Virtuelles Klassenzimmer – datensicher!

Virtuelles Klassenzimmer

Viele Lösungen erfordern eine Registrierung bei US-Anbietern und das ist dann oft nicht Datenschutz-konform. Eine sichere Alternative stellt die LimTec GmbH aus Augsburg mit dem virtuellen Klassenzimmer zur Verfügung. Das Tool läuft direkt im Browser, braucht keine Vorkenntnisse, ist datensicher, einfach intuitiv zu bedienen und komplett gratis. Wie bitte geht das, haben wir gefragt, und was bringt das Tool? – Hier die Antwort:

Auf unsere Frage antwortete Patrick Noack, Geschäftsführer der LimTec GmbH aus Augsburg: Wir haben viele Lehrer im Freundes- und Bekanntenkreis und konnten daher live mitverfolgen, wie die Lehrer erste Gehversuche mit etablierten Videokonferenz-Lösungen wagen. Als kleineres IT-Unternehmen sehen wir es mit Sorge, wenn die IT-Infrastruktur zunehmend auf einige wenige amerikanische Großkonzerne ausgelagert wird, vor allem wenn Schüler dazu „gezwungen“ werden, sich zu registrieren und dadurch sehr früh an die Anbieter gebunden werden. Wir haben überlegt, wie wir uns in der Krisenzeit nützlich machen können und daraufhin ein kostenloses virtuelles Onlineklassenzimmer entwickelt. Da wir bereits an der Umsetzung verschiedener eLearning-Projekte beteiligt waren, konnten wir in relativ kurzer Zeit eine lauffähige Version auf die Beine stellen und diese zusammen mit einigen Schulen testen und weiter verbessern.

Wir stellen das Tool kostenlos zur Verfügung und wir möchten dies auch so beibehalten. Wir bieten darüber hinaus Schulen und anderen Organisationen eine speziell auf die jeweilige Schule angepasste Variante mit eigenem Layout, eigener Domain und für die jeweilige Organisation angepasste Konfiguration sowie ggf. Integration in die eigene Lernumgebung an. Wir setzen auf Skalierungseffekte: Mit einer attraktiven kostenlosen Version können wir hohe Nutzerzahlen erreichen. Mit höheren Nutzerzahlen sinken wiederum effektiv die Betriebskosten pro Nutzer. Der Anteil derer, die eine Individualinstallation bevorzugen wird aber ungefähr gleich bleiben. Da wir finanziell gut aufgestellt sind, betrachten wir das als langfristiges Investment und sind nicht darauf angewiesen, mit dem Tool schnell einen Gewinn zu erzielen.

Whow, danke Herr Noack. Das war verständlich.

Und wozu genau dient das Tool?

Während der Schulschließungen arbeiten Lehrerkräfte mit diversen Online-Umgebungen, um den Unterricht weiter durchführen zu können. Die meisten Lösungen verlangen eine Registrierung bei verschiedenen US-Anbietern, was im Hinblick auf das Datenschutzrecht und die Privatsphäre der Schülerinnen und Schüler problematisch ist. Das virtuelle Klassenzimmer kann eine für Lehrkräfte und Schulen kostenlose, sichere und funktionale Alternative sein. Basierend auf verschiedenen Open-Source-Projekten wurde ein „virtuelles Klassenzimmer“ entwickelt, mit dem die Lehrerkräfte ohne Vorkenntnisse oder zusätzliche Programme direkt im Webbrowser online unterrichten können.

