FAME – FILME zum WEITERDENKEN

Steckbrief

Freies Projekt

4005 Linz (Anderes Land)

Kunstuniversität Linz

Projektleiter: Sissi Kaiser

Klassenstufe:

Teilnehmer:

Läuft bis: 30.11.2019

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Bei den Filmen zum Weiterdenken standen zwei Aspekte im Fokus. Zum einen ging es darum rechtefreie Kurzfilme für den Unterricht zur Verfügung zu stellen. Zum anderen sollten gemeinsam mit PädagogInnen passende Workshop-Unterlagen zu erstellt werden um diese im Anschluss zu erproben.

 

Das Besondere war die enge Zusammenarbeit von Profis auf jeder Ebene. Die Filme sind keine „Schulfilme“ mit einem speziellen Lernziel, sondern zum Teil international preisgekrönte Projekte, die als Werke für sich stehen. Ebenso wurden die Materialien von LehrerInnenausbildnerInnen (Pädagogische Hochschule, Education Group) sowie Filmunterrichtenden (Filmring der Jugend, Sissi Kaiser und auf der Kunstuniversität Linz) erstellt.

 

Entstehung der Idee

Filmemachen heißt, sich mit der Welt künstlerisch und meistens aus einem speziellen Blickwinkel auseinandersetzen. Gerade im Genre Kurzfilm ist es erlaubt und auch finanziell wie logistisch möglich, Ideen auszuprobieren, die für einen Langfilm nicht umsetzbar wären. Die Erzählstrukturen sind offen, lassen Spielräume, laden auf allen Ebenen zum Experimentieren ein.

Bei einem Austrian Film Festival 2014 wurden mehrere Projekte von Fame hintereinander vorgestellt. Spannend war, dass sich ein roter Faden herauskristallisiert hat. Ein Schwerpunkt für sozialpolitische Themen, sowie jeweils ein oder mehrere Anknüpfungspunkte zu Schulfächern. Short|Shakespeare (als eines der Unterkapitel) war dazu eine super Ergänzung.

Es ist sehr interessant, sich Theaterstücken visuell zu nähern und auch Shakespeare ist und bleibt gesellschaftlich relevant. Eine Herausforderung, der sich das Team drei Jahre lang gestellt hat. Das Kernteam bestand aus sechs Personen mit Sissi Kaiser als Leiterin. Auch weitere Personen haben unterstützend an dem Projekt mitgewirkt.

 

Kompetenzen, die gefördert wurden

Die Übungen zu den jeweiligen Filmen sind vom Aufbau immer:

  • Aufgaben vor dem Sichten
  • Während dem Ansehen
  • Nachbereitung

Und stehen im Einklang mit den Bildungsschwerpunkten des Weltwirtschaftsforums

  • Kreativität
  • Kommunikation und Kollaboration
  • Soziale und kulturelle Sensibilisierung
  • Ausdauer und Anpassungsfähigkeit
  • Initiative und Führungskompetenz

 

Spannend zu sehen war, dass sich aus den Filmen zum Weiterdenken vor allem auch intensivere FAME Workshops ergeben haben. Die Auseinandersetzung  mit Film ebnet auch den Boden sich selbst an dem Medium zu versuchen.

 

Auch auf die Beziehung zwischen SchülerInnen und PädagogenInnen wirkte sich der FAME-Workshop positiv aus, denn Film bedeutet, auf Augenhöhe zu sein. Ein „Du“ am Set baut Hürden ab. Auch ist eine enge Zusammenarbeit von allen gefordert. SchülerInnen, Lehrende, Eltern, die gesamte Schulorganisation, sowie teilweise Betriebe, Institutionen und Gemeinden sind oft bei einem Projekt involviert (je nach Größe und Motivation). Dieses Vertrauen, die Wertschätzung und die gemeinsame Zeit haben bei vielen Projekten zu langjährigen Verbindungen – nicht nur zwischen SchülerInnen und Lehrenden, sondern auch zu den Vortragenden geführt. Besonders dabei: “Hahnenschrei”, “Sternsingerrap”, “Todesworte”, “Zeitlos”.

 

Filme sind die neuen Bücher und Bilder sagen mehr als tausend Worte. Film ist ein Medium, das allen Kindern und Jugendlichen geläufig ist, daher sind sie immer ein Anknüpfungspunkt, schneller Einstieg und implizieren ein Berufsbild, das – wenn nicht erstrebenswert, so doch auf jeden Fall nicht uninteressant ist. Auch bei kürzeren Workshops ist das „Hollywood“-Feeling der Hintergrundgeschichten und des Making-ofs nicht zu unterschätzen.

 

Kurzfilme sind ein ernstzunehmendes Genre, allerdings meistens unabhängig produziert, da es dafür keine offiziellen Vertriebswege gibt, wie etwa für den klassischen Spielfilm. Daher ist es eine riesige Freude, dass sie (zusätzlich zu den Festivals) gesehen, verwendet und weiterentwickelt werden und nicht nur einen gesellschaftspolitischen Inhalt, sondern auch solche Auswirkungen haben.

 

Besonders statt hatte die Gruppe in erster Linie natürlich am Filmemachen selbst. Allerdings sind aber die kreativen Brainstorming Runden, der qualitative Austausch von Machenden und Analysierenden besonders hervorzuheben.

 

Learnings

Ein Buch zu schreiben ist wahnsinnig viel Arbeit. Der Anfang geht beinahe wie von selbst, aber – auch wie beim Filmen – sind die letzten 10% “Sturheit” (das Team von “Traum und Wahnsinn” spricht an dieser Stelle einen riesen Dank an Sissi dafür aus). Probleme verursachten Verlinkungen der Filme und die Vergabe von Passwörtern. Ein großer Tipp wäre hierbei, keine DVDs zu verwenden, da diese für die heutigen Datenmengen und Qualitätsansprüche für Bild und Ton nicht mehr adäquat sind.

 

Einer der Kurzfilme:

 

 

 

Und so geht es weiter

Es wird neue Filme für Vol. 2 geben. Und ein Sachbuch mit Anleitungen zum Selber Filmemachen ist ebenfalls bei den finalen zehn Prozent angekommen. Mit etwas Glück reicht „die Sturheit“ auch dafür.

 


 

Mehr auf:

 

 

 

 

 

 

 

Frische

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