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Problemlöser aus Berlin und Hamburg: Ashoka nimmt sechs deutsche Social Entrepreneurs in internationales Netzwerk führender Sozialunternehmer auf
Die Gründer von streetfootballworld, Violence Prevention Network, co2-online, iq-consult, Väter e.V. und Das macht Schule e.V. werden ausgezeichnet
Die Themen sprechen für sich: Gewaltprävention, Bekämpfung von Arbeitslosigkeit oder Umweltschutz – Unternehmerpersönlichkeiten, die sich der Lösung drängender gesellschaftlicher Probleme annehmen, werden von Ashoka gefördert. Die internationale Organisation hat sechs sogenannte Social Entrepreneurs aus Deutschland zur Aufnahme in ihr internationales Fördernetzwerk ausgewählt. Vier von ihnen stammen aus Berlin: Jürgen Griesbeck (streetfootballworld gGmH), Johannes Hengstenberg (co2online gGmbH), Judy Korn (Violence Prevention Network e.V.) und Norbert Kunz (iq consult e.V.). Zwei stammen aus Hamburg: Volker Baisch (Väter e.V.) und Bernd Gebert (Das macht Schule e.V.). Weltweit unterstützt Ashoka fast 2000 Social Entrepreneurs aus 70 Ländern – Menschen, die mit neuen Konzepten ein gesellschaftliches Problem durchgreifend lösen.
Mit dem klassischen Unternehmer aus der Wirtschaft teilen Social Entrepreneurs Visionskraft, Innovationsfreude und Drang zum Wachstum; weil sie im sozialen Sektor operieren, sind die meisten von ihnen gemeinnützig tätig. Der bekannteste Social Entrepreneur ist Ashoka-Mitglied Muhammad Yunus, Gründer der Grameen Bank und Träger des Friedensnobelpreises 2006.
„Social Entrepreneurs leisten herausragende Arbeit", so Konstanze Frischen, Geschäftsführerin von Ashoka Deutschland. "Was Unternehmer für die Wirtschaft sind, sind Social Entrepreneurs für die Gesellschaft: Treiber von Innovation und Veränderung." Der kanadische Autor David Bornstein bezeichnet die Sozialunternehmer schlicht als Weltverbesserer. Das Ziel von Ashoka: Menschen helfen, sich selbst zu helfen, sowie die Professionalisierung und Stärkung der Bürgergesellschaft.
Ashoka arbeitet wie ein Investor im sozialen Sektor: Social Entrepreneurs werden in einem internationalen, mehrstufigen Auswahlverfahren identifiziert und erhalten Unterstützung, damit sie ihre Konzepte bestmöglich umsetzen können:
• Stipendien, die bei Bedarf den Lebensunterhalt für drei Jahre abdecken,
• Vernetzung mit anderen Social Entrepreneurs, damit Ideen für gesellschaftliche Innovation rund um den Globus ausgetauscht
werden können, sowie
• Beratung und Kontakte zur Wirtschaft und Wissenschaft.
Sechs von 160 ausgewählten Social Entrepreneurs sind 2007 aus Deutschland. Die Problemlöser werden hier dringend benötigt – um Extremismus zu bekämpfen, Integration zu fördern, für Klimaschutz zu sorgen oder Arbeitsplätze zu schaffen.
Kontakt: Konstanze Frischen. Tel: 069-71625508 / 0175-5223631 / kfrischen@ashoka.org
Social Entrepreneur Johannes Hengstenberg, Berlin: Klimaschutz im Alltag
Dr. Johannes Hengstenberg macht Bürger zu Energie- und CO2-Sparern im Alltag. Er zeigt, dass Klimaschutz nicht nur Sache von Wissenschaft, Regierung und Unternehmen ist, sondern jeder einfach dazu beitragen kann – und dabei sogar Geld spart.
Social Entrepreneur Jürgen Griesbeck, Berlin: Fußball für eine bessere Welt
Jürgen Griesbeck hat das Netzwerk streetfootballworld geschaffen und verbindet weltweit Organisationen, die Fußball mit Bildungsinhalten – Gesundheit, Umweltschutz, Gewaltprävention oder Integration – koppeln und damit das Leben benachteiligter Menschen positiv verändern.
Social Entrepreneur Norbert Kunz, Berlin: Jeder kann ein Unternehmer sein
Norbert Kunz ebnet benachteiligten jungen Erwachsenen und Behinderten erfolgreich den Weg in die Selbständigkeit, vor allem in strukturschwachen Regionen im Osten, wo Zukunftsperspektiven düster sind.
Social Entrepreneur Judy Korn, Berlin: Bildung und Training gegen Rechtsextremismus
Judy Korn arbeitet mit einer der herausforderndsten Zielgruppen: Sie bewegt rechtsextrem orientierte jugendliche Gewaltstraftäter dazu aufzuhören, rassistisch motivierte Gewaltverbrechen zu begehen.
