Projektvorlage für Weltretter: Klima AG

Weltretter in der Schule

Viele Kinder und Jugendliche finden es wichtig, sich für Klima und Umwelt zu engagieren, würden gern tiefer ins Thema eintauchen und das am liebsten ganz praktisch. Nicht selten wird ihre Fantasie von Vorbildern wie Felix Finkenbeiner mit Plant-for-the-Planet oder Vanessa mit ihrer Gelben-Sack-Aktion angeregt. „Die Welt retten“ und dabei lernen, worum es eigentlich geht. Eine Klima AG ist das ideale Projektformat dafür. Wer einmal vor der eigenen Schul-Tür schaut, findet Ansatzpunkte: von rumliegenden Plastiktüten über Taxi „Mama“ bis zur WC-Spülung und der Ernährung. – Daran gemeinschaftlich etwas zu ändern, ermöglicht großartige Selbstwirksamkeits-Erfahrungen.

Traurig geht ein Mädchen über die vertrockneten Felder in Kenia. In einigen Ländern führt das Klima dazu, dass es zu wenig regnet und die Bauern nichts ernten können. Die Menschen hungern. – Kinder macht so etwas betroffen. Kinder kennen keine Grenzen und wollen einander helfen. Das ist mindestens ein genauso starker Antrieb, wie ein Delfin, der an Plastikmüll zugrunde geht. In welcher Rolle sehen sich die Jugendlichen hier?

Mehr als die Hälfte (56 Prozent, Quelle Statista) sieht sich in der Rolle, später die Probleme der Umweltzerstörung ausbaden zu müssen. 64 Prozent sagen, eigenverantwortlich zu leben und zu handeln sei etwas, das sie im Leben anstreben (Studie zu Einstellungen und Alltag junger Menschen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit). 55 Prozent der Nennungen weist Bildungsinstitutionen eine wichtige Rolle für die Vermittlung von Informationen zu. – Das hier noch „Hunger“ herrscht, zeigt zum Beispiel, dass nahezu jeder zweite Jugendliche (44 Prozent, Quelle: Statista) sich mehr Bildung und Aufklärung über die Folgen umweltschädlichen Konsums wünscht.

Nahezu jeder zweite Jugendliche wünscht sich mehr Bildung und Aufklärung.

Umweltthemen sind häufig komplex und erklärungsbedürftig. Frag deine Schüler mal:

  • Hast du schon mal darüber nachgedacht, was Klima- und Umweltschutz alles beinhaltet?
  • Was man damit bezwecken will?
  • Oder was du selbst für Klima- und Umweltschutz tun kannst?

Das ist ein hervorragender Einstieg ins Thema, den wir in einem Video-Transkript bei Sofatutor gefunden haben. Und das ist genau die richtige Grundlage, um selbst eine Klima AG zu gründen.

Sich einmischen, mitreden und Klimahelden der Schule werden.

Schüler können als Klimabotschafter ihrer Schule Mitschülern beibringen, was es mit dem Wassersparen auf dem Klo, Licht aus, Heizung runter, Fenster zu und noch vielem mehr auf sich hat. Und, dass Müll etwas wert ist und dem Klima nicht egal ist, was man isst. So lernen sie Dinge infrage zu stellen und zu hinterfragen. Das bringt Ideen hervor und  fördert Kreativität. Die Ergebnisse mit anderen zu teilen, fördert kommunikative Fähigkeiten, positiven Umgang und Wertschätzung und die gemeinsame Aktion stärkt den Teamgeist. – Hier 3 Beispiele für solche Praxisprojekte:

Beispiel 1: Die Max-Klinger-Schule, Leipzig​

Schülerinnen und Schüler haben gemeinsam Themenschwerpunkte erarbeitet, die Schulleitung, Lehrer und Eltern mit einbezogen. Ein Schulgarten mit Hochbeeten ist entstanden. Fachlichen Rat holten Sie sich bei der Leipziger Urban-Gardening-Gemeinschaft Annalinde. Mittlerweile bewirtschaftet eine Klasse den Schulgarten. Das Thema Müllbekämpfung war ein weiteres Anliegen. Mit der Schulleitung entwickelten Sie die Idee, dass Klassen mit Unterrichtsausfall zur Müllentsorgung des Stadtteils beitragen können. Um noch mehr Schüler für das Thema zu sensibilisieren, gingen Sie mit verschiedenen Klassen in den Freistunden durch die Schulumgebung und sammelten weggeworfenen Abfall ein. Die Schule lebt vor, wie nachhaltiges Engagement funktioniert. Beteiligt sind die Klassenstufen 11-13. Jetzt Projektstory lesen.

Beispiel 2: Der Montessori Campus Dietzenbach​ 

Schülerinnen und Schüler haben kreative Ideen entwickelt, um Umwelt und Klima zu schützen. Sie haben beispielsweise eine Streuobstwiese betreut und Kartoffeln gepflanzt. Gemeinsam haben sie eigenständig ein Kleidertausch-Event organisiert, mit allem was dazu gehört. So eine Veranstaltung eigenständig zu planen, umzusetzen und am Ende den Erfolg zu sehen, ist eine wertvolle Erfahrung, die wichtige Kompetenzen fördert. Lernen, was man selbst zum Klimaschutz beitragen kann: Das macht Lust auf mehr! Beteiligt ist die Klassenstufe 7. Jetzt Projektstory lesen.

Beispiel 3: Die freie Waldorfschule Überlingen​

Das Thema Plastikmüll hat die Schüler so sehr beschäftigt, dass sie eine Plastik-AG gegründet haben. Die Schüler organisierten einen Raum, schalteten eine Anzeige im Schulblatt, dass sie Stoffe brauchen, um Stofftaschen zu nähen. Sie besorgten sich zwei alte Nähmaschinen und nähten los. Auf dem Markt verteilten sie die Taschen gegen eine Spende. Die Schüler wollten auch wissen, was die Leute zum Thema Plastik zu sagen haben. Mit einem Aufnahmegerät im Gepäck fuhren die Schüler nach Überlingen und befragten Passanten. Beteiligt ist die  Klassenstufen 9. Jetzt Projektstory lesen.

Werde Teil einer Bewegung für mehr Erfahrungslernen durch Praxisprojekte an Schulen und Teile deine Projektidee, damit sie Schule machen kann.

Spätestens an dieser Stelle siehst du, wie wertvoll es ist, Projekterfahrungen zu teilen. Auf diese Weise kann eine Projektidee Schule machen, regt andere zum Nachmachen an, bringt sie auf Ideen und zeigt, was machbar ist. Auf unserer Website findest du Unterstützung und die Projektvorlagen für eine Klima AG. Wenn du schon eine Projektidee hast oder ein tolles Projekt, das du mit uns teilen möchtest, bist du herzlich dazu eingeladen: Jetzt mein Projekt teilen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.