Neuer Schwung für das Terminalserver-Netzwerk!

Steckbrief

Digitale Bildung

31008 Elze (Niedersachsen)

CJD Christophorusschule Elze

Projektleiter: Joerg Schwarze-Schütte

Klassenstufe: 11-13

Teilnehmer: 100

Läuft bis: 30.06.2015

Projekt teilen
Projekt drucken

Die ThinClients sollen eingesetzt werden für die Vervollständigung unseres Terminalserver-Netzwerks, dass wir vor 2 Jahren angefangen haben und momentan mit unterschiedlichsten sehr alten PCs betreiben, wobei immer wieder Ausfälle zu verzeichnen sind. Durch die verschiedene Hardware ist auch der Administrationsaufwand extrem hoch. Dank der Spende können wir neue Arbeitsplätze mit ThinClients und Monitoren aufbauen, die wenig Platz wegnehmen und energieeffizient sind.

 

Die Informatik spielt bereits seit 1984 eine zunehmend bedeutendere Rolle an der CJD Christophorusschule Elze; angefangen mit 16 Computern vom Typ Apple IIc folgten bereits 1987 die ersten Abiturprüfungen im Fach Informatik. Seit 2006 ist Informatik als Profilfach in Klasse 7-9 wählbar und seit 2013 existiert eine Begabtenförderung für besonders talentierte Schülerinnen und Schüler in diesem Fach. Im Rahmen dieses Förderprogramms wurden und werden verschiedene Themen abseits vom regulären Informatik-Unterricht behandelt: Im Rahmen einer Kooperation mit Herrn Dr. Kölle vom Institut für Informationswissenschaft und Sprachtechnologie der Universität Hildesheim fand zunächst eine einjährige Einführung in die App-Entwicklung in Java für Android-Geräte statt, an die sich eine Vertiefung der objektorientierten Entwicklung und Programmierung anschloss. Inzwischen beschäftigen sich die Teilnehmer intensiv mit der Installation und Konfiguration eines Linux-Servers (auf Basis des Linux Terminal Server Projekts; www.ltsp.org) mit dem Ziel, möglichst einfach neue PC-Arbeitsplätze für den Unterricht, aber auch für Aufenthaltsräume der Schülerinnen und Schüler in Betrieb nehmen zu können. Dass die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler dabei jede Menge über Linux und die typischen Probleme und Tätigkeiten eines Administrators erfahren und erleben, ist für alle Beteiligten gleichermaßen spannend wie lehrreich. Über die Initiative Das macht Schule hatten wir im Sommer 2015 die Gelegenheit, uns für eine nicht unerhebliche Anzahl von ThinClients zu bewerben; dass wir dann auch noch den Zuschlag erhielten, war ein echter Glücksgriff für unser Projekt. Einer unserer Informatik-Lehrer, Herr Schwarze-Schütte organisierte dann auch freundlicherweise den Transport der Rechner. Inzwischen sind die Linux-Erfahrungen und -Kenntnisse der Teilnehmer so weit fortgeschritten, dass erste ThinClients bereits erfolgreich in Betrieb genommen werden konnten.

 

Was die Teilnehmer dabei erlebt haben berichten sie nun selbst:

 

Scott: „Zuallererst ist das Förderprogramm Informatik eine Chance für mich, mein Hobby mit der Schule zu verbinden. Privat beschäftige ich mich sehr viel mit Computern und im Speziellen mit der Spieleprogrammierung. Servertechnik gehörte bisher nicht zu meinem Interessengebiet, jedoch konnte das Projekt meine Aufmerksamkeit dafür wecken. Mittlerweile finde ich es spannend, mich mit dem Ltsp-Server zu beschäftigen und die Probleme zu lösen, vor die ich gestellt werde. Langfristig ist es ja das Ziel, den doch eher betagten Server in unserem Computerraum zu ersetzen, doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Die Clients sind dabei eine große Hilfe, da auch die dort betriebenen Clients über die Zeit sehr gelitten haben. Ohne sie müssten wir das Projekt wahrscheinlich einstellen, da sich die Schule eine so große Investition nicht leisten könnte. Nebenbei kann ich meine etwas eingerosteten Linux-Kentnisse wieder auffrischen, da wir den Server mittels Ubuntu neu aufsetzen. Dies kostete mich im Verlauf der noch laufenden Installation und Einrichtung schon viele Nerven. Immer wieder lehren mich zum einen das sehr langsame und unzuverlässige Internet und zum anderen die gewissen Eigenheiten von Linux wie wichtig es ist Geduld zu haben und nicht locker zulassen, bis man eine Lösung für das jeweilige Problem entwickelt hat. Schade ist aber, dass wir insgesamt nur wenig Gelegenheit haben, uns zu treffen und weiter zu arbeiten. So schafft man in manchen Nachmittagsstunden nur wenig und vieles bleibt auf der Strecke oder unvollständig. Erst in der darauffolgenden Woche kann weitergearbeitet werden. Insgesamt gesehen, geht es Stück für Stück in kleinen Schritten voran und ich hoffe, dass wir bald die ersten Testläufe mit unserem System haben werden.“

