Spendenlauf der N-M-S

Steckbrief

Sponsorenlauf

44892 Bochum (Nordrhein-Westfalen)

Nelson-Mandela-Sekundarschule

Projektleiter: Axel Knappmann

Klassenstufe: 5-10

Teilnehmer: 650

Läuft bis: 27.07.2017

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Es findet ein Spendenlauf der gesamten Schule statt. Die SuS suchen sich im Vorfeld durch einen Laufzettel verschiedene Spender, die pro gelaufene Runde, bis zu einem Maximalbetrag für den SuS spenden.

 

In der Schule soll der Spendenlauf zum jährlichen Event werden. Im letzten Jahr fand der erste Lauf mit dem Ziel, die Skifahrt der Schule finanziell zu unterstützen, statt. Auch in diesem Jahr sollten 50% des erlaufenen Geldes an den Förderverein und damit auch in die Skifahrtkasse gehen. Die andere Hälfte des Betrags sollte an ein caritatives Projekt für Kinder und Jugendliche in Deutschland gehen.

 

Ein Großteil der Organisation lag allein bei Herrn Knappmann, aber natürlich unterstützten die Kolleginnen und Kollegen, wo sie konnten. Eine von ihnen stellte eine Kooperation mit Kaufland her und organisierte so eine Spende von Wasser, Äpfeln, Bananen und Müsliriegeln zur Stärkung der Läufer*innen. Diese musste am Abend vor dem Lauf abgeholt werden und wurde dann an einem Verpflegungsstand unter einem Pavillon des Schulvereins angeboten. Diese Kooperation mit Kaufland soll auch in den kommenden Jahren weitergepflegt werden.

 

Insgesamt dauerte die Organisation des Laufes etwa vier Wochen, inklusive der Absprache mit der Stadt wegen der Laufstrecke durch den Stadtpark. Natürlich lief sie neben den anderen Herausforderungen des Schulalltags.
Die Suche nach Sponsorinnen und Sponsoren lag ganz klar bei den Schülerinnen und Schülern. Falls aber eine oder einer von ihnen nicht fündig werden konnte, hat die entsprechende Lehrkraft gerne unterstützt. Etwa 95% der Spendenden waren die eigenen Eltern. In den 5. Klassen haben zudem die Klassenleitungen 5 cent pro Runde gespendet. Interessanterweise wurde festgestellt, dass die Spendenbereitschaft mit steigendem Alter der laufenden Person abnimmt. Vor allem bei den Älteren war also Kreativität bei der Suche gefragt, die viele an den Tag legten.

 

Am Lauftag selbst wurden die Klassen nachdem sie zwei Stunden am Unterricht teilgenommen hatten, in zwei Gruppen geteilt. Zuerst lief Klasse 5 bis 7 und im Anschluss Klasse 8 bis 11. Insgesamt waren am Ende des Tages 500 Schülerinnen und Schüler auf der 600-Meter-Strecke unterwegs. Wer nicht lief, hat die anderen angefeuert oder die Klassenleitungen beim Rundenzählen unterstützt. Die meisten waren wirklich engagiert dabei und zusätzlich dadurch motiviert, dass auch viele Lehrerinnen und Lehrer mitgelaufen sind. Das funktionierte ganz gut, weil die Klassen sich alle je 100 Meter versetzt rund um die Laufbahn im Stadtpark positioniert hatten und so ein guter Überblick möglich war. Die Klassenleitungen führten Strichlisten auf Klemmbrettern und betreuten ihre Klassen auch sonst.

 

Zusätzlichen zu den Runden wurde auch die gelaufene Zeit notiert. Die Schule hat sich nämlich mit dem Lauf bei dem AOK-Wettbewerb „Laufwunder“ beworben. Für die Teilnahme sollte eine Schülerin oder ein Schüler möglichst 15 oder 30 oder 60 Minuten gelaufen sein. Im Vorfeld gab es von der AOK am Lauftag schon für alle Teilnehmenden Armbänder und Urkunden.
Ein witziges Ereignis war noch die Eröffnung des gespendeten Buffets, die eine Viertelstunde nach dem Startschuss stattfand. Auf einmal haben alle das Laufen vergessen und drängten sich unter dem Pavillon. Da war es gut, dass Eltern und Lehrerinnen und Lehrer Hand in Hand arbeiteten und Obst, Wasser und Riegel koordiniert verteilt werden konnten.

 

Durch die Materialien von Das macht Schule gab es noch den Tipp, dass unbedingt ein Saniteam am Lauftag bereit stehen sollte. So fanden sich schnell die beiden Schulsanitäterinnen bereit, den Tag zu betreuen. Er begann auch ruhig, endete aber mit einem sehr wichtigen Einsatz der beiden, als eine Mitschülerin zusammenklappte und ein Krankenwagen gerufen werden musste. Glücklicherweise ist nichts Schlimmes passiert, vermutlich aber auch, weil die beiden so professionell und beherzt agiert haben.

 

Während Herr Knappmann 15 und ein Kollege 18 Runden gelaufen sind, lag der Rekord bei 20 Runden und wurde von einem Schüler aufgestellt. Die Durchschnittsrundenzahl liegt bei 5 bis 10 Runden pro Läuferin bzw. Läufer. Leider steht aktuell noch keine erlaufene Summe fest, weil noch Gelder gesammelt werden. Besonders viel Geld haben die Klassen der 5. Und 6. Jahrgänge erlaufen, wo bis zu 150 Euro zusammenkamen. Während alle also noch auf den Endbetrag warten, steht schon einmal fest: Das wird wiederholt. Eine gute Zeit war der September auch und ein Schullauf als erstes vereinendes Ereignis nach den Sommerferien setzt auch ein klares Statement für die Schulkultur.

 

Insgesamt hatte der ganze Tag einen richtigen Eventcharakter mit dem aufgebauten Pavillon, dem Saniteam und dem das macht Schule-Banner. Wenn Herr Knappmann eine Schulnote vergeben müsste, wäre es mindestens eine zwei – der Lauftag war eine runde, gelungene Veranstaltung, bei der alle toll mitgemacht haben.
Tipps für andere Schulen bzw. Ideen für das nächste Mail:

  • Eventuell wäre es gut, die Schülerinnen und Schüler den ganzen Tag über vom Unterricht zu befreien. So können alle sich voll darauf einlassen und die gerade Laufenden erhalten viel Unterstützung durch viel Publikum.
  • Die SV könnte mehr im Vorfeld mit einbezogen werden: Sie könnten beispielsweise die anderen Schülerinnen und Schüler bei der Suche nach Spenden unterstützen.
  • Es ist toll, das Handyverbot für den Tag aufzuheben und so Musik am Laufbahnrand zu ermöglichen.
  • Außerdem hat es sich bewährt, die Schüler*innen, die gerade nicht laufen, zum Müllsammeln einzuteilen. Durch die Bereitstellung der Müsliriegel etc. flogen einige Verpackungen durch den Park, die dann direkt aufgesammelt werden konnten.

 

Das macht Schules Kommentar: Lehrerinnen und Lehrer laufen, Schülerinnen und Schüler laufen – ein Lauf, der die Schulgemeinschaft zusammengeführt hat. Alleine dafür können wir schon sagen: Ziel erreicht!

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