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Mit dem Impuls von “Du bist Deutschland” zur “hands on” Initiative “Das macht Schule”
Von der Idee zur Bewegung – die Entstehungsgeschichte
„Als mich der erste Spot von „Du bist Deutschland“ im Jahr des Jammers, 2005, völlig unerwartet traf, war ich tief bewegt“ so Bernd Gebert, Gründer und Vorstand der Initiative „Das macht Schule“. Könnten die Menschen in Deutschland so sein wie in dem Spot? Genügend Hände, sie einander zu reichen, sind da. Wie aber bringt man die in Bewegung, setzt einen nachhaltigen Impuls? Wie ermöglicht man gesellschaftliches Lernen? – Eine Frage die ihn in den nächsten Wochen nicht loslassen sollte.
Die Gedanken subsumierten sich und eines Morgens war die druckreife Idee zu „Das macht Schule“ einfach da und wollte aufs Papier. Die Gesellschaft erneuern, von innen, Ihrem kleinsten Kern ausgehend, der Familie. „Pisa“ und der Renovierungsstau an deutschen Schulen unterstreicht den Handlungsbedarf. Selbstverantwortung und Eigeninitiative sind mehr denn je gefragt. Hier Fähigkeiten zu entwickeln macht zukunftsfähig. Dann dabei auch noch zu lernen im Team zu arbeiten, bringt zudem Erfahrungen, deren Fehlen die Wirtschaft beim Nachwuchs reklamiert. Klar: Schüler sollen selbst Ihr Lernumfeld gestalten und die Idee nach Hause in die Familien tragen, wie viel Spaß es machen kann, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen ...
Die Idee fühlte sich groß genug an, um Holger Jung und Bernd Bauer (zwei der „Macher“ von „Du bist Deutschland“) jeweils um zehn Minuten Zeit zu bitten: drei für die Idee und sieben für eine Einschätzung. Von beiden kam nach zwei Minuten „Klasse, machen“. Also wollte Gebert die Idee am liebsten einem Unternehmen überlassen, dass das Potenzial für die Umsetzung hat. Aber wie? Eine Präsentation der Kampagnen-Ergebnisse vor dem Marketingclub Hamburg kam da gerade recht. Auf die Frage, ob die Idee dort nicht irgendwie andocken könnte, stellte Holger Jung den Kontakt zu Lars Cords (Leiter des Kampagnenbüros „Du bist Deutschland“) her. Seine Empfehlung: In einem kurzen Wortbeitrag einfach mal die Reaktion der anwesenden Entscheider auszutesten. Das Ergebnis: Fünf spontane Angebote die Idee zu unterstützen, ein Interview durch NDR 2 und den Zuruf von Dr. Trautmann (ebenfalls einer der „Macher“): „Das stellen wir bei „Du bist Deutschland“ auf die Website.“ – Ein Ritterschlag.
Gebert nahm sich vier Wochen Auszeit um die Idee zu einem Konzept zu verdichten, holte weitere Meinungen und Kostenschätzungen für die geplante Webplattform ein. Denn: Ohne konkretes Konzept, so die Überlegung, wird die Idee kein Unternehmen begeistern. In einem Gespräch wurde der Gedanke geboren Sponsoren zu suchen, den alten Job an den Nagel zu hängen und selbst die Leitung zu übernehmen. So hat die Idee die größte Chance. Gebert nahm sich weitere drei Monate Auszeit. Sollte es in dieser Zeit gelingen nur einen einzigen Sponsor zu finden wollte er weiter machen. Am letzten Tag der selbstgesetzten Frist sagte das Baumarktunternehmen Max Bahr zu. Dort suchte man nach einer Möglichkeit einen sinnvollen gesellschaftlich Beitrag zu leisten, der im Bezug zur Unternehmensidee steht. Bald folgten The Walt Disney Company (Germany) und die Wisag Service Holding als Unterstützer.
Über den Jahreswechsel wurde das System an fünf Schulen in Hamburg mit Erfolg getestet. Die gemeinnützige Initiative ist webbasiert, auf große Fallzahlen und alle Schulformen ausgelegt und kann zu einer bundesweiten Bewegung werden. Die webgestützte Automatisierung der Abläufe ermöglicht eine hohe Kosteneffizienz. Die Initiative ist einzigartig, unabhängig und in der Hamburger Pilotphase erprobt. Allein dort haben sich seit Februar rund 60 Schulen angemeldet, ohne dass dies durch Direktkontakte oder intensive Öffentlichkeitsarbeit unterstützt wurde, wie es in Zukunft sein wird. In der zweiten Jahreshälfte ist der bundesweite Ausbau geplant. Dann wird die Beta-Site durch eine neue interaktive Web-Plattform ersetzt.
Viele Leistungen werden von Unternehmen kostenlos erbracht. So ließen zwei Existenzgründerinnen fünf Wochen lang alles stehen und liegen um „Das macht Schule“ ein Logo und damit ein Gesicht zu geben und die Betasite fürs Web zu gestalten. Das Konzept für die endgültige Seite hat I-D Media AG, Berlin im Wert einer hohen fünfstelligen Summe gestiftet. Die Begeisterung der Körber-Stiftung für die rasante Entwicklung von „Das macht Schule“ führte zur Nominierung bei Ashoka und jetzt zu der Auszeichnung des Gründers als führender Social Entrepreneur.
In Kürze
Die bundesweite gemeinnützige Initiative “Das macht Schule” regt Kinder und Jugendliche an, ihre Schule und ihr Umfeld zu verändern, beispielsweise durch das Streichen des Klassenzimmers. Eine interaktive Website mit erprobten Konzepten gibt den Kindern Anreize, eigene Projekte zu entwickeln und selbst aktiv zu wer-den: Selbst Hand anlegen und Spaß am Erfolg haben, das sind Erfahrungen, die fit für die Zukunft machen! – Ohne Unterstützung wäre das nicht möglich. Die Initiative wird derzeit in großartiger Weise finanziell, mit Sach- und Zeitspenden von Max Bahr als Initialpartner, The Walt Disney Company (Germany) und der WISAG Service Holding unterstützt und von weiteren Partnern engagiert gefördert.
Infos für Leser: www.das-macht-schule.net
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