2000 Watt Menü: Energie-Genuss

Steckbrief

Ess AG gründen

78467 Konstanz (Baden-Württemberg)

Naturschule Region Bodensee e.V.

Klassenstufe: Plattform Nachhaltiges Lernen

Teilnehmer: 100

Läuft bis: 08.07.2016

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Mit maximal 2000 Watt leben heißt einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

 

Essen spielt dabei eine kleinere, aber wesentliche Rolle, weil auch andere Aspekte nachhaltigen Lebens berührt werden. 2000 Watt zu leben beim Einkauf und der Zubereitung von Essen soll attraktiv dargestellt werden: das fängt beim Besuch eines regionalen landwirtschaftlichen Betriebes an, geht zur Verarbeitung bei Bäcker und Fleischer bis hin zum Restaurant. Am Ende werden die Teilnehmenden ihre 2000 Watt Speisepläne selbst zusammenstellen und ausprobieren. Von der Schnippeldisko bis zum Kochworkshop können sich alle beteiligen und viel Anregungen holen, die ihren Alltag zuhause, beim Lernen und Arbeiten begleiten. Größte Herausforderung wird die Finanzierung sein, FörderInnen finden, das Projekt zu strukturieren, so dass alles klappt. Der erste Schritt ist das Konzept aufs Papier bringen, nachdem eine ausgewählte Gruppe es erarbeitet hat.

 


 

Zum Beispiel:

 

Im Berufsschulzentrum Radolfzell startete man mit einer theoretischen Einführung. Der am Vorabend zur gleichnamigen Lesung im Milchwerk anwesende „Harte Kost“-Autor Stefan Kreutzberger sensibilisierte zum Thema Nahrungsmittelverschwendung: Darüber, dass durchschnittlich mehr als 1/3 aller Lebensmittel weggeworfen werden, wie Agrarexporte nicht nur den Bauern ferner Länder schaden können und ein übermäßiger Fleischkonsum Umwelt und Gesundheit schadet. Die aus Berlin angereiste Referentin von Slow Food Deutschland Lotte Heerschop zeigte erste Lösungen auf: die Verwendung von „krummen Gemüsen“ bietet auch der Gastronomie kreative Anregungen und Möglichkeiten ihren „ökologischen Fußabdruck“ zu reduzieren. Gestärkt mit vegetarischen „Klimaschutzburgern“ des 2000 Watt-Partners Naturfreundehaus Markelfingen machten sich die Jugendlichen begleitet von ihrer Lehrerin Frau Buntru, Lotte Heerschop und der 2000 Watt Beraterin Sigrid Alexander auf den Weg nach Rengoldshausen:

 

Die Pädagogin Sonja Ostermeyer dieses Demeter-zertifizierten Lernort-Bauernhofs lud zusammen mit dem Gärtnermeister Johannes und Referendarin Martina ein, bei einem Rundgang die Abläufe vom Feld, über Lager und Aufbereitung, Hofladen und Gemüsekiste bis auf den Teller kennenzulernen. Die Auszubildenden durften selber „krummes Gemüse“ ernten und daraus dann ein leckeres 2000-Watt-Menü zusammen kochen: so wurden aus diesen 3 Grundzutaten (Lauch, bunter Mangold und grüne Bohnen) in Windeseile ein kreatives Menü gezaubert.

Als weitere Anregung Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, legten die Auszubildenden am nächsten Unterrichtstag Karotten ein. Angesichts des „Welternährungstages“ am 16.10.2015 hat dieser Aktionstag erste Anregungen gegeben, wie bereits Auszubildende die 2000 Watt-Idee im Kreis Konstanz in ihrem beruflichen und privaten Alltag weiter entwickeln können.

 

Das macht Schule Kommentar: Bewusster mit der Umwelt umgehen, bedeutet nicht nur die öffentlichen Verkehrsmittel zu wählen oder weniger Wasser zu nutzen, sondern auch bei Lebensmitteln und Essenszubereitung genauer hinzuschauen. Genau das macht ihr mit eurem Projekt vor! So können sich Schülerinnen und Schüler zum Beispiel direkt in ihrer Mensa darum kümmern, wie sie ein leckeres 2000-Watt-Menü herstellen und anbieten können.