Eine Kiste für jedes Kind

Steckbrief

Klassenraum renovieren

34266 Niestetal (Hessen)

Wilhelm-Leuschner-Schule

Projektleiter: Bettina Homann

Klassenstufe: 5

Teilnehmer: 120

Läuft bis: 08.09.2011

Projekt teilen
Projekt drucken

Jedes Kind soll eine geeignete Lagermöglichkeit für die Materialien haben, die Zuhause nicht gebraucht werden.

 

Wilhelm-Leuschner-Schule

Eine eigene Unterbringungsmöglichkeit für die Schulmaterialien jeder Schülerin und jedes Schülers, mit diesem Ziel entstand vor 7 Jahren an unserer Schule eine Projektgruppe aus Schülern, Eltern und Lehrern. Schnell war klar, dass eigene Spinte zu teuer sein würden, außerdem sollte die Unterbringungsmöglichkeit transportabel sein, so dass sie bei Klassen- oder Raumwechsel mit umziehen konnte. Auf der Suche nach einem geeigneten Material erschien uns Plastik nicht langlebig genug, deshalb entschieden wir uns als Umweltschule für den nachwachsenden Rohstoff Holz. Kisten verschiedener Hersteller wurden gesichtet und wir wurden schließlich bei Max Bahr fündig. Dort wurden solide gearbeitete Kisten aus Fichten- bzw. Kiefernholz mit gut ausgearbeiteten Grifflöchern angeboten. Diese waren sauber geschliffen, sodass keine Verletzungsgefahr durch eventuelle Splitter bestand. Mit dem Förderverein wurde vereinbart, dass dieser die Kisten jeweils für den neuen Jahrgang 5 finanzieren sollte.

 

Nach zwei Jahren mussten wir nochmals eine Änderung im Konzept vornehmen, seitdem schaffen wir die 25 cm hohen Kisten an, da die zunächst erworbenen niedrigeren Kisten doch nicht ausreichend Stauraum boten. Dies wurde nur dadurch möglich, dass wir Jahr für Jahr den „Das macht Schule“-Projektgutschein anforderten und so die Mehrkosten finanzieren können.
Heute, nach sechs Jahren sind über 90% der schon so lange genutzten Holzkisten noch in gutem Zustand, sodass sie an den nächsten Jahrgang 5 übergehen können. Beschädigte oder sehr gebraucht aussehende Kisten werden im Arbeitslehrekurs „Holz“ repariert bzw. aufgearbeitet.
Beschriftet haben wir die Kisten mit selbst gestalteten und laminierten Bildern oder Fotos. Diese sind mittels Heißkleber schnell und dauerhaft aufgeklebt, lassen sich bei Verlassen der Schule aber auch gut wieder ablösen.

Wilhelm-Leuschner-SchuleIm Klassenraum stehen die Kisten in fest eingebauten Regalen, der Brettabstand ist so auf die Kisten eingestellt, dass man sie zum Hineinschauen ein Stück herausziehen muss. Wenn sie gut gefüllt sind, sind die Kisten manchmal ganz schön schwer. Die unteren Klassen holen sie deshalb teilweise vor dem Unterricht aus dem Regal und stellen sie auf die Fensterbank, so ist es leichter, schnell darauf zuzugreifen. Ab Klasse 7 ist das Herankommen überhaupt kein Problem mehr, die Regalböden werden nach Größe zugeteilt.

 

Unsere Kisten sind ein Erfolgsprojekt, das jetzt, da wir ca. 700 Kisten nach und nach angeschafft haben, nur noch geringe Folgekosten hat, -fast alle Kisten können weiterverwendet werden. Die Nutzung der Kisten ebenso wie das Ordnung halten darin trainieren wir bereits in Klasse 5. Damit das auch so bleibt, haben Klassen eigene Projekte entwickelt, wie z.B. den Pokal, der Woche für Woche an das am besten aufgeräumte Regal vergeben wird und dieses dann krönt.

 

 

Frische

Sign up und du bekommst 1x im Monat wertvolle Anregungen & Infos für Praxisprojekte an deiner Schule.

* Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere, dass meine Daten im Newsletterdienst Cleverreach gespeichert werden.