miteinander voneinander – voneinander miteinander

Steckbrief

Integration in der Schule

59423 Unna (Nordrhein-Westfalen)

Werkstatt-Berufskolleg Unna

Projektleiter: Kevin Ewe

Klassenstufe: sonstige

Teilnehmer: 30

Läuft bis: 08.09.2016

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Im jungen Werkstatt-Berufskolleg Unna sind alle Menschen willkommen: Junge Menschen mit originellen Lebensbiographien, mit und ohne Abschlüsse, ältere Menschen, die in ihrer zweiten Lebensphase einen neuen Beruf erlernen wollen, mit und ohne Behinderungen, aus Förderschulen und zur Neuorientierung auch Menschen mit Lernschwierigkeiten und internationale Schüler. Als inklusive Schule lernen wir miteinander und gemeinsam. Alle Lehrerinnen und Lehrer haben neben ihrer pädagogischen Ausbildung auch andere Berufsausbildungen und kommen aus der freien Wirtschaft. Deshalb ist Lernen mit Hand und Kopf unsere Devise.

 

Das Werkstatt-Berufskolleg macht sich für die Willkommenskultur von Geflüchteten stark: In einem zweitägigen Workshop setzten sich Schüler, Lehrer und Betreuer von Flüchtlingen an einen Tisch und erarbeiteten gemeinsam konkrete Ideen, um die jungen geflohenen Menschen besser in die schulische sowie gesellschaftliche Gemeinschaft aufzunehmen zu können. Die Fragestellung lautete: „Wie schaffen wir in unserem Schulalltag – mit 17 verschiedenen Kulturen – einen sicheren Rahmen, in dem jeder seine Ängste vor Fremdem frei äußern kann?“ Der Workshop, geleitet von vier Trainern der „Initiative Neues Lernen“, war in zwei Blöcke eingeteilt: Am ersten Tag erfolgte in drei gemischten Arbeits-gruppen die Bestandsaufnahmen der konkreten schulischen Situation, am zweiten Tag wurden aus den Ergebnissen konkrete Maßnahmen für die Zukunft entwickelt. „Ich freue mich über die kreative und produktive Arbeitsatmosphäre. Wir haben konzentriert gearbeitet, diskutiert, aber auch gelacht. Das Resultat kann sich sehen lassen“, sagt Kevin Ewe, Schulsozialarbeiter am Werkstatt Berufskolleg. Die Ergebnisse im Einzelnen: Geplant wird ein PuB – Persönlichkeits- und Berufstag, an dem sich Schüler und Experten aus verschiedenen Berufsbereichen kennenlernen sollen, um an realistischen Zukunftsplänen zu arbeiten. Eine Gruppe erarbeitete eine Unterrichtsidee, die sogenannte „Geschichteninsel“, bei der die Geflüchteten ihre persönliche Geschichte erzählen können. Die dritte Idee ist eine Reihe verschiedener kultureller Schulveranstaltungen. „Ziel ist es, die Ideen in den Schulalltag zu integrieren. Ich bin sicher, dass das hier am Berufskolleg gelingen wird“, sagt Susanne Herrmann, Vorstand der „Initiative Neues Lernen“.

 

Ein Projekt „Willkommen bei uns„, bei dem unsere Pausenhalle gemeinsam mit den internationalen Schülern umgestaltet wurde, konnte schon vor dem Workshop mit großem Erfolg umgesetzt werden. Auch der Lauf für unser internationales Kochprojekt ist uns gelungen „Willkommenslauf von und für Flüchtlinge„. „Der Workshop hat wieder gezeigt, dass sich hier an der Schule viele Schüler und Lehrer engagieren. Auch bei allem, was wir schon getan haben, es gibt weiterhin viel zu tun. Wir sind erst am Anfang“, sagt Schulleiter Dieter Schulze.

 


Weiteres Material

Presseinformation vom 14.09.2016

 

Die Zeitung berichtet

lokalkompass.de vom 18.09.2016

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