Repair-Café Kreyenbrück

Steckbrief

Schüler-Reparaturwerkstatt

26133 Oldenburg (Niedersachsen)

Integrierte Gesamtschule Kreyenbrück

Projektleiter: Christian Dierking

Klassenstufe: 7 und 8

Teilnehmer: 25

Läuft bis: 31.07.2019

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„Lernen durch Engagement“ heißt das seit dem Schuljahr 2014/2015 an der Integrierten Gesamtschule Kreyenbrück eingeführte Fach, das sich mit zwei Stunden pro Woche über zwei Schuljahre erstreckt. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8 sollen ein Verständnis für gesellschaftliches Engagement entwickeln und ehrenamtlich in Einrichtungen des Stadtteils tätig werden. Das Spektrum der Einsatzorte ist vielfältig und umfasst den ökologischen, kulturellen, sozialen, sportlichen und politischen Bereich. Diese Aktivitäten der Schüler werden im Unterricht geplant, reflektiert und mit Bildungsinhalten von Fächern wie Deutsch, Gesellschaftslehre, Naturwissenschaften, Sport und Kunst verknüpft.

 

 

Ein halbes Jahr werden die Schüler auf die Tätigkeiten im Gemeinwesen vorbereitet und finden ihre persönlichen Schwerpunkte. Dann nehmen sie ihre ehrenamtliche Tätigkeit in den Einrichtungen auf, begleitet von Reflexionsgesprächen in der Schule. Die gesammelten Erfahrungen dokumentieren die Schüler und geben nachfolgenden Mitschülern beim „Fest des Engagements“ nützliche Tipps.

 

Im Wahlpflichtkurs „Fahrradreparaturwerkstatt“ bereiten sich Schülerinnen und Schüler auf ihren ehrenamtlichen Einsatz im Repair Café vor, das zu einem Treffpunkt des Stadtteils geworden ist und dessen Öffnungszeiten regelmäßig in der Zeitung der örtlichen Werbegemeinschaft abgedruckt werden. Schüler der IGS Kreyenbrück haben es 2016 in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Technik der Universität Oldenburg eingerichtet. Einmal im Monat reparieren sie dort Fahrräder, organisieren Kaffee und Kuchen, nehmen Aufträge an und leiten diese an die Reparateure weiter. Es ist eines von mehreren Hilfsangeboten. Syrische Schüler der Sprachlernklasse helfen beim Nähen von geplatzten Nähten oder Stopfen von Löchern in Kleidungsstücken. Die Schüler im Repair Café haben auch gelernt, wie Computer gereinigt werden oder wie beim „Upcycling“ aus normalen Taschenlampen LED-Lampen werden.

 

 

Im Repair Café verbindet sich das eigene Lernen mit dem Engagement für andere. Velten, 13 Jahre: „Ich fühle mich dabei gut, da wir für Leute mit nicht so viel Geld Sachen reparieren. Dabei sind wir in der Gemeinde und können uns auch mit neuen Leuten unterhalten.“ Das Repair Café ist zu einem Ort konkreter Hilfe und Verständigung geworden. In einem Stadtteil, der bunt und interessant ist, aber auch ein sozialer Brennpunkt.