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Wie Kinder vom Unterwegssein profitieren

Klassenfahrt

Lange Zeit war Corona der Grund, warum viele Reisen storniert oder gar nicht erst geplant wurden. Auch Klassenfahrten. Nach einer gefühlten Ewigkeit darf aber wieder über den Tellerrand geschaut werden! Für Kinder ist das Reisen mindestens genauso spannend wie für Erwachsene – wenn nicht sogar aufregender. Schließlich sind Kinder von Grund auf neugierig und wollen die Welt um sich herum entdecken. Hier verraten wir euch, was eure Schülerinnen und Schüler unterwegs lernen können. Reisen…

…erweitert den Horizont

Für die meisten Kinder ist die Welt, in der sie sich täglich bewegen, ziemlich klein. Das ist auch in Ordnung so und wirkt sich nicht negativ auf ihre Entwicklung aus. Und doch tut es jungen Menschen einfach gut, wenn sie hin und wieder die Möglichkeit bekommen, ihre Komfortzone zu verlassen. Denn: Reisen erweitert den Blickwinkel.

Warum ist das so? Ganz einfach! Indem Schülerinnen und Schüler unbekannte Gerichte ausprobieren, neue Landschaften und Städte entdecken, in fremde Kulturen eintauchen und neue Bekanntschaften machen, sammeln sie viele wertvolle Eindrücke und Erfahrungen. Sie erkennen, dass es in der großen weiten Welt noch viel mehr zu entdecken, bestaunen und lernen gibt, als in ihrer unmittelbaren Umgebung. Sie werden weltoffener – eine wichtige Eigenschaft in Zeiten der Globalisierung!

…steigert die Toleranz

Beim Reisen bekommt man einen ausgezeichneten Einblick in andere Kulturen. Während man sich unbekannten Dingen gegenüber öffnet, lernt man viel anderes kennen. Kinder lernen dabei, dass „anders“ nicht automatisch befremdlich oder gar schlecht ist. So können Vorurteile erfolgreich abgebaut werden.

Reisen macht also auch toleranter gegenüber Neuem – und das nicht nur, während man unterwegs ist. Auch zuhause reagieren die Schülerinnen und Schüler, die mit einer anderen Kultur in Berührung gekommen sind, gelassener und toleranter, wenn sie mit fremden oder ungewöhnlichen Dingen konfrontiert werden.

…stärkt das Selbstvertrauen

Für Kinder ist Reisen ein einziges Abenteuer – und das nicht ohne Grund. Ob exotisches Essen, Schnorcheln im Meer oder ein Gespräch mit einem Einheimischen: Kinder haben auf Reisen immer wieder die Gelegenheit, ihren Mut unter Beweis zu stellen. Und sobald sie die jeweilige Herausforderung erfolgreich gemeistert haben, können sie voller Stolz darauf zurückblicken – ihr Selbstvertrauen wird dadurch gestärkt

Das Beste: Diese Selbstsicherheit bleibt nicht nur für die Dauer der Reise erhalten. Auch nach der Heimkehr trauen sich Kinder die Bewältigung neuer Situationen zu. Sie blicken auf ihre Reiseerfahrungen zurück und wissen, dass sie auf ihre eigenen Fähigkeiten vertrauen können.

…vermittelt praktische Fähigkeiten

Der Blick über den Tellerrand formt nicht nur den Charakter, sondern lehrt auch ganz praktische Fähigkeiten, die auf den Alltag umgemünzt werden können. Beim anstehenden Familienurlaub lernen Kinder zum Beispiel sinnvolles Packen – sie erfahren, was sie unbedingt mitnehmen müssen und was getrost zuhause bleiben kann. Dieses Wissen kann ihnen auch helfen, wenn sie etwa bei Freunden übernachten oder sich auf eine einmalige Abschlussfahrt vorbereiten.

Auch der gewissenhafte Umgang mit Geld kann beim Reisen vermittelt werden. Eltern können ihre Kinder im Zielland mit dem Taschengeld selbst wirtschaften lassen. So lernen Kinder ganz praktisch, dass man sich ausführlich darüber Gedanken machen sollte, wie man sein Geld verantwortungsvoll investiert, um nicht schon nach kürzester Zeit bankrott zu sein. Auf Reisen – aber besonders auch im Alltag – macht sich diese Fähigkeit im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt.

…fördert das Umweltbewusstsein

Eine Reise fördert auch das Umweltbewusstsein der jungen Menschen. Ob ein Spaziergang am Strand, Schnorcheln im Meer oder Wandern im Gebirge: Wenn Kinder eindrucksvolle Naturlandschaften mit allen Sinnen hautnah erleben, lernen sie, dass diese schützenswert sind. Sie entwickeln ein ganz persönliches Anliegen für den Umweltschutz. Manchmal kann ihnen dieses so wichtig werden, dass sie auch andere Gleichaltrige dazu animieren, einen nachhaltigen Lebensstil zu entwickeln.

Wenn Schülerinnen und Schüler zum Beispiel in den Ferien ans Meer fahren und in Berührung mit einer wunderschönen Unterwasserwelt kommen, möchten sie sicher nicht, dass diese zerstört wird. Sobald sie von der zunehmenden Plastikverschmutzung der Meere hören, werden sie so schnell wohl keine Plastikflaschen mehr kaufen oder sich für Nachhaltigkeits- und Umweltprojekte interessieren.

…stärkt das Gemeinschaftsgefühl

Wenn Lehrkräfte mit Schülerinnen und Schülern auf Reisen gehen, ist das nicht nur für deren persönliche Entwicklung förderlich, sondern auch für die Klassengemeinschaft. Die gemeinsame Zeit auf der Klassenfahrt stärkt die Zusammengehörigkeit und vertieft einzelne Beziehungen. Wie auch zum Beispiel bei einem Sponsorenlauf ist eine gemeinsame Reise die perfekte Möglichkeit, um bei einem konkreten Praxisprojekt zusammenzuwachsen.

Wenn es in eine Stadt geht, kann die Klasse selbst einen Reiseführers vorbereiten, also selbst Informationen über die Stadt sammeln, kurze Texte schreiben und Fotos machen. Während des Projekts lernen die Kinder, Verantwortung für die einzelnen Aufgaben zu übernehmen und zusammenzuarbeiten, um das Ziel zu erreichen. Das Ergebnis ist ein Reiseführer, bei dem alle Schülerinnen und Schüler mitgewirkt haben.

Fazit: Reisen lohnt sich

Für Kinder ist Reisen eine einmalige Erfahrung. Sie entdecken nicht nur sehr viel Neues, sondern lernen auch jede Menge dazu. Regelmäßige Klassenfahrten gehören zum Schulleben. Viele davon bleiben ein Leben lang in Erinnerung – weil Kinder auf vielfältige Art und Weise vom Unterwegssein profitieren!

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