Frischer Wind im Raum der 8b

Steckbrief

Klassenraum renovieren

39393 Ausleben (Sachsen-Anhalt)

Sekundarschule "Thomas Müntzer" Ausleben

Projektleiter: Christian Grabow

Klassenstufe: Klasse 8 (b - Christian Grabow)

Teilnehmer: 6

Läuft bis: 07.02.2013

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In den Winterferien werden einige Schüler der Klasse 8b und deren Eltern ihren Klassenraum in neuem Glanz erstrahlen lassen. Hiermit soll vor allem eine angenehmere Lernatmosphäre im nächsten Schulhalbjahr ermöglicht werden. Weiterhin soll die Identifikation der Schüler mit ihrem Raum und ihrer Schule verstärkt werden. Dies soll dazu beitragen den Schulerfolg der Klasse zu stärken und zu sichern. Gemeinsam mit der Schulleitung und der Schulsozialarbeit wurden Ideen entwickelt, wie der Raum optisch aufgewertet werden könnte. Eine wärmere und freundlichere Farbgebung wäre bereits ein großer Fortschritt und soll nun umgesetzt werden. Außerdem ist so in den Ferien auch mal wieder etwas los und man kann sich kreativ betätigen.

Unser alter Klassenraum bevor wir losgelegt haben.
Erst alle Kanten und Steckdosen abkleben, dann geht der Spaß los.
Spaß zwischendurch muss sein.

 

 

 

Welche Möglichkeiten bestehen, um den Unterricht in einer Klasse schöner und angenehmer zu gestalten? „Auf das Lernumfeld kommt es an! Denn wer möchte schon in einem tristen Raum lernen, der so langweilig ist, dass gute Laune kaum entstehen kann?“ Diese Idee brachte die Klassensprecherin der 8b Paula Müller ein und suchte Mitstreiter und Unterstützer für ihre Idee, den Klassenraum neu zu gestalten. Dieser verlangte geradezu nach einer farblichen Neugestaltung, da er in einem tristen Einheitsgelb gestrichen war, das nicht sonderlich zur Unterstützung der Lernfreude beitrug. Zudem zeugten unzählige Kratzer, Schuhstreifen und Flecken an den Wänden davon, dass eine Renovierung längst überfällig war. Als Ansprechpartner und Unterstützer stand der Schulsozialarbeiter Herr Grabow zur Verfügung, der auch die Vorteile und Hilfsangebote von „Das macht Schule“ für das Projekt einbrachte. Mit diesen Hilfsangeboten im Rücken wandten sich Paula und ihre Klassenkameradin Karolina Jauns an die Schulleiterin Frau Glöde, die dieses Projekt prinzipiell unterstützte, es aber zunächst gemeinsam mit dem Klassenleiter Herrn Bratzke und der Klasse in einer Klassenleiterstunde besprechen wollte.
In der Klasse wurde gemeinsam diskutiert, wie der Raum farblich aussehen sollte. Die Vorstellungen deckten dabei fast das gesamte Farbspektrum ab, aber letztlich wurde ein Plan erstellt, zweifarbig zu arbeiten, dabei aber dezent und doch farbenfroh zu sein. Die Entscheidung fiel schließlich auf weiß und grün, da dies mit dem vielen Grün vor dem Fenster harmonierte und dem Raum viel Helligkeit und Weite verleihen würde. Zudem würden durch einige Dekoelemente weitere Auflockerungen in den Raum kommen.
Als Zeitraum wurden zwei Tage in den Winterferien eingerechnet, da dann der Schulablauf nicht gestört werden und die Farbe auch genug Zeit zum Trocknen haben würde Besonders schön und dankenswert war der Umstand, dass sich auch Eltern für die Renovierung interessierten und ihre Unterstützung zusagten. Frau Jauns und Frau Müller sicherten zu, ihren Töchtern bei den Arbeiten zur Seite zu stehen. Letztlich waren Paula Müller, Karolina und Maggie Jauns und ihre Mütter voller Tatendrang und Kreativität vor Ort, um für frischen Wind im Klassenraum zu sorgen. Auch wenn es nur wenige Teilnehmer waren, ließen sie sich dadurch nicht entmutigen „Wer nicht kommt und mitmacht, verpasst halt auch den Spaß!“ Herr Grabow unterstützte die Malerinnen und dokumentierte das Projekt. Eine konkrete feste Aufgabenverteilung gab es nicht und jeder konnte daher alle Aufgaben einmal ausprobieren – abkleben, Höhen abmessen, Flächen streichen, Feinarbeiten, etc.

 

  

Durch einen unbändigen Arbeitseifer, eine gute Planung und persönliche Begeisterung jedes Einzelnen ging die Arbeit viel schneller voran als gedacht. Bereits am ersten Tag war das Projekt beinahe fertig und es fehlten nur noch ein paar Kleinigkeiten und Dekoelemente. Am zweiten Tag standen neben den letzten Feinheiten und Dekoelementen daher vorranging die Aufräumarbeiten und das Einräumen auf dem Plan. Auch hier konnten wieder schnell Erfolge erzielt werden, da jeder mit Spaß und Freude bei der Arbeit war.Bereits während der Aktionstage kamen viele Anfragen von SchülerInnen der Klasse 8b die gerne dabei gewesen wären, aber aufgrund von Krankheit,Urlaub und anderen Verpflichtungen leider nicht teilnehmen konnten. Bis zum Schluss wurden die Ergebnisse aber geheim gehalten, so dass die Überraschung am ersten Schultag nach den Ferien umso größer war.<br />Von allen Seiten kam dann das Lob,dass sich die Beteiligten auch redlich verdient hatten. Der Klassenleiter Herr Bratzke sagte unter anderem „Das haben die Teilnehmerinnen sehr gut gemacht! Die farbliche Gestaltung gefällt mir ausgezeichnet und auch, dass sie wirklich ordentlich und sauber gearbeitet haben! Auch von den Kollegen habe ich nur positive Meinungen gehört.“ Von SchülerInnen der anderen Klassen konnte neben Lob aber auch ein wenig Neid beobachtet werden: „Warum können wir das nicht auch mal machen?“ oder „Klasse, die haben jetzt so einen tollen Klassenraum und wir müssen weiter in unserem blöden langweiligen Raum lernen!“ Aber wer sagt, dass dies das einzige Projekt seiner Art an der Schule bleiben soll?Das Projekt war ein voller Erfolg, auch wenn ein paar mehr Teilnehmer durchaus wünschenswert gewesen wären. Aber vielleicht war dies ja wirklich der Anfang eines Trends und andere Klassen der Schule nehmen sich ein Beispiel daran?! Allen Beteiligten sei Dank, Lob und Anerkennung ausgesprochen,da sie gezeigt haben was mit Engagement,Spaß an der Veränderung und Kreativität in kurzer Zeit zu schaffen ist.

 

Das haben WIR geschafft!

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