 

Nicolas: „Im Förderprogramm-Informatik nutzen wir die großzügigerweise bereitgestellten Clients für mehrere sich momentan in der Konfiguration befindenden LTSP-Server. Diese werden dann im Unterricht eingesetzt, einerseits um Anfängern die Grundsteine der Computerwelt beizubringen, andererseits um besonders Interessierte in Netzwerktechnik und komplexere Programmierungen einzuführen.“

 

Titus: „Seit dem letztem Jahr beschäftigt sich das Förderprogramm Informatik mit dem LTSP. Dazu treffen wir uns seit diesem Schuljahr jeden Dienstag in der siebten Stunde in den ehemaligen Räumen der Beruflichen Bildung. Am Projekt sind derzeit fünf Schüler beteiligt, welche sich unter der Aufsicht von Herrn Dr. Langemeier mit den Anwendungsmöglichkeiten von Linux auseinandersetzen. Dabei arbeiten wir entweder allein oder zu zweit und beschäftigen uns mit dem Aufsetzen zweier neuer LTSP-Server, den Sicherheitseinstellungen des LTSP und der Einbindung lokaler Speichergeräte. Zudem werden nun zwei neue Rechner für Versuchszwecke vorbereitet, um unautorisierte Eingriffe auf unseren LTSP-Server vorzubeugen, aber auch um praktische Erfahrung beim Hacken zu sammeln. Dabei ist die Hardware unabdingbar, wodurch uns durch die neuen LTSP-Clients völlig neue Freiräume gesetzt sind. Bei dem Projekt arbeite ich zusammen mit einem Mitschüler an einem der beiden LTSP-Server. Zuerst haben wir versucht, das LTSP auf einem Rechner mit RAID zu installieren, um eine höhere Ausfallsicherheit zu gewährleisten. Wir stellten jedoch bald fest, dass der ausgewählte PC nicht genug Leistung für eine Linux-Distribution besitzt, welche auf schwache Hardware ausgelegt ist. So beschäftigen wir uns gerade damit einen neuen Rechner einzurichten und LTSP auf ihm zu installieren. Dabei haben wir uns besonders mit den Eigenschaften verschiedener Linux-Distributionen, dem Zusammenspiel der verschiedenen Hardware-Bestandteile eines PCs und den Besonderheiten des LTSP auseinandergesetzt.“

 

Tobias: „Vielen Dank für die großzügige Spende. Die Spende wird für eine Client-Server-Architektur verwendet, die wir (ein Lehrer und fünf Schüler) selber einrichten. Auf dem Server läuft Edubuntu und LTSP, außerdem werden noch zwei andere Server mit Lubuntu aufgesetzt, denen auch ein paar Clients zugewiesen werden. Die Server werden besonders nutzerfreundlich konfiguriert, d.h. es werden nur Anwendungen angezeigt, die für den Nutzer gedacht sind. Auch sollen USB-Geräte automatisch aktiviert werden.“

 

Bis zum Einsatz im regulären Informatik-Unterricht müssen aber noch ein paar Hürden genommen werden. So haben sich die beiden derzeit vorhandenen Projekt-Server als doch eher leistungsschwach herausgestellt und müssten für einen sinnvollen Betrieb irgendwann gegen leistungsstärkere Hardware ausgetauscht werden. Auch die Konfiguration der Oberfäche, die die ThinClients ja komplett vom Server während des Boot-Vorgangs über das Netzwerk geliefert bekommen, stellt die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler noch vor einige Herausforderungen. Insgesamt ist das LTSP-Projekt eine gleichermaßen interessante wie herausfordernde Angelegenheit, die mit der Hardware-Spende über die Inititative Das macht Schule neue Impulse erhalten hat.

 

 

Frische

Sign up und du bekommst 1x im Monat wertvolle Anregungen & Infos für Praxisprojekte an deiner Schule.

* Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere, dass meine Daten im Newsletterdienst Cleverreach gespeichert werden.