29378 Wittingen (Niedersachsen)
Hermann-Löns-Schule
Petra Nölke
Klassenstufe: 1-4
Teilnehmende: 24
Läuft bis: 06.10.2010
Wir renovieren mit unseren Schülerinnen und Schülern derzeit den Schulhof/die Außenanlage.

Gerade für die Schülerinnen und Schüler einer Förderschule ist es notwendig, dass vielfältige Erfahrungen über verschiedene Eingangskanäle verarbeitet werden. Handelnder Unterricht ist daher dem ausschließlichen kognitiven Lernen zu bevorzugen. Unter Berücksichtigung dieser Ausgangslage sollte mit der durchgeführten Maßnahme die Fläche den Schülerinnen und Schülern zugänglich gemacht werden. Die Verknüpfung von Lerninsel und naturnahem Lebensraum war die „Schlagzeile“ für diese Maßnahme.
Nachdem wir uns in der Schule auf einen Plan zur Umgestaltung des vorderen Schulhofes geeinigt hatten und der Förderverein der Umsetzung der Idee die finanzielle Rückendeckung gegeben hatte, wurde in sechs Projekten (Bau von Nistkästen, eines Insektenhotels, einer Trockenmauer, von Hundertwassersäulen und eines Grünen Klassenzimmers, Pflanzen heimischer Sträucher) z.T. bei strömendem Regen erst einmal der Abriss der vorhandenen Fläche mit Maschinenunterstützung vorgenommen. Anschließend waren viele tatkräftige Helfer dabei, Sand und Rindenmulch zu schaufeln, Baumstämme und Steine zu bewegen, Löcher für die Pflanzen zu graben, … Äußerungen wie: „Ist das immer noch nicht tief genug?“ gaben die körperliche Herausforderung dieser ungewohnten Arbeiten deutlich wieder.

Alle haben erkannt, dass so ein Projekt nur in Team-Arbeit zu schaffen ist und waren trotz einiger Blasen an den Händen stolz auf das Ergebnis, das von Eltern und Nachbarn ungläubig bestaunt wurde. Die Frage „Wann geht’s weiter?“ bezogen auf das Grüne Klassenzimmer zeigt, dass es allen viel Spaß gemacht hat und kleine Blessuren schnell vergessen sind.Ursprünglich wollten wir in der Projektwoche noch die vorhandene Betonmauer der 70er Jahre, die den vorderen Teil des Schulhofes umgibt, mit Gabionen verkleiden. Dazu hätten wir die Gitterkörbe von einer Fachfirma schweißen und aufstellen lassen müssen. Unsere Schülerinnen und Schüler hätten diese Körbe dann mit den Feldsteinen, die uns von einem ortsansässigen Landwirt aus Knesebeck gespendet wurden, füllen können.
Die Umsetzung dieses Projektes musste jedoch verschoben werden, da wir auf weitere finanzielle Mittel angewiesen sind.
Judith Rathenow