Nachhaltiges Handeln in der Region fördern

Schutz der Umwelt – ein Top-Thema

Jährlich fallen allein in Deutschland 1,7 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Wertvolle Rohstoffe und schädliche Bestandteile. Weniger als die Hälfte wird ordnungsgemäß entsorgt. Was fehlt, ist eine Verhaltensänderung in den Haushalten. Eine verbesserte Abfallsammlung ist ein erster Schritt zur Kreislaufwirtschaft. Wir konnten dazu ein Erfolgsmodell aus den Niederlanden nach Deutschland holen: Das E-Waste Race. Jedes Race ein Riesenerfolg, bewährt als breitenwirksamer Ansatz an über 800 Schulen. Das ist jetzt auch in Ihrer Region möglich.

Timmy im Unterricht
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Nirgends ist Fridays for Future so stark wie in Deutschland. Mit dem Race können Schulen dieses Engagementpotenzial kanalisieren.

E-Waste Helden

Was ist ein E-Waste Race?

Mit dem E-Waste Race fördern Sie ökologisch nachhaltiges Handeln in Ihrer Region. In der Regel treten 10 Schulen an, die in einer 4-wöchigen Sammelaktion im Schnitt 14 Tonnen Elektro-Schrott in Haushalten sammeln (das entspricht etwa 20 Tonnen CO2). Wir koordinieren das Ganze, bereiten die Schülerinnen und Schüler in einem interaktiven Unterricht inhaltlich vor, stellen Unterrichtsmaterial und die Website zur Koordination der Abholung zur Verfügung, sorgen für die logistische Unterstützung durch den Abfallentsorger, organisieren Auftakt, Pressetermin, Siegerehrung und den Schulausflug. Kurz: Wir übernehmen alles was zu tun ist.

Dafür sorgt Das macht Schule

Das macht Schule übernimmt das komplette Projektmanagement:

  • akquiriert Schulen für die Teilnahme,
  • sorgt für Unterstützung durch den lokalen Abfallentsorger,
  • organisiert eine Kick-Off-Veranstaltung mit Presse (auf Wunsch mit Förderer),
  • macht alle Schulen in einer interaktiven Doppelstunde inhaltlich fit,
  • stellt kostenloses Unterrichtsmaterial, Videos etc. zur Verfügung sowie begleitende Infos für Schule, Schüler, Lehrer und Eltern,
  • organisiert die 4-wöchige Sammelaktion und ist Ansprechpartner,
  • informiert die Presse und unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit und Verbreitung durch die Schulen,
  • organisiert die Abschlussveranstaltung mit Ergebnis-Reporting und Presse (auf Wunsch mit dem Förderer), gibt die Gewinner bekannt und
  • organisiert den Schulausflug sowie die Verbreitung der Projektstory auf unserer Website und den Social Media Kanälen.

Das bewirkt Ihre Förderung

    • Nachweislich positive Verhaltensänderung bei Schülern und im sozialen Umfeld.
    • Spielerisch und interaktiv Lernen, wie wertvoll Rohstoffe sind und warum die Kreislaufwirtschaft so wichtig für unsere Umwelt ist.
    • Ökologisch Handeln und nachhaltig Wirtschaften praktisch erleben.
    • Beeindruckende Sammelergebnisse: Im Schnitt werden bei einem Race von 10 Schulen 14 Tonnen Elektroschrott gesammelt. Das entspricht einer Einsparung von 20 Tonnen CO2. Laut UBA spart das der Gesellschaft rund 640 Euro pro Tonne CO2, also 12.800 Euro.
    • Große Strahlkraft: Jedes Race erreicht viele Tausend Menschen und bekommt erfahrungsgemäß viel Aufmerksamkeit der Medien.
    • Sichtbarkeit für den Förderer auf der Website, in der Pressemeldung und der Kommunikation mit den Schulen. Zusätzlich kann der Förderer sein Engagement für das E-Waste Race selbst für seine interne und externe Kommunikation nutzen.

So holen Sie das E-Waste Race in Ihre Region

Jedes Race wird von einem Förderer (in der Regel Stiftung, Unternehmen, Abfallentsorger oder Kommune) durch eine zweckgebundene Spende von 15.000 Euro finanziert.

Bedingt durch Ferienzeiten müssen wir uns an einen engen Zeitplan halten. Damit stehen im Jahresverlauf 3 Termin-Slots zur Verfügung. Vorlaufzeit bis zur Sammelaktion: 4 Monate.

Bei Fragen rufen Sie mich gern an, schreiben mir eine E-Mail oder schauen unten in die Fragen & Antworten.

