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Life-Hacks gegen Lehrermangel

Was wäre, wenn wir die Sache selbst in die Hand nehmen und nicht auf die Politik warten?

Wir würden einen anderen "Spirit" an der Schule erleben, mehr Autonomie und Gestaltungsfreiheit. Kinder und Jugendliche würden merken, was sie uns wert sind. Und so könnte Schule wieder Spaß machen.

Life-Hack 1:

Doppelstunden von 90 auf 80 Minuten reduzieren

Schulleiterin Heike Herrmann sagt: „Wenn viele Stunden ausfallen und die Personalnot groß ist, fällt oft als Erstes die Klassenratsstunde hinten runter – das wollte ich keinesfalls!“ Sie hat daher nach einem Weg gesucht, das morgendliche Ankommen für die Schülerinnen und Schüler trotz dünner Personaldecke umzusetzen. Ihre Lösung: Die Doppelstunden wurden von 90 auf 80 Minuten reduziert, und so ließ sich jeden Tag eine halbe Stunde einsparen. Mehr lesen

Life-Hack 2:

FLiP Tage: Ein Tag im Praktikum entlastet das Kollegium

„FLiP“ steht für „Forschendes Lernen in der Praxis“. Jeden Mittwoch wird nicht im Klassenraum, sondern bei einem außerschulischen Partner im Betrieb gelernt. Der Tag im Praktikum kann bereits bei den 7. Klassen anfangen. Das bringt eine deutliche Entlastung fürs Kollegium. Wenn drei 7. und 8. Klassen statt FLiP regulären Unterricht hätten, würden etwa acht Lehrkräfte benötigt, um die Unterrichtsstunden abzudecken. An FLiP-Tagen sind aber nur zwei im Einsatz. Mehr lesen

Life-Hack 3:

Lehramtsstudierende akquirieren - wie duales Studium

Fünf Studierende arbeiten an der Gemeinschaftsschule Lessing aus Sachsen-Anhalt. Personal zu bekommen, ist kein Selbstläufer. Deshalb spricht die Schulleiterin schon mal Studierende an, die im Eiscafé hinter der Theke stehen. Glückliche Fügung war der Anruf einer Studentin, die gerade ihren Bachelor in der Tasche hatte und fragte, ob sie nicht als Vertretungslehrerin arbeiten könne – parallel zum Lehramtsstudium im Master, im Prinzip wie ein duales Studium. Benefit: Durch die Arbeit als Vertretungslehrkraft verkürzt sich das Referendariat um vier Monate. Mehr lesen

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Life-Hack 4:

Kreative Lösungen für nicht-pädagogische Aufgaben finden

Seiteneinsteiger an Bord holen: Lehramtsstudierende, Schulsozialarbeiter, Leute im Bundesfreiwilligendienst oder Freiwilligen Sozialen Jahr. Anbieter ist zum Beispiel der Internationale Bund, aber auch andere (einfach mal googeln). Angebote außerschulischer Kooperationspartner nutzen. Assistenzkräfte für administrative Aufgaben einstellen und damit Lehrkräfte von Arbeiten entlasten, die auch andere machen können. Ehrenamtliches Engagement und Know-how aus der Elternschaft einsetzen.

Life-Hack 5:

Guter "Spirit" hilft, Probleme einfacher zu lösen

Herausforderung für die Führung: Aufbruchstimmung verbreiten, dem Kollegium Wertschätzung entgegenbringen und ermutigen, mehr an das Wohl der Schüler zu denken als an die eigenen Probleme. Selbst Vorbild sein. Kreativ werden, um vernünftig ausgestattete Lehrer-Arbeitsplätze anbieten zu können, damit sie zwischen den Unterrichtzeiten in Ruhe arbeiten können. Angebote zur Resilienz-Förderung im nahen Umfeld der Schule suchen und Lehrkräften empfehlen.

Life-Hack 6:

Die Schulleitung kann die Politik in die Pflicht nehmen

Bring was in Bewegung! Schicke eine Bestandsaufnahme vom Personalbedarf deiner Schule an die Abgeordneten deines Wahlkreises. Was könnte durch andere als Lehrkräfte erledigt werden? Was brauchst du dafür als Budget? Brauchst du vielleicht Unterstützung beim Recruiting? Bitte deine Abgeordneten um einen öffentlichkeitswirksamen Aufruf in der Presse. Wähle „geschickte Mittel“, damit andere für eure Schule Partei ergreifen und was tun. Klage nicht, fordere und handle!

