Macht die Turnhalle für die Flüchtlinge auf

Steckbrief

Integration in der Schule

20359 Hamburg (Hamburg)

Stadtteilschule am Hafen St. Pauli

Projektleiter: Christoph Berens (10b)

Klassenstufe: 5-10

Teilnehmer: 24

Läuft bis: 27.11.2015

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Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10b der Stadtteilschule am Hafen in Hamburg setzten sich in ihrem Projekt „Macht die Turnhalle für die Flüchtlinge aus der St. Paulikirche auf!“ für die Situation der Flüchtlinge in ihrem Stadtteil ein. Diese lebten unter schlechten Bedingungen in der St. Paulikirche. Die Klasse sammelte Spenden, erstellte eine Facebookseite, startete eine Online-Petition und schrieb Briefe an den Hamburger Innensenator und die Bischöfin.

 

 

Die Aktion der Klasse 10B der Stadtteilschule am Hafen/Standort St. Pauli wurde durch die SchülerInnen selbst initiiert und als „Lernen durch Engagement“-Projekt in der Zeit von Juni 2013 bis Juni 2014 durchgeführt. Die SchülerInnen engagierten sich für afrikanische Flüchtlinge, die in einer benachbarten Kirche Asyl erhalten hatten, UND lernten so fächerübergreifend im Lernbereich Gesellschaft über internationale Konflikte, Fluchtgründe, bereiteten in Deutsch Diskussionen sowie Präsentationen vor und übten ihre Schreib- sowie Lesekompetenzen.

Die SchülerInnen regten im Klassenrat eine Auseinandersetzung mit den Flüchtlingen in der St. Paulikirche an. Schwerpunkte der gesamten Aktion war die:

  • Analyse der Situation
  • Politische Intervention
  • Unterrichtsanbindung, um die Diskussionen mit dem Innensenator, der Bischöfin, auf Facebook und der Onlinepetition vorzubereiten
  • Präsentation des Vorhabens.

Im Rahmen des Projektes haben die SchülerInnen eine Facebook und Onlinepetititon initiiert und verwaltet, mehr Informationen zu der Situation der Flüchtlinge im Unterricht eingefordert, die Diskussionen mit dem Innensenator selbstständig vorbereitet und durchgeführt, mit der Presse kommuniziert, mit dem ZDF gemeinsam einen Film gedreht.

 

Voraussetzung für das Gelingen der Aktion war allem voran, dass die Initiative von den SchülerInnen ausging, ausgelöst durch einen realen Bedarf, der Betroffenheit hervorruft und damit den Wunsch zu handeln. Wichtig war zudem die gute fächerübergreifende Zusammenarbeit, der von der Schulleitung gegebene Freiraum für das Projekt und die Bereitschaft der Kooperationspartner zu helfen. Die Schülerinnen und Schüler haben die Erfahrung gemacht, dass helfen Freude macht, dass sie ernst genommen werden. Sie haben die Komplexität politischen Handlens kennengelernt und den Sinn ihres Handelns und Lernens neu erfahren. Und sie haben erlebt, dass es im politischen Diskurs nicht nur darum geht zu „gewinnen“. Zudem sind sie (noch) offener für neue Lernformen geworden, haben ihre Kenntnisse in der Projektarbeit erweitert, konnten ihr Projekt kompetent präsentieren und sind insgesamt selbstständiger und selbstsicherer geworden.

sts am hafen situation in der kirche

 

Das macht Schule’s Kommentar:
Dieses Projekt ist so großartig, weil es zeigt, was Eigeninitiative mit Erfolg zu tun hat und was SchülerInnen gemeinsam erreichen können – für sich persönlich und für andere! Und es ist klasse, dass es den SchülerInnen gelungen ist, unterschiedliche Akteure für eine Kooperation zu gewinnen und für Ihr Vorhaben zu begeistern.

 

 

 

Frische

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