Dörte rund

Dörte Gebert

040 20 933 266 5

e-waste-race@das-macht-schule.net

Fragen & Antworten

Klima und Umweltschutz sind ein Top-Thema der Jugend (Ergebnis der Jugendstudie 2020, die vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt in Auftrag gegeben wurde). Entsprechend groß ist die Nachfrage von Schulen. Die Races können in jeder Stadt bzw. Region in Deutschland stattfinden sowie in Österreich und der Schweiz. Überall dort, wo es einen regionalen Förderer gibt, der die Kosten von 15.000 Euro für ein Race mit jeweils bis zu 10 Schulen übernimmt. Damit leistet der Förderer einen wirkungsvollen Beitrag zu Umweltbildung und Umweltschutz – nicht nur bei den beteiligten Schülerinnen und Schülern, auch in deren sozialen Umfeldern, in der Nachbarschaft der Schulen und durch Medienberichte. Zusätzlich stärkt das die Kreislaufwirtschaft der Region.

Das E-Waste Race verbindet Umweltbildung mit einem Wettbewerb. Es hat zum Ziel, Tausende von jungen Menschen über die Bedeutung unserer Rohstoffe, Nachhaltigkeit und Elektroschrott-Recycling aufzuklären und dafür zu sensibilisieren. Gleichzeitig werden ausrangierte elektrische Geräte fürs Recycling gesammelt und verhindert, dass sie im Restmüll landen oder gar nicht erst der Kreislaufwirtschaft zugeführt werden.

Jedes E-Waste Race leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, die 65 Prozent Sammelquote zu erreichen, die durch das Elektrogesetz festgelegt ist. Außerdem spielen Klima- und Umweltschutz  für die große Mehrheit der Jugendlichen eine wichtige Rolle (siehe Jugendstudie „Klima und Umwelt“ 2020).

 

Aufklärungsarbeit ist gefragt. Deshalb braucht es einen breitenwirksamen Ansatz, der diese Themen sowohl bei der Jugend, als auch in den Haushalten und im öffentlichen Bewusstsein verankert. Fachleute sind sich einig: Mehr Umweltbildung in der Schule würde helfen, die Fähigkeiten zur Zukunftsbewältigung in der Gesellschaft zu verbessern. Schule kann beispielhaft die Rolle für andere gesellschaftliche Bereiche einnehmen.

 

Auch seitens der Schulen bzw. der Schülerinnen und Schüler besteht Bedarf nach Umweltprojekten. Bernd Gebert, Gründer von Das macht Schule: „In keinem andere Land ist „Fridays for Future“ so stark wie in Deutschland. Viele Schulen wollen dieses Engagement-Potenzial kanalisieren und fragen nach entsprechenden Projektformaten. Deshalb freuen wir uns, dieses Format im gesamten deutschsprachigen Raum anbieten zu können. Das entspricht auch dem vielfachen Wunsch nach mehr ökologischer Bildung, die nach der Rio-Erklärung (Bildung für nachhaltige Entwicklung – BNE) bereits seit 1992 zum Pflichtprogramm der Schule gehören sollte, wie auch „Fridays for Future“ fordert.

 

Jedes Race erreicht Tausende von Menschen: In jedem Race werden im Durchschnitt 14 Tonnen Elektroschrott gesammelt, was einer CO2-Einsparung von 20 Tonnen entspricht.

Das Projekt bewirkt nachweislich nachhaltige Verhaltensänderungen bei den Schülerinnen und Schülern (Evaluation der Universität Eindhoven/Niederlande) mit großer Strahlkraft auf die Familien und die beteiligten Haushalte. Für das fachgerechte Recycling sorgt dann das zertifizierte örtliche Entsorgungsunternehmen.

 

In den Niederlanden lief dieses Erfolgs-Projekt seit 2014 bereits an über 800 Schulen.

Immer weiter verbreitet ist die weltweite Nutzung elektronischer Geräte – das ist ein enormes und globales Problem für die Umwelt. 1,7 Millionen Tonnen E-Schrott produzieren wir alleine in Deutschland pro Jahr. Doch E-Schrott ist nicht einfach nur Müll: Bestandteile in Smartphones und anderen Elektrogeräten sind nicht nur wertvoll, sondern häufig auch giftig. E-Schrott macht zwar nur zwei Prozent der Abfallströme aus, dafür aber 70 Prozent der gefährlichen Abfallbestandteile, die auf Deponien enden. Elektroschrott enthält wertvolle Rohstoffe wie Gold, Kupfer, Nickel und andere seltene Elemente wie Iridium oder Palladium. Eine Tonne Smartphones bringt heute weitaus mehr Gold als 1 Tonne Gold-Erz. Doch nur rund 30 Prozent von diesem Gold wird heutzutage wiederverwertet. Viel von dem Elektroschrott liegt noch zuhause in Schubladen oder im Keller. Damit werden wertvolle Rohstoffe dem Kreislauf der Wiederverwendung entzogen. Entsprechend gering ist die Recyclingquote. Das wollen wir ändern und so gemeinsam mit Förderern und Schulen einen wichtigen Beitrag für die Umwelt leisten.