Schreib uns deinen Tipp an: kontakt@das-macht-schule.net

Life-Hack 7:

Bundestagsabgeordnete deines Wahlkreises aktivieren

Frage den Bundestagsabgeordneten, der für deinen Wahlkreis zuständig ist: Was tun Sie konkret in Ihrem Wahlkreis gegen den Lehrermangel und um die Situation an Schulen generell zu verbessern? Wir haben eine Mailvorlage vorbereitet, die du an deinen zuständigen Bundestagsabgeordneten schicken kannst. Und auch einige Tipps, wie du die zuständigen Abgeordneten und ihre E-Mail-Adressen ermitteln kannst. Schließlich ist ihre Aufgabe, uns zu helfen. – Hier gehts zur Vorlage

Life-Hack 8:

Ressourcen fokussieren, Weiterbildungszeit schlau nutzen

Unterrichten statt Weiterbilden. So wichtig Weiterbildung auch ist: Was ist gerade verzichtbar? Stunden von Lehrkräften, die für die Organisation von Lehrerweiterbildungen abgestellt sind, dem Unterricht zugutekommen lassen. Das gilt sowohl für Dozenten als auch für die Teilnehmenden, die für (verzichtbare) Weiterbil­dungen blockiert sind und in der Zeit nicht unterrichten können. Das heißt einfach: Prioritäten setzen, im Interesse der Schülerinnen und Schüler sowie des Kollegiums.

Life-Hack 9:

Die eigenen Gründe für Teilzeit nochmal überdenken

Du arbeitest in Teilzeit? Vielleicht magst du die Gründe noch mal überdenken und (vielleicht für eine limitierte Zeit) in Vollzeit wechseln? Oder den Teilzeitanteil reduzieren? Das hilft, den Mangel zu deeskalieren. Weiterbildungen im Augenblick auf das wirklich Notwendigste beschränken, damit keine Unterrichtszeit verloren geht. Und: Jede Lehrkraft kann mithelfen, die Schulleitung tatkräftig bei der Neuausrichtung der Schule zu mehr Autonomie und Gestaltungsfreiraum zu unterstützen. 

Vielleicht ist Schule der wichtigste Ort einer Gesellschaft überhaupt. Auf jeden Fall sollte man sie als solchen behandeln.

ZEIT-Journalist Anant Agarwala

Life-Hack 10:

Mit der Elternschaft in einem Boot

Eltern und Lehrkräfte, die gemeisam am gleichen Ziel arbeiten, können viel bewirken: Mehr Bildungsgerechtigkeit und gute Schulbildung! Wer also im Management ist, in Personalentwicklung, Organisationsberatung, wer Coach ist oder in IT-Berufen arbeitet, kann der Schule ehrenamtlich zur Seite stehen und damit vielleicht mehr bewirken als zunächst gedacht. Lasst uns gemeinsam zeigen: Wir kriegen das hin! Für unsere Kinder, für die Zukunft!

Life-Hack 11:

Mindful Leadership - mehr Achtsamkeit gegen Streß

Gerade an Schulen in sozial schwieriger Lage häufen sich die Herausforderungen. Durch gezielte Übungen und Vorleben einer entsprechenden Haltung kann ein positives Schul- und Lernklima geschaffen werden. Mit vielen Vorteilen: Alle fühlen sich wohler, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, bis hin zu den Eltern. Das fördert Leistungsbereitschaft, soziale Kompetenzen und die Persönlichkeitsentwicklung. So macht Schule wieder Spaß! – Mehr zum Thema gibt’s hier

Life-Hack 12:

Mit Yoga mehr innerer Stabilität und Resilienz

Um den Stürmen des Alltags zu widerstehen, müssen wir Körper und Geist „auf Zack“ bringen. Yoga baut Stress ab, bringt neue Energie, mehr Lebensfreude, stärkt das Selbstbewusstsein, fördert eine positive Sicht der Dinge, verbessert den Schlaf und die Konzentration. Für Yoga musst du weder sportlich sein, noch brauchst du teure Yoga-Leggings. Yoga ist für alle geeignet. In jedem Alter. Geh in ein Yoga-Studio oder mach mit beim sanften kostenlosen Online Yoga – Live via Zoom.

