alles zu vermeiden, was in Plastik eingepackt ist – vom Mineralwasser bis zu den Paprika im Supermarkt. Immer mehr sogenannte Unverpackt-Läden eröffnen in  Deutschland. Jeder kann diesen Trend unterstützen indem er sich bewusst verhält. Die von Vanessa selbst geschriebene kleine Broschüre zum Plastikvermeiden gibt Anregungen und Tipps.

Plastik-Fasten nennt Vanessa ihre Aktion, mit der jeder selbst ausprobieren kann, wie er einen positiven Beitrag für die Umwelt leisten kann. In einer Zeit, in der fast alles mit Kunststoff
verpackt ist, ist das Plastik-Fasten gar nicht so einfach. Ähnlich wie bei einer Diät zum Abnehmen muss man sich erst dran gewöhnen. Hat man sich aber erst einmal umgestellt, ist es gar nicht mehr so schwer.

„Ohne einen ersten guten Schritt gibt es auch kein gutes Ende.“

Gemeinsam mit ihrer Mutter stellt Little Superwomen Vanessa mittlerweile Spülmittel und Seife selbst her. In ihrem Kinderzimmer liegt außerdem ein handgeschriebener Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Ohne einen ersten guten Schritt gibt es auch kein gutes Ende“, schreibt Vanessa darin. „Ich weiß, dass Angela Merkel viel zu tun hat, aber unsere Erde ist wichtig und viele Menschen denken nur an sich selbst.“

Wir finden, das ist eine schöne Idee für ein Praxisprojekt an der Schule.

Sicher hast du eigene Ideen, wie man so ein Projekt gestalten kann – für ein Dorf, ein Stadtteil oder die Straßenzüge rund um die Schule. Man muss nicht unbedingt alle gelben Säcke vors Rathaus tragen. Eine Idee wäre, beispielsweise dass jeder aus der Klasse (oder Schule) zu Hause den gelben Sack vor dem Plastik-Fasten wiegt, und dann danach. Als Grundlage für eine eigene Broschüre zum Plastikvermeiden kannst du die von Vanessa verwenden und mit eigenen Ideen ergänzen. – Auf welche weiteren Ideen bringt dich das?

Jede Klassengemeinschaft oder AG kann zu Supermen & Superwomen werden und beim Kampf gegen die Plastikflut helfen. Wir unterstützen dich dabei! Teilt eure Projektidee als Klima AG oder freies Projekt auf unserer Website, gern mit Fotos und Videos. Wir sind schon gespannt. Und vielleicht gehört euer Projekt schon bald zu denen, die von uns ausgezeichnet werden.

Und nur noch so ein Gedanke …
Wer weiß, vielleicht startet hier gerade so etwas Großartiges, wie die Initiative des damals neunjährigen Schülers Felix Finkenbeiner, der mit seiner Vision, Kinder in jedem Land könnten eine Million Bäume pflanzen, die Plant-for-the-Planet-Bewegung in Deutschland ins Rollen brachte – und ihr seid mit dabei.

2 Antworten zu “Vanessa und ihr Projekt „Plastik-Fasten“”

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