KiKA-Studie für gutes Schulleben

KiKA Studie

Kinder gehen gerne zur Schule! Für sie ist Schule ein Ort für soziale Begegnungen, sie freuen sich auf Freund und Freundin, Mitschüler und Lehrer, so fasst Dr. Astrid Plenk (Programmgeschäftsführerin des Kinderkanals von ARD und ZDF) das Ergebnis der Studie zusammen. „Das bedeutet aber auch, dass sie sich dort wohlfühlen möchten und einbringen wollen. Und das ist leider nicht immer der Fall. Ob Gebäude- oder Ausstattungsmängel, fehlende Mitwirkungsangebote oder zu früher Schulbeginn: Schule darf sich nach der Meinung der Kinder in diesen Bereichen verändern, um ein Ort zu bleiben, an dem man lange motiviert lernt und lebt.“ – Hier eine Zusammenfassung.

Kinder in Deutschland gehen gerne zur Schule und wünschen sich mehr Mitsprache, schreibt der KiKA in seiner Presseinfo zur neuen Studie.  Unter anderem wünschen sich die Kinder mehr Mitbestimmung, zum Beispiel bei der Gestaltung des Klassenraums. Das ist eine großartige Gelegenheit für Teilhabe und praktisches Demokratielernen. Praktische Projektvorlagen, Ideen & Tipps zur Klassenraum- oder Cafeteria-Gestaltung gibt’s bei Das macht Schule. Praxisprojekte bieten Raum zum Ausprobieren und Scheitern, ohne gleich schlechte Noten fürchten zu müssen: Erfahrungslernen – eigentlich die kindgerechteste Art zu lernen.

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Hohe Zufriedenheit der Kinder

Tatsächlich sagen 80 % der Erst- bis Sechstklässler*innen, dass sie „gerne“ bzw. „sehr gerne“ zur Schule gehen. Besonders freuen sie sich auf Freund*innen (96 %) und den Unterricht (75 %). Mit steigender Klassenstufe sinken die Zufriedenheitswerte von rund 90 % in der 1. und 2. Klasse auf durchschnittlich 73 % in der 5. und 6. Klasse. 5 % der Kinder gehen allerdings „nicht gerne“ oder „überhaupt nicht gerne“ zur Schule. Die höchste Zufriedenheit zeigt sich in Bremen, Thüringen und dem Saarland, die geringste in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt.

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Wunsch nach Mitsprache

Kinder wünschen sich mehr Beteiligungsmöglichkeiten und Mitspracherechte in der Schule, zum Beispiel bei der Klassensprecher*innen-Wahl (94 %), der Gestaltung des Klassenraums (90 %) oder wofür das Geld der Klassenkasse verwendet werden soll (86 %). 65 % der Kinder möchten bei der Gestaltung des Unterrichts mitreden dürfen.

Wunsch nach späterem Unterrichtsbeginn

Die Kinder wurden gefragt, wann ihrer Meinung nach der Unterricht beginnen soll: 98 % der Erst- bis Sechstklässler*innen gaben eine konkrete Uhrzeit an. Ihre durchschnittliche Wunschuhrzeit für den Unterrichtsbeginn ist 8:40 Uhr.

Wunsch nach besserer Ausstattung der Schulen und Schulhöfe

Auf die Frage: „Was könnte man an deiner Schule besser machen?“ antworteten mehr als zwei Drittel (68 %) der Kinder, sie wünschen sich eine „schönere“ Ausstattung ihrer Schule, einen attraktiveren Pausenhof mit Spielmöglichkeiten, „bessere“ Klassenräume und renovierte Toiletten.

Fazit von Das macht Schule

Die Ergebnisse zeigen eine Chance für Lehrkräfte auf: Wenn man dem Wunsch der Kinder folgt und sie an der Gestaltung des Klassenzimmer teilhaben lässt, kann man ganz einfach ihre Motivation verbessern. Die vorhandene Energie der Kinder zu nutzen, macht das Ganze einfach und ermöglicht den Kindern eine einzigartige Selbstwirksamkeitserfahrung, das Erleben echter Partizipation und praktisches Demokratieerleben. — Bei allen Fragen helfen wir gern.

Die Zusammenfassungen der Studienergebnisse sind aus der Pressemeldung zu den Ergebnissen der Exklusivbefragung zum KiKA-Themenschwerpunkt 2019 „Respekt für meine Rechte! Schule leben!“ entnommen. Die komplette und anschaulich aufbereitete Studie gibt’s hier zum Runterladen als PDF.

Fotos: KiKA

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