 

Life-Hack 13:

Lasst uns gemeinsam zeigen: Wir kriegen das hin!

Schon einmal sind wir zusammengerückt, das war vor etwa 16 Jahren bei der Fußball-WM und der Kampagne „Du bist Deutschland“. Auf einmal hatten wir alle Deutschland-Wimpel auf den Autos und ein großes Gefühl von Zusammengehörigkeit und dieses „Wir schaffen das“-Gefühl. Genau das ist das Gefühl, was wir wieder brauchen.

Wie wäre es, wenn wir den Fokus nicht auf die fehlenden Ressourcen „Lehrermangel“ richten, wenn wir erst einmal das verwenden, was wir haben? Das ist viel mehr, als es anfänglich scheint. Lasst uns die vorhandenen Ressourcen aktivieren. Egal wie anstrengend das jetzt wird. Jugend ist Zukunft. Wir können die Kinder nicht länger unter Tatenlosigkeit leiden lassen. Wahrscheinlich müssen wir dazu über den einen oder anderen Schatten springen. Suchen wir nicht nach Verantwortlichen. Tun wir etwas. Lasst uns gemeinsam zeigen: Wir kriegen das hin!

Das Kampagnen-Manifest

Das Manifest stammt aus dem Geburtsjahr von „Das macht Schule“ und „Schule im Aufbruch“.

Ein Schmetterling kann einen Taifun auslösen. Der Windstoß, der durch seinen Flügelschlag verdrängt wird, entwurzelt vielleicht ein paar Kilometer weiter Bäume. Genauso, wie sich ein Lufthauch zu einem Sturm entwickelt, kann deine Tat wirken. Unrealistisch, sagst du? Warum feuerst du dann deine Mannschaft im Stadion an, wenn deine Stimme so unwichtig ist? Wieso schwenkst du Fahnen, während Schumacher seine Runden dreht? Du kennst die Antwort: Weil aus deiner Flagge viele werden und aus deiner Stimme ein ganzer Chor. Du bist von allem ein Teil. Und alles ist ein Teil von dir.

Du bist Deutschland

Dein Wille ist wie Feuer unterm Hintern. Er läßt deinen Lieblingsstürmer schneller laufen und Schumi schneller fahren. Egal, wo du arbeitest. Egal, welche Position du hast. Du hältst den Laden zusammen. Du bist der Laden.

Du bist Deutschland

Unsere Zeit schmeckt nicht nach Zuckerwatte. Das will auch niemand behaupten. Mag sein, du stehst mit dem Rücken zur Wand oder dem Gesicht vor einer Mauer. Doch einmal haben wir schon gemeinsam eine Mauer niedergerissen. Deutschland hat genug Hände, um sie einander zu reichen und anzupacken. Wir sind 82 Millionen. Machen wir uns die Hände schmutzig. Du bist die Hand. Du bist 82 Millionen.

Du bist Deutschland

Also: Wie wäre es, wenn du dich mal wieder selbst anfeuerst? Gib nicht nur auf der Autobahn Gas. Geh runter von der Bremse. Es gibt keine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Deutschlandbahn. Frage dich nicht, was die anderen für dich tun. Du bist die anderen.

Du bist Deutschland

Behandle dein Land doch einfach wie einen guten Freund. Meckere nicht über ihn, sondern biete ihm deine Hilfe an. Bring die beste Leistung, zu der du fähig bist. Und wenn du damit fertig bist, übertriff dich selbst. Schlag mit deinen Flügeln und reiß Bäume aus. Du bist die Flügel, du bist der Baum.

Du bist Deutschland

Blogbeitrag zum Thema:

Sprungbrett für die Schulentwicklung? Wie wäre es, wenn wir beim „Lehrermangel“ den Fokus nicht auf die fehlenden Ressourcen richten, sondern erst einmal auf das, was wir haben? Mehr dazu hier

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