Events für Flüchtlinge

Steckbrief

Integration in der Schule

21107 Hamburg (Hamburg)

Stadtteilschule Wilhelmsburg

Projektleiter: Rainer Zastrutzki

Klassenstufe: 10

Teilnehmer: 20

Läuft bis: 24.11.2015

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In verschiedenen Kleingruppen werden möglichst nachhaltige Events geplant und durchgeführt, die dem Begriff Willkommenskultur gerecht werden und zugleich Grenzen und Ängste abbauen.

 

Logo der Stadtteilschule

 

Es wird im zweiwöchigen Turnus eine kleine Stadtführung mit Flüchtlingen durchgeführt werden, die zusammen mit Sport Jobs Hamburg vor den Sommerferien vorbereitet wurde. Weiterhin wird eine Veranstaltung am 21.112015 in der Sport und Eventhalle am Zollhafen 5b auf der Veddel geplant und durchgeführt, bei der Flüchtlingskinder kostenlos an den Kursen der Hamburger Ballschule (Kooperationspartner von veddelerleben) teilnehemen können. Im Foyer der Halle wird zeitgleich eine Bastelstunde für Mütter und Kinder sowie ein kostenloses Catering angeboten. Im Anschluß veranstaltet die Schülerfirma für die Erwachsenen ein Mini Badmintonturnier in der Halle. Ziel ist es, zusammen mit Flüchtlingsfamilien Sport, Spiel und Spaß und ein gemeinsames Kennenlernen über ein gemeinsames Essen zu erreichen.

 

Sport verbindet alle Jugendlichen

Sport verbindet alle Jugendlichen

 

 

Nachdem wir uns mit unserem Kooperationspartner Sport Jobs Hamburg in Verbindung gesetzt hatten, erhielten wir große Unterstützung. Zusammen tourten wir durch Hamburgs Hafen und erstellten einen Reader mit Fragen rund um offizielle und vermeintliche Sehenswürdigkeiten. Danach erprobten wir die Ralley praktisch und ergänzten die Texte zur Präsentation. Da die Klasse kulturell durchmischt ist, war es möglich, die Texte auch in verschiedenen Sprachen zu übersetzen. Für die Durchführung der Ralley benötigen wir nur noch gutes Wetter! Das zweite Event in der Halle bereiteten wir ebenso vor. Zunächst wurde ein Badmintonländerturnier erstellt, Bastel und Malvorlagen kreiert, eine Cateringliste für das Buffet ersonnen und dann planten die SuS im Rahmen des Profilunterrichts das Event. Bereits im Dezember waren wir startklar, alleine, es war schwierig, an die Zielgruppe ranzukommen. Offizielle Kontakte funktionierten nicht, ein Besuch in einem Flüchtlingslager wurde uns verwehrt usw… Schließlich gelangten unsere mittlerweile mehrsprachigen Einladungsflyer über den Freitzeitaktivator einer Einrichtung dahin, wo sie hinsollten und mit der Hamburger Ballschule als Kooperationspartner gelang es uns, ein professionelles Sportangebot für die kleinen Kinder zu organisieren. Am 27.02.holten einige Schülerinnen zusammen mit dem Freizeitaktivator c.a. 50 Flüchtlinge unterschiedlichster Herkunft ab und geleiteten die Gruppe zur Sporthalle auf der Veddel. Dort bemerkten wir nach einer kurzen Begrüßung, dass der Plan gut war, die Räumlichkeiten jedoch zu knapp waren. Spontan beschäftigten wir in der Halle die ganz kleinen Kinder mit den vor Ort vorhandenen Minitrampolinen, Rollbrettern, kleinen Bällen ,Skateboards und Bobbycars. Im Foyer wurde das Buffet erobert, das Mal- und Bastelangebot benötigte keine Anleitung, da die Kinder sofort anfingen, sich damit zu beschäftigen und die Eltern dies unterstützen. Das Badmintonturnier verlegten wir kurzer Hand ins Freie (mobile Netze) und der Tischkicker fand ebenso großen Anklang. Zuletzt nutzten wir noch den nahegelegenen Bolzplatz und innerhalb kürzester Zeit spielten, aßen, unterhielten sich und feierten Flüchtlinge unterschiedlichster Herkunft mit uns, den Wilhelmsburger Schüler(inne)n, die ebenfalls unterschiedlichste Wurzeln haben. Um 11.30 Uhr startete die Ballschule dann ihr Programm in der Halle und auch hier mischte sich das bestehende Angebot mit Flüchtlingskindern und Kindern aus dem Stadtteil problemlos. Als sich die Veranstaltung dem Ende neigte, organisierten wir zusammen mit den Flüchtlingen die Rückbegleitung, sammelten alle liegengebliebenen Jacken und Mützen der Kinder ein und räumten schließlich noch auf.

 

Fußball ist etwas was keine Sprache kennt und braucht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Platz sind alle gleich

 

 

Durch die sorgfältige Planung und erfolgreiche Durchführung eines Events haben die Schüler(inne)n auf diesem Wege praxisorientiert und vor allem freiwillig (Idee der SuS) ihre Grundkompetenzen erweitert und ihre Stärken ideal in das Projekt mit einbringen können. Vor allem durch die Übersetzung der Texte erreichte man eine hohe Identifikation mit dem Projekt. Einige wenige Gäste meldeten zurück, sie hätten sich bezüglich der Veranstaltung etwas anderes vorgestellt, erfreuten sich jedoch am gemeinsamen Essen und Austausch, der durch die Übersetzungsfähigkeiten einiger SuS unterstützt wurde. Die Kinder, die Eltern und auch die Jugendlichen hatten richtig Spaß und bedankten sich für eine gelungene Veranstaltung. Die SuS waren zu Beginn teilweise sehr schüchtern. Über den Kontakt zu den Flüchtlingen im Rahmen von Sport und Spiel gelang es sehr schnell, Ängste abzubauen und ein miteinander herzustellen. Fußball, Federball oder auch Eltern-und Kind-Turnen überwindet durch Spaß an der Sache viel Ängste und Sprachbarrieren. Uns hat es sehr viel Spaß gemacht und die ausführliche Reflektion in der Klasse fand dann in der nächsten Unterrichtswoche statt. Beobachtbar war, das alle SuS ihre Aufgaben nicht nur gewissenhaft, sondern auch darüber hinaus mit Freude und Engagement erfüllt haben und auch am Ende noch zum Aufräumen blieben und die Halle erst verlassen haben, als alle fertig waren. Die ersten Rückmeldungen der SuS waren, dass auch sie sich das anders vorgestellt hatten und positiv überrascht waren, wie unkompliziert und einfach so eine Veranstaltung funktionieren und wie schnell man Kontakt zu eigentlich Fremden aufbauen kann. Die Ballschule möchte ihr Angebot nun jeden Samstag anbieten und somit wird den Kindern nachhaltig ein Bewegungsangebot gemacht.

 

Essen mag jeder, daher ist für das leiblische Wohl gesorgt

 

Das macht Schules Kommentar: Mit eurem großen Netzwerk habt ihr viele Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen gebracht. Hut ab!

 


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