Das Prinzip ist simpel. Der Unterrichtende eröffnet einen virtuellen Klassenraum und erhält einen Link, mit dem er Teilnehmende einladen kann. Durch Anklicken dieses Links kann der Unterrichtsraum „betreten“ werden und folgende Funktionen stehen dann zur Verfügung:

  • Audio/Video-Konferenz
  • Bildschirm teilen
  • gemeinsam in einem Dokument schreiben
  • gemeinsam auf der Tafel malen
  • Präsentationen zeigen und gemeinsam kommentieren
  • Dateien austauschen
  • externe Lehrmaterialien einbinden

Ideal um Praxisprojekte online vorzubereiten

Im Grunde genommen ist das virtuelle Klassenzimmer ein online Meeting-Raum. So lässt es sich auch großartig dafür nutzen, um Praxisprojekte wie zum Beispiel einen Sponsorenlauf, eine Klassenzimmer-Renovierung oder anderes während der Zeit vorzubereiten, in der noch nicht alle wieder in der Schule sind. Ebenso kann beispielsweise das Organisationsteam für den nächsten Sponsorenlauf diesen Meetingsraum nutzen, um seine Aktivitäten vorzubereiten und abzustimmen. Das bringt schnell auf die Idee, dass auch Lehrkräfte dies für Abstimmungen untereinander und für Konferenzen nutzen können. Man könnte direkt auf die Idee kommen, dass dieses Instrument auch ohne Corona-Einschränkungen hervorragend beispielsweise zur Organisation eines FreiDay oder für jede Art der Teilhabe geeignet ist.

Es ist keine Registrierung erforderlich und die Daten lassen sich nach dem Ende einer Sitzung mit sofortiger Wirkung wieder löschen. Die Server stehen in Deutschland (München-Unterschleissheim) und das Rechenzentrum ist nach der Norm ISO-27001 zertifiziert. Dein virtuelles Klassenzimmer findest du unter https://klassenzimmer.meetzi.de

Antwort auf kritische Fragen...

Wir haben natürlich mal rumgefragt, was Lehrkräfte davon halten und ob es Fragen gibt. Hier ein paar Fragen und die Antworten dazu:

Frage: Was ist der Vorteil gegenüber dem Tool was wir bereits erfolgreich an unserer Schule nutzen (in dem Fall IServ)? Antwort: Das virtuelle Klassenzimmer ist für einen Online-Präsenzunterricht ausgelegt, im Vordergrund steht die direkte Audio/Video-Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern und das gleichzeitige Arbeiten auf Tafel und Editor. Das Tool läuft direkt im Browser (die meisten Tools, die Audio/Video-Konferenzen erlauben erfordern die Installation eines Client-Programms) und kann anonym und ohne Registrierung genutzt werden. Außerdem läuft es in Deutschland, ist sehr einfach zu bedienen, so dass die Einstiegshürden für Lehrkräfte und Schüler geringer sind, als bei vielen anderen Produkten.

Frage: Kann man dieses Tool wirklich mit allen Geräten nutzen, selbst den ältesten Handys und PCs (denn viele unserer Schüler haben nur sehr veraltete Betriebssysteme oder Android-Versionen)? Antwort: Leider nein, denn um mehrere Videostreams parallel darzustellen, braucht es ausreichende Leistung. Der Browser muss aktuell sein, da die Audio/Video-Kommunikation auf dem WebRTC-Standard basiert, der erst in den letzten Jahren in die verschiedenen Browser integriert wurde (Internet Explorer lässt sich beispielsweise nicht nutzen – Tipps dazu auf der Einstiegsseite für das virtuelle Klassenzimmer). Die meisten Browser aktualisieren sich inzwischen automatisch, so dass der Anteil der Browser ohne WebRTC-Unterstützung verschwindend gering ist. Die große Mehrheit der Endgeräte verfügt daher über einen modernen Browser und auch Mittelklasse-Smartphones sind inzwischen recht leistungsfähig. In jedem Haushalt findet sich in der Regel mindestens ein Endgerät, auf dem sich das Tool nutzen lässt.

Frage: Werden Nutzer auch wirklich nicht nach kostenpflichtigen Updates gefragt, wo das Risiko besteht, dass ein Schüler das versehentlich dazu bucht (oder denkt, man könne ein Feature nutzen und dann kommt die Ernüchterung)? Antwort: Definitiv nicht!

Frage: Warum empfiehlt Das macht Schule das? Wird das bezahlt? Antwort: Nein, wir machen das nur, um Lehrkräften zu helfen, es leichter zu haben und Gutes für die Lernenden zu tun.

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