 

Die 2004 ins Leben gerufene Partnership on Measuring ICT for Development (ein Zusammenschluss zur Bereitstellung von Informations- und Kommunikationsdaten in Entwicklungsländern) definiert Elektroschrott als alles, was einen Stecker oder eine Batterie hat: vom Drucker über Schreibtischlampen, bis hin zu Smartphones, Kühlschränken, Rechnern, Fernsehern und Beamern, die das Ende ihrer „Lebensdauer“ erreicht haben, sowie die dazugehörigen Komponenten. Derzeit haben nur wenige Länder eine einheitliche Methode, diesen Abfall zu erfassen. E-Schrott kommt aus unterschiedlichen Quellen, aus privaten Haushalten und der Industrie.

 

Nach einer Festlegung der Partnerschaft gibt es sechs Kategorien von Elektroschrott:

  • Kühl- und Gefriergeräte (z. B. Kühlschränke, Klimaanlagen etc.)
  • Bildschirme/Screens (z. B. Fernseher, Laptops, Tablets etc.)
  • Leuchten/Lampen (z. B. Glühbirnen, LED-Lampen etc.)
  • Großgeräte (z.B. Waschmaschinen, Trockner etc.)
  • Kleingeräte (z.B. Mikrowellen, Toaster etc.)
  • Kleine IT- und Kommunikationsgeräte (z.B. Smartphones, GPS-Geräte, Taschenrechner, Router etc.)

Quelle: Quarks

Seit 2019 zählen z.B. auch Verlängerungskabel, Ladegeräte u.ä.  zu Elektroschrott.

Bis auf Groß-, Kühl- und Gefriergeräte und gewerblichen Elektroschrott wird beim E-Waste Race alles gesammelt. Damit die Entsorgung in geordneten Bahnen verläuft ist das jeweils örtliche Entsorgungsunternehmen mit von der Partie, das für das fachgerechte Recycling sorgt.

An einem regionalen E-Wast Race nehmen in der Regel 10 Schulen teil. Diese sammeln im Schnitt 14 Tonnen Elektroschrott. Das entspricht einer CO2 Einsparung von fast 20 Tonnen. Interessant ist hierzu die Betrachtung des Umweltbundesamtes (UBA):

 

Nach Berechnungen des UBA verursacht der Ausstoß von einer Tonne CO2 Kosten von rund 640 Euro für die Gesellschaft. Da bei einem E-Waste Race im Schnitt 14 Tonnen Elektroschrott gesammelt werden, was knapp 20 Tonnen CO2 entspricht, werden also pro Race ca. 12.800 Euro gespart. Das sind die Schäden, die durch die Zunahme von Wetterextremen und den Folgen wie Ernteausfälle, Verlust von Häusern in den nächsten 100 Jahren nach wissenschaftlicher Berechnung voraussichtlich entstehen werden. Tragen müssen diese Kosten vor allem die heute jungen Menschen und zukünftige Generationen.

Eine Tonne CO2 wird freigesetzt bei 4600 Kilometer Autofahrt mit dem Diesel-PKW (Verbrauch von rund 325 Liter) oder in einem ungedämmten Haus mit Ölheizung in einem Monat.

 

Quelle: Deutsche Welle

Die Müllhalde in der ghanaischen Hauptstadt Accra wurde bereits von einigen Medien als dreckigster Ort der Welt bezeichnet. Unter großen Gefahren für Umwelt und Gesundheit wird Elektroschrott hier schutzlos mit der Hand verarbeitet. Am Rand von Accra, der ghanaischen Millionenmetropole, liegt eine der größten Elektro-Müllhalden der Welt. Rund 6.000 Frauen, Männer und Kinder leben und arbeiten hier. Sie nennen diesen Ort „Sodom“. Wiederverwertung? Irrtum! Ein Fernseh-Bericht aus der Hölle in Afrika porträtiert ihren Alltag.   Die ersten 3 Minuten des Filmbeitrages sagen alles – wir haben uns weitere Erklärungen gespart. Nur wenn wir bei uns vor Ort die Kreislaufwirtschaft stärken, schaffen wir die Grundlage für die Weiterentwicklung ökologisch interessanter Recycling-Verfahren und verhindern illegale Müllexporte in den globalen Süden. Das schützt nicht nur Menschen vor gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen, es verhindert auch, dass giftige Substanzen in den Boden und die Atmosphäre gelangen.