Social Entrepreneur Bernd Gebert, Hamburg: Kinder an die Macht!
Bernd Gebert verbreitet unter Jugendlichen Begeisterung für Eigeninitiative und Mut zur Tatkraft. Unter dem Motto "Das macht Schule" baut er eine Jugendbewegung auf, die Hilfe zur Selbsthilfe gibt und Kinder anregt, ihre Schule und ihr Umfeld zu verändern.
Social Entrepreneur Volker Baisch, Hamburg: Work-Life-Balance für Väter und Familien
Volker Baisch weiß, dass viele junge Väter sich unter Druck fühlen: Sie hätten gerne mehr Zeit für ihre Kinder, schrecken aus berechtigter Angst vor Nachteilen im Beruf aber davor zurück. Volker Baisch ändert die Berufskultur, die besagt, dass Männer in Eltern- oder Teilzeit nicht ernst genommen werden und ihre Aufstiegschancen vertun.
Konstanze Frischen, Geschäftsführerin von Ashoka, zu den Beweggründen der Organisation, hierzulande aktiv zu werden: „Social Entrepreneurs finden Antworten auf drängende soziale Fragen. Sie arbeiten daran, dass aus Problemen Lösungen werden und aus Stillstand Veränderung zum Besseren. Innovationen werden von Menschen vorangetrieben. Solche Unternehmerpersönlichkeiten werden gerade auch in Deutschland gebraucht."
Über Ashoka:
Ashoka ist ein Netzwerk für soziale Innovation. Seit 1980 wählt die Organisation in 70 Ländern die begabtesten Social Entrepreneurs aus und unterstützt sie finanziell und durch Netzwerke und Beratung. Ziel der Arbeit von Ashoka ist es u.a., durch unternehmerische Vorbilder die Zivilgesellschaft zu stärken und Innovation von unten zu ermöglichen. Seit 2005 ist Ashoka auch in Deutschland tätig. Die Organisation ist gemeinnützig und wird von Unternehmerfamilien und Stiftungen getragen, z.B. den Ebay-Gründern, der Stiftung der Hilti AG oder der Goldman-Sachs-Foundation. Die Ashoka Deutschland gGmbH hat ihren Sitz in Frankfurt.
ZITATE VON ASHOKA-UNTERSTÜTZERN
Chris Brenninkmeyer, Gesellschafter der C&A Mode KG und langjähriger Unterstützer von Ashoka, sagt: "Wir sind beeindruckt von der Ashoka-Idee und der Methode und haben selbst jahrelang gute Erfahrungen mit Ashoka sammeln können. Wir begrüßen sehr, dass Ashoka in Deutschland gestartet ist. Wir vertrauen auf das Konzept, das auf Eigenverantwortung und -initiative gründet und das gerade hierzulande gebraucht wird."
Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner, Expertin für Unternehmertum und Inhaberin des Lehrstuhls für Entrepreneurial Finance an der Technischen Universität München, sagt: "Social Entrepreneurs sind klassische Unternehmerpersönlichkeiten, die sich zum Ziel setzen, sozialen – nicht nur privaten – Wert zu schaffen und zu erhalten. Ashoka ist die erste Organisation, die dieses Phänomen erkannt hat und Sozialunternehmer systematisch unterstützt. Die Technische Universität begleitet die Tätigkeit von Ashoka und den Social Entrepreneurs wissenschaftlich und trägt so dazu bei, dass sich der Gedanke in Deutschland verbreitet."
Michael Hilti, Präsident des Stiftungsrats der Hilti Foundation, sagt: "Wir unterstützen Ashoka, weil ihre Ziele mit unseren Unternehmenswerten in Einklang stehen. Die Fellows geben Impulse für eine bessere Zukunft und eröffnen vielen Menschen neue Perspektiven. Sie verändern Strukturen. Wir profitieren von der Zusammenarbeit."
Muhammad Yunus, Friedensnobelpreisträger 2006, sagt: „Ashoka ist eine großartige globale Organisation, die auf einer brillanten Idee fußt. Ashoka hilft, lokale Innovationen in globale Lösungsansätze zu verwandeln."
Pierre Omidyar, Gründer von Ebay: „Ein Maßstab, mit dem man die Effektivität einer Gemeinschaft messen kann, ist die Qualität von Kommunikationsströmen, Netzwerken und kooperativen Allianzen. Ashoka ist hierfür ein großartiges Beispiel. Die engagierte globale Gemeinschaft der Social Entrepreneurs, die von Ashoka unterstützt wird, ermöglicht jedem einzelnen, mehr Wirkung zu erzielen, als ihm das jemals alleine möglich wäre.“
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