Die Sustainable Development Goals (SDGs) wurden 2015 von der UN im Rahmen der Agenda 2030 verabschiedet. Das Ziel: Eine Transformation unserer Welt hin zu ökologischer, sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeit. Die 17 Ziele sollen zur gemeinsamen Lösung globaler Probleme beitragen. Dabei richten sie sich an alle Staaten, aber auch an Unternehmen, Kommunen und jeden Einzelnen.

 

Eine Förderung eines E-Waste Race unterstützt gleich mehrere Ziele der SDGs. Dabei ist der Beitrag zu SDG 12 „Nachhaltiger Konsum und Produktion“ besonders groß. Kommunen, Unternehmen, Entsorger und Stiftungen können so ihren Beitrag zur Erreichung der internationalen Nachhaltigkeitsziele leisten.

 

Das E-Waste Race kann dazu beitragen, dass die Sammelquote und somit auch die Recyclingquote von Elektroschrott in Deutschland deutlich erhöht wird. Bisher werden nur 45 Prozent gesammelt. Seit 2019 liegt das Ziel bei 65 Prozent. Wertvolle Rohstoffe können dadurch neu verwertet werden. Das ist die Grundlage für nachhaltige Produktion, auf die das SDG 12 abzielt. Zusätzlich trägt das E-Waste Race zum nachhaltigen Konsum bei, weil Schülerinnen und Schüler für die Auswirkungen ihres Konsums auf Mensch und Umwelt sensibilisiert werden (sowohl bzgl. der Produktion als auch des Exports von E-Schrott ins Ausland). Diese Erkenntnisse prägen zukünftige Kaufentscheidungen und werden von den Kindern in ihre Familien, Freundeskreise und Nachbarschaften getragen.

 

Darüber hinaus unterstützt eine Förderung eines E-Waste Races das Erreichen weiterer Nachhaltigkeitsziele: Das SDG 4 „Hochwertige Bildung“ zielt u.a. auf Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und nachhaltige Lebensstile ab, welche mithilfe der Races gefördert werden. SDG 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ fokussiert die enormen Potenziale von Städten für nachhaltige Entwicklung und zielt u.a. auf ein nachhaltiges Abfallmanagement. Da das Sammeln und Wiederverwerten von Elektroschrott CO2 einspart, fördert ein E-Waste Race gleichzeitig die Erreichung des SDG 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“. Nicht zuletzt unterstützt das Projekt auch SDG 15 „Leben an Land“, da durch fachgerechtes Recycling verhindert wird, dass im Elektroschrott enthaltene umweltschädliche Stoffe in die Umwelt gelangen.

 

Das macht Schule schafft Zugänge zu Schulen und ist gut vernetzt. Sowie ein Förderer für eine Region zur Verfügung steht, startet Das macht Schule einen Aufruf für den Wettbewerb bei den Schulen der Region. Diese Schulen können sich dann hier anmelden.


Das macht Schule hilft mit coolen Praxisprojekten Schüler aufs zukünftige Leben vorbe­reiten, Teilhabe, Werte und Kompetenzen fördern. Die Schülerinnen und Schüler lernen Probleme zu lösen, um mit den globalen Herausforderungen der Zukunft umgehen zu können. Zusätzlich vermittelt die Initiative über www.pc-spende.de gebrauchte Hardware aus Unternehmen kostenlos an Schulen. Das macht Schule ist seit 2007 online, deutsch­landweit, gemeinnützig, gründergeführt und wird durch Stiftungen und Spenden finan­ziert. Mehr: www.das-macht-schule.net/ueber-uns.

Auszeichnungen Das E-Waste Race wurde 2014 in den Niederlanden von Timmy de Vos gegründet. Das Projekt wurde bereits mehrfach ausgezeichnet: 2020 TOP 100 Recycling Heroes der Global Recycling Foundation, 2017 Energy Globe Award Netherlands (mitorganisiert von der UNO), 2016 Sustainable Young 100, 2013 Gewinner der E-waste 2.0 Challenge (Preis für innovative IKT-Konzepte zum E-Schrott sammeln). – Das macht Schule wurde 2006 von Bernd Gebert gegründet. Dieser wurde bereits 2007 von der Internationalen Organisation Ashoka in das Netzwerk der führenden Social Entrepreneurs berufen.

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